- 11.06.2021, 06:00:01
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Hofer zu „Feuernacht“ in Südtirol: Österreich und Italien müssen Gemeinsames über Trennendes stellen
Wien (OTS) - Heute vor 60 Jahren war die Südtiroler Region rund um
Bozen Schauplatz der „Feuernacht“. In einer konzertierten Aktion
wurden 37 Strommasten gesprengt. Dadurch sollte die Stromversorgung
in der Bozener Industriezone lahmgelegt werden. Auch sechzig Jahre
danach haben diese Ereignisse sowie weitere Anschläge Südtiroler
Aktivisten, bei denen in rund drei Jahrzehnten insgesamt 15 Menschen
getötet wurden, Auswirkungen auf die politischen Beziehungen zwischen
Österreich und Italien. Der 3. Nationalratspräsident Norbert Hofer
appelliert anlässlich des 60. Jahrestages der „Feuernacht“, dass
Gewalt für die Durchsetzung von Anliegen kein geeignetes Werkzeug ist
und sich Anschläge und Attentate niemals wiederholen dürfen: „In
Europa haben wir es geschafft, dass es ein friedliches Miteinander
zwischen den Staaten gibt. Die Situation heute hat nichts mehr mit
den Spannungen als Folge des 2. Weltkriegs zu tun, die Auslöser für
die Anschläge in Südtirol waren. 60 Jahre später sollte auch zwischen
Italien und Österreich das Gemeinsame vor das Trennende gestellt
werden.“
1992 wurde der Streit zwischen Italien und Österreich um Südtirol
beigelegt – nach 20 Verhandlungsjahren um die Südtirol-Autonomie.
Hofer verweist darauf, dass es auch in der Zeit der
ÖVP/FPÖ-Bundesregierung ein Schwerpunkt in diese Richtung gesetzt
wurde, indem versucht wurde, den in Südtirol lebenden deutsch- und
ladinischsprachigen die Option auf die österreichische
Staatsbürgerschaft einzuräumen.
Der 3. Nationalratspräsident sieht darin einen Akt der Versöhnung und
appelliert auch an die italienische Seite, den noch lebenden
Aktivisten aus dem Südtiroler Freiheitskampf eine Amnestie
zuteilwerden zu lassen.
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