- 08.04.2021, 13:00:53
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Grüne OÖ: Schwarz Koza: Votum gegen Wolf: Satte Rechnung an MAN, Aufgabe für die Politik und Chance auf ein zukunftstaugliches Projekt
Im klaren Votum rächt sich auch die viel zu späte Einbindung der Belegschaft
Utl.: Im klaren Votum rächt sich auch die viel zu späte Einbindung
der Belegschaft =
Linz (OTS) - „Das Votum der Belegschaft ist sowohl eine satte
Rechnung als auch Aufgabe und Chance. Eine satte Rechnung auf die
Tische der MAN-Zentrale. Dort steht man nun vor den Scherben einer
Strategie, die alleine auf Wolf gesetzt und andere Optionen völlig
außer Acht gelassen hat. Die Aufgabe der Politik in Bund und Land ist
es, sich jetzt mit langfristigen Konzepten für den Standort endlich
effektiv ins Spiel zu bringen. So kann die Chance genutzt werden, ein
umfassend zukunftsfittes Projekt auf die Beine zu stellen. Das
Ergebnis nur zu beklatschen oder zu bedauern, ist keine Option. Jetzt
muss gehandelt werden, im Sinne der Beschäftigten und des Standorts“,
kommentiert die Wirtschaftssprecherin der Grünen OÖ, LAbg. Ulrike
Schwarz die klare Ablehnung des Übernahmeangebots von Sigfried Wolf
durch die MAN Belegschaft
Klar ist für Schwarz, dass sich nun die Politik mit allen zur
Verfügung stehenden Mitteln einschalten muss. „MAN wird bei seinem
Plan bleiben, das Werk zuzusperren. Bis Auslaufen der Frist müssen
die politischen VerantwortungsträgerInnen alle Möglichkeiten
ausloten, auf nachhaltiges Nachfolgeprojekt auf den Weg zu bringen
bzw. zu unterstützen. Denkbar sind Unternehmensbeteiligungen oder ein
Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit den Zulieferbetrieben. Es muss ein
Projekt sein, dass sich am notwendigen sozial-ökologischen
Wirtschaftswandel orientiert und damit auf neue Technologien und
E-Mobilität setzt. Nur das garantiert echte Zukunftsperspektiven,
sichere Arbeitsplätze und einen Gewinn für den Standort Steyr“,
betont Schwarz.
Im klaren Votum rächt sich auch die viel zu späte Einbindung der
Belegschaft. Der Grüne Arbeits- und Sozialsprecher im Parlament, NAbg
Markus Koza: „Eine Umstrukturierung auf dem Rücken der Mitarbeiter
mit hohen Lohnkürzungen und vielen Kündigungen geht sich nicht aus.
Die MitarbeiterInnen hätten ab den ersten Überlegungen einbezogen
werden und ihren Meinungen gehört werden müssen. Sie vor vollendete
Tatsachen zu stellen und sie darüber abstimmen zu lassen, geht sich
auch nicht aus. Das ist die Lehre aus diesem Fall. Wirtschaftlicher
Wandel wird nur Erfolg haben, wenn die MitarbeiterInnen dafür
gewonnen und auf diesem Weg mitgenommen werden.“
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