- 06.05.2021, 12:48:30
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Grüne/Prammer: Starkes parlamentarisches Zeichen für Stärkung der Menschenrechte durch Sport
Sportausschuss beschließt einstimmig Antrag zu Sportgroßveranstaltungen
„Es ist wichtig, dass das Engagement für Menschenrechte auf allen Ebenen des Sports mitgetragen wird. Wie zuletzt das ÖFB-Team fordert nun auch das Parlament die Einhaltung von menschenrechtlichen Standards in den Austragungsländern von Sportgroßveranstaltungen. Nur ein geeintes Vorgehen von Aktiven, Medien, der Öffentlichkeit und der Politik kann die globale menschenrechtliche Situation verbessern“, sagt die Sportsprecherin der Grünen, Agnes Sirkka Prammer, zu einem weitreichenden Entschließungsantrag, der heute von den Regierungsparteien gemeinsam mit NEOS und SPÖ im Sportausschuss eingebracht und dann einstimmig beschlossen wurde.
In Anbetracht der 2022 stattfindenden Fußballweltmeisterschaft in Katar, aber auch hinsichtlich der Olympischen Spiele in Peking, ist es wichtig, diesen Diskurs auf eine parlamentarische Ebene zu heben, so Prammer: „Sowohl die menschenunwürdigen Zustände bei der Errichtung der Stadien im Emirat als auch die Situation der uigurischen Minderheit und anderer verfolgten Gruppen in China werfen die Frage auf, wie mit sportlichen Großereignissen vor dem Hintergrund gravierender Menschenrechtsverletzungen umzugehen ist.“ Sportliche Großereignisse seien prinzipiell positiv besetzt und böten den Veranstalterländern ein Podium, um sich der Welt zu präsentieren. Es dürfe aber nicht passieren, dass dadurch Menschenrechtsverletzungen in den Austragungsländern einfach in den Hintergrund treten, so die Abgeordnete, die aber auch die Chancen einer bewussten Verschränkung von Menschenrechten und Sport sieht: „Sportliche Großereignisse können durch die erhöhte Aufmerksamkeit einen positiven Einfluss auf die menschenrechtliche Situation in den Bewerberländern entfalten. Sie können eine Kultur der Menschenrechte, Gleichberechtigung und ein solidarisches Miteinander fördern.“
Darüber hinaus wurde im Sportausschuss noch ein weiterer Antrag einstimmig beschlossen. Das Parlament wird den Sportminister mit der Erstellung eines Sportberichtes beauftragen. Der bislang letzte Bericht wurde dem Nationalrat im Dezember 2007 vorgelegt, nun soll bis Herbst eine Neuauflage verfasst werden, die – neben den Schwerpunktsetzungen des Sportressorts – auch die Hilfsmaßnahmen während der Pandemie umfassen wird.
Die Sportsprecherin und Ausschussobfrau, Agnes Prammer, begrüßt diesen Beschluss: „Die Grünen waren und sind die Partei der Transparenz. Nach vielen Jahren ohne umfassenden Sportbericht freue ich mich ganz besonders über diese Initiative.“
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