- 19.04.2021, 11:25:42
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Premiere für ORF/3sat-Dokumentation „Männlich, Weiblich, Trans* – Was heißt schon Geschlecht?“ am 21. April um 20.15 Uhr in 3sat
Wien (OTS) - Unter Jugendlichen ist die Zahl von Mädchen, die sich
als Bursch fühlen, weit höher als umgekehrt. Viele wünschen sich eine
Hormonbehandlung vor der Pubertät. Wie schwierig der Weg der
Geschlechtsangleichung ist oder wie man bürokratische Hürden
überwindet, darüber berichten junge Transmenschen auf TikTok,
Instagram oder Youtube. Manche Beobachter*innen orten darin gar einen
Trend. Laut WHO sind Transmenschen nach wie vor eine besonders
verletzliche Gruppe. 3sat zeigt dazu am Mittwoch, dem 21. April 2021,
um 20.15 Uhr die neue ORF/3sat-Dokumentation „Männlich, Weiblich,
Trans* – Was heißt schon Geschlecht?“ von Constanze Grießler und
Franziska Mayr-Keber. Um 21.05 Uhr folgt „Gabrielle – kopfüber in ein
neues Leben“. Der „kreuz und quer“-Film von Bernadette Saint-Remi
zeigt vor allem die emotionale Seite der so folgenschweren
Entscheidung einer Geschlechtsumwandlung – und das Leben danach.
„Es waren früher nicht weniger Patient*innen, wir haben es nur nicht
gesehen. Jetzt wird es deutlicher. Und natürlich auch durch die
mediale Aufmerksamkeit, die das Ganze derzeit bekommt“, meint Mick
van Trotsenburg. Der Gynäkologe gilt als Pionier der
Transgendermedizin und leitete das „Transgender Kompetenzzentrum“ in
Amsterdam.
Heute kann die Pubertät mit einer Hormonbehandlung unterbrochen
werden, was eine spätere Geschlechtsangleichung erleichtert. Für
manche ist das eine große psychische Entlastung, aber es gibt auch
solche, die diesen irreversiblen Schritt bereuen. Und dann gibt es
viele, die sich dafür einsetzen, Geschlechtergrenzen als „Spektrum“
mit individuellen Schattierungen zu verstehen.
Der „Regenbogen“ hat mit Kerstin Ott einen prominenten Platz in der
Schlagerwelt gefunden. Diese sei eben nicht so konservativ, wie
manche vielleicht glauben, sagt Ott stolz über ihre Fangemeinde. Die
Sängerin ist offen lesbisch und verheiratet. Bei einer deutschen
TV-Show war ihre Tanzpartnerin eine Frau, sie selbst ist im Anzug
aufgetreten. Ist „Diversity“ als Vielfalt also im Mainstream
angekommen? Oder handelt es sich bloß um ein Etikett, mit dem sich
Firmen ihr Image aufpolieren? So gibt es bereits genderneutrale
Unterwäsche, ja selbst eine bekannte Sprudel-Limonade lässt sich zu
einer einmaligen Sonderedition mit Genderstern hinreißen.
„Firmen wissen, dass sie eine bestimmte Klientel hinter sich haben,
wenn sie sich jetzt als queerfreundlich geben. Das ist einfach
Opportunismus“, konstatiert Kabarettistin Lisa Eckhart. Die junge
Grazerin tritt radikal sexy vor ihr Publikum und verrät, dass sie
sich als Kind eine Zeitlang eher als Bursch gefühlt hat. Vorbild: der
faule Willy aus „Biene Maja“.
Danny hingegen hat sich schon immer als Mann gefühlt. Mit Einsetzen
der Menstruation und seinem Brustwachstum konnte er nicht sofort
handeln. Erst nach seiner Schulzeit hat er mit Testosteron begonnen.
Offen und mit Humor berichtet er auf TikTok und Instagram über seinen
Weg zum „richtigen“ Mann. Doch was ist schon ein richtiger Mann? Die
Frage beantwortet der Journalist und Moderator Malcolm Ohanwe, der
sich mit Identität und Rassismus sowie toxischer Männlichkeit
beschäftigt.
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