ÖGB-Schumann zum Muttertag: „Die Frauen sind am Limit – echte Entlastung ist gefragt“

Bessere Zukunftschancen für Frauen durch Ausbau der Kinderbetreuungsplätze

Wien (OTS) - Frauen sind während Corona besonders unter Druck gekommen. Ob als Systemerhalterinnen oder als Mütter haben sie die Hauptlast der Krise getragen. Gleichzeitig wurden sie in alte Rollenbilder gedrängt. Um die Situation der Frauen dauerhaft zu verbessern und ihnen mehr Zukunftschancen zu bieten, sind politische Schritte notwendig. Daher fordern die ÖGB-Frauen unter anderem endlich einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbildungsplatz ab dem ersten Lebensjahr.

Kinderbetreuungsplätze als Schlüssel für den beruflicher Wiedereinstieg

„Echte Wertschätzung ist es, Frauen gerechte Zukunftschancen zu ermöglichen. Ein flächendeckendes und leistbares Bildungsangebot von Kindern ab dem ersten Lebensjahr wäre ein wichtiger Hebel, um Verbesserungen für Frauen zu erwirken“, sagt ÖGB-Vizepräsidentin und -Frauenvorsitzende Korinna Schumann.

Das aktuell fehlende Betreuungsangebot für Kleinkinder erschwert Frauen den beruflichen Wiedereinstieg und die Möglichkeit an Qualifizierungsmaßnahmen teilzunehmen. Denn in der Regel sind sie es, die aus Mangel an Alternativen zu Hause bleiben, um für die Kinder zu sorgen. Je länger sie der Arbeitswelt fernbleiben, umso schwieriger wird der Wiedereinstieg. Zudem müssen sie Verschlechterungen beim Einkommen und der Pension in Kauf nehmen. „Es ist nur fair, Frauen mit Kindern den Rücken zu stärken. Auch wenn wir noch weit von echter Gleichstellung entfernt sind, ist es wichtig, sich politisch zu bewegen“, ist Schumann überzeugt.

Österreich unter EU-Durchschnitt bei Investition in Kindergärten

„Österreich hat bei Kindergartenplätzen einen großen Aufholbedarf. Während EU-Staaten im Schnitt ein Prozent der Wirtschaftsleistung dafür investieren, ist es hierzulande um ein Drittel weniger”, so Schumann. Aus diesem Grund haben die ÖGB-Frauen gemeinsam mit den Sozialpartnerinnen und der Industriellenvereinigung ein Forderungspapier zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie verfasst.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Gewerkschaftsbund
Christine Esterbauer
Tel.: 0664 6145261

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0002