Heinisch-Hosek: Frauenmorde in Österreich sind erschütternd

SPÖ-Frauen fordern bundesweite Hochrisikofallkonferenzen und einen raschen Ausbau der Frauenberatungsstellen und Hilfseinrichtungen

Wien (OTS/SK) - Schockiert zeigt sich SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek über die Ermordung einer Frau in Neulengbach. „Es ist der bereits achte Frauenmord in diesem Jahr. Das ist erschütternd“, so Heinisch-Hosek. Die SPÖ sieht dringenden Handlungsbedarf, um den Schutz von Frauen zu verbessern. Die SPÖ-Frauen fordern erneut bundesweite Hochrisikofallkonferenzen und einen raschen Ausbau der Frauenberatungsstellen und Hilfseinrichtungen. Ein wichtiger Schritt ist im Bereich der Justiz gelungen. Auf Initiative von SPÖ-Justizsprecherin Selma Yildirim wurde im Nationalrat einstimmig ein Antrag auf eine stärkere Einbeziehung von Gewaltschutz in die Ausbildung von RichterInnen beschlossen. So wurden in der Vergangenheit viel zu selten Anti-Gewalttrainings durchgeführt, obwohl sich diese als sehr hilfreich erwiesen haben. ****

Die Gewalt ist in der Krise dramatisch gestiegen. Laut Kriminalstatistik gab es im Jahr 2020 11.652 ausgesprochene Betretungs- und Annäherungsverbote. Die Zahl der weggewiesenen Gefährder ist von 8.254 im Jahr 2019 auf 9.689 im Jahr 2020 gestiegen. Durch die soziale Krise droht eine weitere Verschärfung der Situation.

„Bitte warten wir nicht länger, sondern bauen wir die Frauenberatungsstellen und Hilfseinrichtungen in Österreich massiv aus. Dazu haben wir uns auch mit der Unterzeichnung der Istanbul-Konvention verpflichtet. Wer Hilfe braucht, muss diese rasch bekommen. Lange Wartezeiten sind gefährlich. Der Schutz von Frauen muss endlich oberste Priorität haben“, so Heinisch-Hosek. (Schluss) bj

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