ÖH Innsbruck: Studierende wollen zurück an die Universität!

3 Corona-Semester voller Distance Learning und sozialem Entzug haben Studierende bereits hinter sich gebracht. Wie es im Herbst weitergeht, beschäftigt derzeit auch die ÖH Innsbruck.

  • Versetzt man sich in die Lage von internationalen Studierenden, ist es schon wichtig zu wissen, ob es sich überhaupt rentiert, ein WG Zimmer in der teuersten Studentenstadt in Österreich zu beziehen oder ob die Lehre dann sowieso wieder auf virtuell umgestellt wird”
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  • Wir Studierende fordern nichts unmögliches, wir wollen nur Klarheit, wie es im Herbst weitergeht. Es braucht jetzt klare Aussagen von Ministerium und von der Uni-Leitung in Innsbruck. Wir sind gerne zu Gesprächen bereit, um die Meinung der Studierenden einzubringen.”
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  • In heutigen Zeiten erachten wir es als der Universität sehr wohl zumutbar, ihre Vorlesungen für Studierende, die sich beispielsweise in Quarantäne befinden oder nicht vor Ort in Innsbruck sind, online zu streamen und diese im Nachhinein für alle Studierende zugänglich zu machen. Der Zugang zu Bildung darf uns nämlich keinesfalls durch die Pandemie und deren Nachfolgen verwehrt werden.”
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Innsbruck (OTS) -

BM Faßmann stellt Öffnung in Aussicht

Bildungsminister Faßmann plant, das bevorstehende Wintersemester an Österreichs Hochschulen mittels 3-G Regelung wieder in Präsenz durchführen zu lassen. An Lehrveranstaltungen sollen also jene Studierende in Präsenz teilnehmen können, die (negativ) getestet, genesen oder gegen das Coronavirus geimpft sind.

Diese Neuigkeiten wurden von der Österreichischen Hochschülerschaft rund um ihren Vorsitzenden Johann Katzlinger lange herbeigesehnt, laut welchem das Vorhaben des Ministers dennoch einige Fragen für Studierende aufwirft.

Die ÖH Innsbruck erstellte aus diesem Grund kurzerhand ein Forderungspaket mit drei konkreten Forderungen zur Wiedereröffnung, die den Studierenden eine bessere Planbarkeit des bevorstehenden Semesters gewährleisten sollen.

Klarheit über den Ablauf des Wintersemesters

Dass das Wintersemester in Präsenz stattfinden soll, freue Studierende zwar, daraus gehe laut der stellvertretenden Vorsitzenden Julia Staudegger allerdings nicht hervor, was im Fall steigender Zahlen geschieht oder ob die Sitzplatzkapazitäten der Hörsäle zu 100% ausgeschöpft werden dürfen. “Versetzt man sich in die Lage von internationalen Studierenden, ist es schon wichtig zu wissen, ob es sich überhaupt rentiert, ein WG Zimmer in der teuersten Studentenstadt in Österreich zu beziehen oder ob die Lehre dann sowieso wieder auf virtuell umgestellt wird”, so Staudegger.

Der ÖH-Vorsitzende Johann Katzlinger fügt hinzu: “Wir Studierende fordern nichts unmögliches, wir wollen nur Klarheit, wie es im Herbst weitergeht. Es braucht jetzt klare Aussagen von Ministerium und von der Uni-Leitung in Innsbruck. Wir sind gerne zu Gesprächen bereit, um die Meinung der Studierenden einzubringen.”

Möglichkeit zur Impfung für Studierende

Jenen Studierenden, die es gerne möchten, müsse laut Katzlinger die Möglichkeit geboten werden, sich impfen zu lassen. Studierende dürften im Impfplan nicht vergessen werden. Die ÖH Innsbruck finanziert zum Zweck der Wiedereröffnung bereits seit April Teststationen an den Standorten der Universität mit 10.000 € an Eigenmitteln, sodass die wenigen Lehrveranstaltungen, die derzeit bereits in Präsenz abgehalten werden dürfen, auch durch negativ getestete Studierende besucht werden können.

Hybrid Lehre - Innovativ aus der Krise

Die ÖH fordert weiters, dass Vorlesungen gestreamed, aufgezeichnet und gespeichert werden sollen, damit sie auch von zuhause oder im Nachhinein ansehen werden können. Sinnvollerweise sollen dagegen Praktika, Übungen, Proseminare und ähnliche Lehrveranstaltungen ausnahmslos in Präsenz stattfinden. “In heutigen Zeiten erachten wir es als der Universität sehr wohl zumutbar, ihre Vorlesungen für Studierende, die sich beispielsweise in Quarantäne befinden oder nicht vor Ort in Innsbruck sind, online zu streamen und diese im Nachhinein für alle Studierende zugänglich zu machen. Der Zugang zu Bildung darf uns nämlich keinesfalls durch die Pandemie und deren Nachfolgen verwehrt werden.”, so Johann Katzlinger. Laut ÖH müsse die digitale Infrastruktur an den Hörsälen noch deutlich verbessert werden und bei Lehrenden auch mit verpflichtenden Digitalschulungen nachgebessert werden.

Rückfragen & Kontakt:

Johann Katzlinger (Aktionsgemeinschaft)

Vorsitzender der HochschülerInnenschaft an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

m: vorsitz1-oeh@uibk.ac.at
m: johann.katzlinger@oeh.cc
t: +43 512 507-35500 (büro)
w: oehweb.at/deine-oeh/vorsitzteam/

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