Statistisches Jahrbuch: Zahlen, Daten und Fakten zu Integration

Präsentation des Statistischen Jahrbuchs 2021 als Ergänzung zum Integrationsbericht

Wien (OTS) - Das Statistische Jahrbuch „Migration & Integration“ der Statistik Austria und des ÖIF ergänzt auch heuer wieder den Integrationsbericht und liefert zentrale Zahlen, Daten und Fakten zu integrationsrelevanten Themenbereichen und liefert damit eine faktenbasierte Grundlage für die Auseinandersetzung mit aktuellen Fragestellungen. Die Publikationen wurden am 10. Juni 2021 von Integrationsministerin Susanne Raab, der Vorsitzenden des Unabhängigen Expertenrats für Integration, Katharina Pabel, und dem Generaldirektor der Statistik Austria, Tobias Thomas, präsentiert.

Die Corona-Pandemie hatte auch starke Auswirkungen auf den österreichischen Arbeitsmarkt. Die Gesamtarbeitslosenquote erhöhte sich im Jahr 2020 auf 9,9% (+2,5 Prozentpunkte im Vergleich zu 2019). Ausländerinnen und Ausländer waren davon stärker betroffen als Inländerinnen und Inländer: Die Arbeitslosenquote der Ausländerinnen und Ausländer stieg von 10,8% im Jahr 2019 auf 15,3% im Jahr 2020, im Vergleich dazu verzeichnete die Quote bei Inländerinnen und Inländern einen Anstieg von 7,4% auf 9,9%. Während fast drei Viertel der Frauen ohne Migrationshintergrund (71%) 2020 am Erwerbsleben teilnahmen, waren es bei den Frauen mit Migrationshintergrund mit 60% deutlich weniger. Nur fast die Hälfte der Frauen aus der Türkei (47%) waren erwerbstätig, bei Frauen aus dem ehemaligen Jugoslawien (außerhalb der EU) lag die Erwerbsbeteiligung bei 63%.

Ein Viertel der österreichischen Gesamtbevölkerung hat Migrationshintergrund

Während 2019 noch 2,07 Millionen Menschen in Österreich Migrationshintergrund hatten, waren es im Vorjahr bereits 2,14 Millionen, was knapp einem Viertel der Gesamtbevölkerung von 8,9 Mio. Menschen entspricht. Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund stieg in den vergangenen zehn Jahren um 5,9 Prozentpunkte an. Rund 40% der Migrantinnen und Migranten in Österreich stammten 2020 aus einem anderen EU- bzw. EFTA-Staat. Aus den Nachfolgestaaten Jugoslawiens (ohne den EU-Mitgliedsstaaten Slowenien und Kroatien) waren es 26,0%, aus der Türkei kamen 12,6%. 6,0% hatten jeweils einen afghanischen, syrischen oder irakischen Migrationshintergrund. Betrachtet man die Bevölkerung Österreichs mit Migrationshintergrund nach Staatsangehörigkeit, machen mit Stichtag 01.01.2021 die größte Gruppe der in Österreich lebenden ausländischen Staatsangehörigen mit fast 209.000 Personen weiterhin Deutsche aus. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Rumäninnen und Rumänen (132.000) und serbische Staatsangehörige (122.000).

Jüngere Personen beurteilen Zusammenleben besser

Auch in diesem Jahr bildet das Statistische Jahrbuch „Migration & Integration“ subjektive Einschätzungen von Personen mit Geburtsort in Österreich und Zuwanderinnen und Zuwanderern zum Integrationsklima ab. Unterschiede bei der Beurteilung des Zusammenlebens zwischen Österreicherinnen und Österreichern sowie Migrantinnen und Migranten zeigten sich bei Inländerinnen und Inländern vor allem anhand soziodemographischer Merkmale wie dem Alter: Fast zwei Drittel der 16-bis 29-Jährigen (63%) beurteilen das Zusammenleben als „eher gut“ (59,4%) oder „sehr gut“ (3,6%) funktionierend. Demgegenüber steht eine mehrheitlich negative Haltung der Altersgruppe 60+: Über die Hälfte (57%) finden das Zusammenleben als „eher schlecht“ (53,1%) oder „sehr schlecht“ (3,4%). Insgesamt beurteilen 50,3% der befragten Österreicherinnen und Österreicher das Zusammenleben positiv. Unterschiede in der Wahrnehmung des Zusammenlebens zeigten sich auch anhand der Schulbildung: Während 44% der Österreicherinnen und Österreicher mit maximal Pflichtschulbildung das Zusammenleben als gut funktionierend beurteilten, lag der Anteil bei Hochschulabsolventinnen und -absolventen sowie Personen mit einem anderen Abschluss nach der Matura mit 61% deutlich höher.

ÖIF-Publikationen zum Herunterladen
Weitere Zahlen, Daten und Fakten zu Migration und Integration in Österreich finden Sie im Statistischen Jahrbuch sowie in den Publikationen des ÖIF unter: www.integrationsfonds.at/publikationen

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Integrationsfonds
Kim Izdebski
+43 1 710 12 03-322
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