IMAS-Studie: Coronakrise verstärkt Wunsch nach Nachhaltigkeit

Themen wie Eigenverantwortung und Sicherheit gewinnen ebenso an Bedeutung

Wien (OTS) - Eine Umfrage im Auftrag des Österreichischen Genossenschaftsverbandes (ÖGV) zeigt, dass jetzt, wo es bereits große Fortschritte bei den Corona-Impfungen gibt, die Themen Eigenverantwortung, Sicherheit und Nachhaltigkeit in der Gesellschaft an Bedeutung gewinnen. „Zwei Drittel der Bevölkerung sind der Meinung, dass Eigenverantwortung wichtiger wird“, erklärt Peter Haubner, Verbandsanwalt des ÖGV. Haubner führt diesen Trend auch auf das Bedürfnis nach mehr Flexibilität in der Arbeitswelt zurück. Vor allem Genossenschaften decken diese Nachfrage nach mehr Eigenständigkeit und nach mehr kooperativem Wirtschaften ab.

IMAS-Studienleiter Paul Eiselsberg, der mehr als 1.000 Österreicherinnen und Österreicher befragt hat, kommt zum Ergebnis, dass sich der Wunsch nach einer ökologischeren Wirtschaft und einem nachhaltigeren Leben durch die Gesundheitskrise sogar noch verstärkt hat. „Mehr als 60 Prozent der Befragten gaben an, dass Nachhaltigkeit für die Gesellschaft in Österreich immer wichtiger wird“, sagt Eiselsberg. Vor allem bei Frauen und bei Familien mit Kindern ist das Thema Nachhaltigkeit ein starkes Anliegen. Am ehesten assoziieren die Studienteilnehmer mit Nachhaltigkeit spontan den Umweltschutz (34 Prozent). Besonders nachhaltig handeln die Österreicherinnen und Österreicher vor allem bei der Mülltrennung (42 Prozent), dem ressourcenschonenden Umgang mit Wasser (36 Prozent) oder auch der Energienutzung aus erneuerbaren Quellen (28 Prozent).

Dass das Thema Nachhaltigkeit facettenreicher ist als der alleinige Begriff des Umweltschutzes, ist nur 56 Prozent der Bevölkerung bewusst. Die Umfrageteilnehmer sehen vor allem die Chancen: „Für 62 Prozent ist dieses Thema zukunftsorientiert“, so Haubner. Bemerkenswert sei, dass bereits knapp 40 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher beim Thema Nachhaltigkeit große Möglichkeiten für die heimische Wirtschaft sehen und dass knapp ein Drittel davon ausgeht, dass durch den „grünen Trend“ in Österreich mehr Jobs und Arbeitsplätze geschaffen werden können. „Nachhaltigkeit wird auch häufig sehr stark als regional, sympathisch, sozial und pflichtbewusst charakterisiert“, zitiert Haubner aus der Studie. Für den Österreichischen Genossenschaftsverband ist das eine Bestätigung für den bereits eingeschlagenen Weg, denn: „Wir haben den Trend hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft früh erkannt und bieten mit unseren Energiegenossenschaften für alle ein Angebot, die Teil der ökologischen Transformation sein wollen“, zieht Haubner erste Schlüsse aus den Ergebnissen der IMAS-Befragung.

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