Welpenhandel aufgedeckt! Wieder wurde ein viel zu junger Hund im Internet bestellt und illegal nach Wien gebracht

Wien (OTS/RK) - Bereits wenige Tage, nachdem die Stadt Wien in enger Kooperation mit der Landespolizeidirektion Wien mit der „Aktion scharf“ ein hartes Vorgehen gegen den illegalen Welpenhandel angekündigt hat, konnte ein Fall aufgedeckt werden.

Mittwochvormittag konnte das Veterinäramt nach ausgiebiger Recherche im 1. Bezirk einen illegalen Welpenhändler überführen. Ein erst 8 Wochen alter Welpe wurde per Click and Deliver im Internet bestellt und aus Ungarn zu seinem neuen Besitzer geliefert. Dabei verbietet das neue Tiergesundheitsrecht nun Privatpersonen, sich Tiere aus dem Ausland liefern zu lassen.

Da der Hund zu jung war und keine gültige Tollwutimpfung hatte, wurde er von der Amtstierärztin abgenommen und muss nun für mehrere Wochen im TierQuarTier in Quarantäne, wo er tierärztlich betreut wird, um mögliche Krankheiten zu diagnostizieren. Die Kosten hierfür muss der Käufer tragen. Sowohl Verkäufer und Käufer müssen nun mit einer Anzeige und Strafen rechnen.

„Der Wiener Polizei liegt das Wohl sowie die Gesundheit von Tieren sehr am Herzen. In enger und guter Zusammenarbeit mit der Stadt Wien unterstützt daher insbesondere die Polizeidiensthundeeinheit im täglichen Streifendienst, wie auch bei gezielten Schwerpunktkontrollen, unter anderem die Bekämpfung des illegalen Welpenhandels“, unterstreicht der Kommandant der Wiener Polizeidiensthundeeinheit Oberstleutnant Rudolf König.

In Zeiten der Pandemie ist die Nachfrage nach Hunde- und auch Katzenwelpen rigoros angestiegen. Oft wird ein erst wenige Wochen altes Lebewesen wie Ware per Mausklick bestellt. Dass man mit dem Kauf in den meisten Fällen furchtbare Tierquälerei unterstützt, ist Käufern oft nicht bewusst.

"Unser dringender Appell an alle Tierliebhaber ist aber: Kaufen Sie keine Tiere aus dem Ausland. Die Tiere sind oft krank und schlecht sozialisiert! Informieren Sie sich vor dem Kauf von Welpen bei österreichischen Hundezuchtverbänden bzw. Tierheimen oder bei einem Tierarzt, einer Tierärztin ihres Vertrauens!", betont der Wiener Tierschutzstadtrat Jürgen Czernohorszky.

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