- 04.06.2021, 13:52:10
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„Die Epoche des Menschen“: Aufwühlende ORF-„dokFilm“-Premiere über die Ausbeutung des Planeten am 6. Juni
Im Rahmen des ORF/MUTTER ERDE-Schwerpunkts „Klima schützen, Arten schützen.“ um 23.05 Uhr in ORF 2
Utl.: Im Rahmen des ORF/MUTTER ERDE-Schwerpunkts „Klima schützen,
Arten schützen.“ um 23.05 Uhr in ORF 2 =
Wien (OTS) - Ein Film, der unter die Haut geht! Die preisgekrönte
Kinoproduktion „Die Epoche des Menschen“ der Filmemacher Jennifer
Baichwal, Edward Burtynsky und Nicholas de Pencier veranschaulicht
mit modernster Kameratechnik und imposanten Bildern, wie schlecht es
um den Planeten Erde bestellt ist. Das Filmteam hat dafür in 20
Ländern der Welt Beweise gesammelt – von den kilometerlangen
Betonwällen, die Chinas Küste schützen, über apokalyptische
Müllhalden in Kenia, die weltweit größten Bagger im Kohleabbau von
Nordrhein-Westfalen bis hin zu psychedelisch schillernden
Verdunstungsbecken in der Atacama-Wüste, wo Lithium gewonnen wird.
„Dank dieses Films“, so resümiert der deutsche Schauspieler,
Umweltaktivist und Erzählerstimme der Doku Hannes Jaenicke, „werden
wir Zeuge, wie sich vor unseren Augen ein geologischer Epochenwandel
vollzieht; mit Bildern, die auf provokante und unvergessliche Weise
zeigen, was unsere Spezies mit ihrem Planeten anrichtet.“ ORF 2 zeigt
„Die Epoche der Menschen“ im Rahmen des ORF/MUTTER ERDE-Schwerpunkts
„Klima schützen, Arten schützen.“ als „dokFilm“-Premiere am Sonntag,
dem 6. Juni 2021, um 23.05 Uhr.
Mehr zum Inhalt:
Wissenschafter/innen sind sich einig: Nicht mehr die Natur bestimmt
das Leben auf Erden, sondern der Mensch. Das Zeitalter des
Anthropozän ist angebrochen. Wir beherrschen, verändern und zerstören
unseren Planeten. Mit kaum zuvor gehörten Vokabeln werden die
Verwüstungen beschrieben. Es ist von Anthroturbation die Rede, von
Technofossilien oder Terraforming.
Die mehrfach ausgezeichneten Filmemacher Jennifer Baichwal, Edward
Burtynsky und Nicholas de Pencier sind durch 20 Länder der Erde
gereist, um an konkreten Beispielen zu veranschaulichen, was diese
abstrakten Begriffe bedeuten. Ein verstörender Bericht in
„schrecklich schönen“ Bildern über den Zustand unseres Globus.
Er beginnt mit dem Ende – mit der Ausrottung von Tierarten, die zur
Ware degradiert, gejagt und getötet werden. Im Nairobi National Park
werden die Stoßzähne von 10.000 Elefanten zu riesigen Haufen
aufgeschichtet und verbrannt. 150 Millionen Dollar steigen in Rauch
auf, um den Hehlern wenigstens ihr Geschäft zu vereiteln. Die schiere
Menge an Elfenbein macht sichtbar, wie groß das Problem der Wilderei
ist und wie hemmungslos der Raubbau an der Natur.
Um die Vielgestaltigkeit der Ausbeutung zu demonstrieren, zeigt das
Regieteam die Gigantomanie der Rohstoffgewinnung von der
Atacama-Wüste in Südamerika, wo in riesigen Verdunstungsbecken
Lithium für E-Autos und Smartphones gewonnen wird, über Carrara, den
berühmten Marmorsteinbruch in Italien, bis zum Tagebau Garzweiler in
Nordrhein-Westfalen, wo ganze Dörfer dem Erdboden gleichgemacht
werden, weil sie dem Braunkohleabbau im Wege stehen und wo jetzt der
weltgrößte Schaufelradbagger keinen Stein mehr auf dem anderen lässt.
Der Film demonstriert, auf welche Weise die Menschheit die Erdkruste
verändert und in der Biosphäre ihre Spuren hinterlässt: ob in
Dandora, der größten und giftigsten Müllhalde Kenias, auf Vancouver
Island, wo nur noch zehn Prozent des ursprünglichen Baumbestandes
vorhanden sind, oder in China, dessen Küste mit einem kilometerlangen
Betonwall vor dem steigenden Meeresspiegel geschützt werden muss.
Auch unter Wasser führen die Filmemacher die Folgen der
Klimaerwärmung vor Augen. In ebenso atemberaubenden wie bestürzenden
Zeitraffer-Aufnahmen dokumentieren sie das Erbleichen von Korallen
auf dem indonesischen Batu Bolong Riff sowie dem Great Barrier Reef
vor Australien.
Hier schließt sich der Kreis zur Ausrottung der Biodiversität und dem
Aussterben von Tier- und Pflanzenarten.
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