Offener Brief an epicenter.works Geschäftsführer Thomas Lohninger

Wien (OTS) -

Sehr geehrter Herr Lohninger,

mit Verwunderung haben wir die Ankündigung einer Demonstration der NGO epicenter.works vor unserer Unternehmenszentrale zur Kenntnis genommen.

Wir hätten es begrüßt, wenn Sie sich vorab informiert hätten, anstatt den Weg der medialen Konfrontation zu gehen.

Wir haben als A1 seit Beginn der Krise in Belarus immer den Weg einer transparenten und offenen Kommunikation verfolgt. Und wir haben Gespräche mit zahlreichen NGOs geführt, um unseren Standpunkt klar zu machen und die beschränkten technischen und rechtlichen Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen, aufzuzeigen.

Oberstes Ziel von A1 war und ist es, unsere 2.500 Kolleginnen und Kollegen zu schützen, unseren Service im Mobilfunk und Internet für die belarussische Bevölkerung aufrecht zu erhalten und Schaden von A1 Belarus abzuwenden. Klar ist - und da sind wir uns einig: Das beste Internet ist ein funktionierendes Internet.

Es ist bekannt, dass uns als Unternehmen in Belarus der Zugang zum Internet mangels Bereitstellung von Kapazitäten seitens der staatlichen Monopolisten landesweit eingeschränkt wurde und infolgedessen wir auf Basis regulatorischer Rahmenbedingungen gezwungen waren, an einigen Tagen an vorgegebenen Orten die Internetgeschwindigkeit zu reduzieren.

Wir haben das als einziger Anbieter in Belarus immer angekündigt und transparent gemacht. Wir haben dies auch vor dem Hintergrund gemacht, weil die Behörden in Belarus technisch die Möglichkeit außerhalb unseres Netzes haben, bei Nichteinhaltung der Anordnungen das gesamte Internet im gesamten Land nicht nur zu drosseln, sondern zu unterbinden. Die letzte Anordnung der Einschränkung der Internetversorgung in Belarus an uns erfolgte im November 2020, also vor rund sieben Monaten. Seitdem versorgen wir das belarussische Volk rund um die Uhr mit unseren Internetservices. Wir haben unsere Kundinnen und Kunden im Übrigen für Internetausfälle auch finanziell entschädigt, Sie können also sicher sein, dass solche Internetsperren nicht im Interesse des Unternehmens sind.

Wir denken, dass unsere Vorgehensweise von der belarussischen Bevölkerung geschätzt wird, ein Beleg dafür ist ein stark gestiegenes Kundenwachstum seit Beginn der Krise. Für viele Menschen in Belarus sind wir ein wichtiges Symbol des Westens und damit verbundener Hoffnungen, Wertehaltungen oder auch die Chance auf internationale Karrierepfade.

Umso mehr wundert es uns, dass die NGO epicenter.works für nächste Woche zu einer Demonstration gegen A1 und Internetsperren aufruft, die in unserem Netz seit sieben Monaten nicht mehr stattgefunden haben. Was wir als offenes und transparentes Unternehmen bedauern, ist, dass Ihre Organisation dazu nicht mit uns Kontakt aufgenommen hat. Sonst hätten wir diese Situation leicht aufklären können.

Wir laden Sie und Vertreter von epicenter.works aber hiermit gerne ein, mit uns zu diskutieren. Kommen Sie ins Gebäude, anstatt davor zu verweilen. Entscheiden Sie sich, ob Sie den Weg der Konfrontation oder den Weg des Dialoges mit uns gehen wollen. Bitte haben Sie aber Verständnis, dass wir nur für letzteres zur Verfügung stehen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Arnoldner

CEO A1 Telekom Austria Group


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Dr. Michael Höfler
Konzernsprecher
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