Gegen Antisemitismus und Gewalt!

Hass gegen Jüdinnen und Juden auf pro-palästinensischer Demo

Wien (OTS) - Am 12. Mai fand auf der Mariahilferstraße eine Demonstration der antisemitischen BDS-Bewegung, der Antiimperialistischen Koordination (AIK) und dem Dar-al-Janub statt. Alle Organisationen sind einschlägig für ihren Antisemitismus bekannt. Der Dar-al-Janub hat etwa in der Vergangenheit eine Gedenkveranstaltung mit Holocaustüberlebenden angegriffen.

Auf der Demonstration am 12. Mai, aufgrund welcher die Israelitische Kultusgemeinde Wien im Vorfeld eine Warnung an die Jüdinnen und Juden für den 7. Bezirk ausgesprochen hat, kam es zu massiven antisemitischen Sprechchören, darunter: „Chaiber, Chaiber [antisemitisches Massaker] oh ihr Juden, Mohammeds Heer kommt bald wieder.“ Zudem trugen Teilnehmer:innen Hamas-Fahnen, antisemitische Transparente mit Holocaust-Relativierungen und Ikonographien der Terroristin Leila Chaled. Seitens der Organisator:innen wurde offen zur Intifada aufgerufen, also zur Gewalt gegen Israel. Die vom österreichischen Parlament als antisemitisch bewertete BDS rief zum totalen Boykott des Jüdischen Staates auf.

Die Jüdischen österreichischen Hochschüler:innen (JöH) fordern, dass der Konflikt im Nahen Osten nicht dazu instrumentalisiert wird, den Antisemitismus in Europa zu befeuern.

Selbstverständlich hat jeder Mensch das Recht, sich über israelische Politik kritisch zu äußern und gegen diese zu demonstrieren, jedoch darf dies keinesfalls mit antisemitischen Organisationen und Botschaften einhergehen. In Deutschland wurden bei gleichartigen Demonstrationen in Bonn und Düsseldorf Synagogen angegriffen.

All das muss die hiesige Politik zu großer Sorge und entschiedenem Handeln bewegen!

Wir stehen für Frieden und Koexistenz und sind gegen die Hausräumungen in Ostjerusalem, aber wir sind auch gegen die gewalttätigen Ausschreitungen seitens der Demonstrant:innen. Zudem verurteilen wir in aller Deutlichkeit die kriegerische Eskalation der Hamas, die innerhalb von 48 Stunden über 1000 Raketen auf zivile Gebiete in Israel geschossen hat.

“Es ist für uns als junge Jüdinnen und Juden wirklich verstörend, auf der Straße und auf Social Media mit Antisemitismus, Hitler-Verherrlichungen und Morddrohungen konfrontiert zu werden.” so Lara Guttmann, Co-Präsidentin der Jüdischen österreichischen Hochschüler:innen. “Seit Tagen erhalten wir Hassnachrichten auf allen Kanälen. Viele von uns haben inzwischen ihre Social Media Accounts deaktiviert, weil sie es nicht mehr ausgehalten haben” erklärt Sashi Turkof, Co-Präsidentin der JöH.

“Wir werden jedes Mal massiv mit Hass und Hetze gegen gegen Jüdinnen und Juden und gegen Israel konfrontiert, wenn der Konflikt im Nahen Osten eskaliert. Das kann und darf in Österreich 2021 nicht passieren!” schließt Lara Guttmann.


Fotos und Videos der Demonstration: https://we.tl/t-boXgi0eR3x

Rückfragen & Kontakt:

Jüdische österreichische Hochschüler:innen (JöH)
+43 (0) 650 927 2276
gs@joeh.at

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