- 22.04.2021, 12:39:46
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ORF unterstützt BBC-50:50-Challenge und lässt mehr Expertinnen zu Wort kommen
Nach einem halben Jahr bereits 45 Prozent Frauenanteil bei den teilnehmenden Sendungen
Utl.: Nach einem halben Jahr bereits 45 Prozent Frauenanteil bei den
teilnehmenden Sendungen =
Wien (OTS) - Die BBC startete vor vier Jahren eine Challenge, an der
sich mittlerweile mehr als 50 Medienhäuser weltweit beteiligen,
darunter der ORF. Der Frauenanteil in Sendungen – das betrifft vor
allem die Präsenz von Expertinnen in Interviews, Diskussionen etc. –
soll weiter gesteigert werden, bis 50:50 erreicht ist. Im ORF läuft
die 50:50-Challenge seit Oktober 2020. Mittlerweile liegt der
Frauenanteil bei 45 Prozent bei den insgesamt 90 Sendungsteams, die
mit an Bord sind.
ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz unterstützt die Initiative:
„Gleichstellung gilt als unverzichtbarer Erfolgsfaktor für alle
Unternehmen. Besonders für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in
ganz Europa ist ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis von großer
Bedeutung, wenn nicht sogar eine Verpflichtung. Schließlich ist die
Hälfte unseres Publikums weiblich, und Frauen sollen sich genauso wie
Männer mit unseren Programmen identifizieren.“
Katia Rössner, ORF-Gleichstellungsbeauftragte, freut sich über den
Erfolg: „Das Interesse der Redaktionen an der 50:50-Challenge ist
groß. Mehr als 3.500 einzelne Sendungen wurden in den letzten sechs
Monaten ausgewertet. Mehr als die Hälfte davon hat das Ziel 50:50 im
März bereits erreicht, bei den übrigen gibt es noch Aufholbedarf,
eben bei Expertinnen.“
Waltraud Langer, Chefredakteurin der TV-Hauptabteilung Magazine und
Servicesendungen, war von Beginn an dabei, denn: „Die Challenge
unterstützt, was selbstverständlich sein sollte: Die ungezählten
kompetenten Frauen in diesem Land sichtbar zu machen“. Die Initiative
habe viel ausgelöst, „denn in den Redaktionen wird seit Beginn der
Challenge viel intensiver über den Frauenanteil in den Beiträgen
diskutiert“.
Die 50:50-Challenge ist eine Initiative der BBC. Die Teilnahme ist
freiwillig. In den beteiligten Medienunternehmen prüfen die
teilnehmenden Sendungsteams den Geschlechter-Anteil jedes Formats: Es
wird kontinuierlich ausgewertet und festgehalten, wie viele Frauen
und Männer in den Sendungen vertreten sind. Im besten Fall wird das
Geschlechterverhältnis bereits während der Sendungsplanung
mitgedacht.
Bei gleicher Qualifikation von Experte und Expertin fällt die
Entscheidung für eine Frau. Aber in jedem Fall müssen die Teams eine
qualifizierte Person für alle Beiträge wählen, unabhängig davon, wie
sich die Wahl auf das Geschlechterverhältnis auswirkt.
Journalistische Qualität bleibt in jedem Fall das oberste Prinzip.
Zudem werden nur jene Personen bei der Zählung berücksichtigt, die
von den Redaktionen frei gewählt werden können.
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