- 05.05.2021, 12:14:12
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ÖAMTC: Wiener Parkraum – weitere Schritte gefragt
Der Mobilitätsclub setzt sich für ein Gesamtmodell ein, das Interessen aller Beteiligten berücksichtigt
Utl.: Der Mobilitätsclub setzt sich für ein Gesamtmodell ein, das
Interessen aller Beteiligten berücksichtigt =
Wien (OTS) - "Das Festhalten an einem in die Jahre gekommenen
Parkkonzept hilft auf Dauer niemandem – weder Anrainern noch
Gewerbetreibenden oder Pendlern", sagt ÖAMTC-Verkehrsexperte Matthias
Nagler. "Das Modell war ursprünglich nur für die Innenstadt gedacht.
Eine Ausweitung auf ganz Wien ist daher nur eine Zwischenlösung. Klar
ist, dass weitere Schritte hin zu einem innovativen, bedarfsgerechten
Modell folgen müssen."
Alternativen für Pendler und Bewohner
Überparkte Anwohnerparkzonen und Wohngebiete im Bereich von
U-Bahnstationen zeigen, dass das bestehende Modell seine Schwächen
hat. Während die Innenstadt über ein gutes Angebot an öffentlichen
Verkehrsmitteln verfügt, sind Ziele in den Außenbezirken nur mit
erhöhtem Zeitaufwand erreichbar. Ärgerlich ist laut dem Experten des
Mobilitätsclubs, dass nur Beschränkungen, aber keine Angebote und
Anreize geschaffen werden: "Die Park & Ride-Anlagen decken bei Weitem
nicht den Bedarf. Wenn man will, dass die Menschen auf das Auto
verzichten, muss man ihnen entsprechende Alternativen bieten", merkt
der ÖAMTC-Experte an.
Erweiterung der Kurzparkzone als Anstoß für künftige Reform
Der Mobilitätsclub wird sich auf dem Weg vom Zwischenschritt bis zu
einer gesamten Reform der Parkraumbewirtschaftung weiterhin aktiv
einbringen. Ideen, wie Parken in Wien neu organisiert werden könnte,
gibt es zahlreiche. So ist der ÖAMTC bereits in regem Austausch, auch
mit Partnern wie ARBÖ und Wirtschaftskammer Wien.
"Wir gehen davon aus, dass Ulli Sima die Chance nützt und einen
breiten Diskurs starten wird", zeigt sich Matthias Nagler
zuversichtlich. "Ein ideales Gesamtmodell sollte die Bedürfnisse
aller Interessensgruppen fair berücksichtigen – also Anrainer,
Einpendler, Wirtschaftstreibende, Besucher und sämtliche
Verkehrsteilnehmer."
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