Ernst-Dziedzic: Genitalverstümmelung an intergeschlechtlichen Kindern soll verboten werden

Grüne: Gleichbehandlungsausschuss beschließt Antrag zum Schutz von intergeschlechtlichen Kindern und Jugendlichen

Wien (OTS) - „Ich freue mich sehr, dass wir endlich eine Mehrheit im Österreichischen Parlament haben, die sich zum Schutz von intergeschlechtlichen Kindern und Jugendlichen bekennt. Der gemeinsame Antrag mit dem Koalitionspartner ist ein erster und wichtiger Schritt hin zum Schutz der Selbstbestimmung und der körperlichen Integrität von intergeschlechtlichen Menschen“, freut sich Ewa Ernst-Dziedzic, Sprecherin der Grünen für LGBTIQ und Menschenrechte, über den Antrag, der heute im Gleichbehandlungsausschuss beschlossen wird. Dieser fordert den Schutz von intergeschlechtlichen Kindern und Jugendlichen vor nicht selbst bestimmten und nicht notwendigen medizinischen Eingriffen. "Bei der Genitalverstümmelung an intergeschlechtlichen Kindern und Jugendlichen darf es keine rechtlichen Lücken geben", betont Ernst-Dziedzic.

„In Österreich sind intergeschlechtliche Kinder und Jugendliche immer noch nicht ausreichend vor medizinischen Eingriffen geschützt, die gesundheitlich nicht notwendig sind und ohne vorherige Einwilligung der betroffenen Person stattfinden. Österreich wurde dafür schon mehrfach von den Vereinten Nationen gerügt“, sagt die Menschenrechtssprecherin und verweist auf die Rüge des UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes im Februar 2020.

„Nicht nur im Pride Monat, sondern an jedem Tag des Jahres setze ich mich für ein Ende von Intersex-Genitalverstümmelung ein. Intergeschlechtliche Kinder und Jugendliche müssen endlich wirkungsvoll vor nicht notwendigen medizinischen Behandlungen geschützt werden, denen sie nicht vorab und voll-informiert zustimmen. Es geht um Selbstbestimmung und um körperliche Integrität und hier lassen wir nicht locker“, unterstreicht Ernst-Dziedzic.

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