• 08.04.2021, 10:42:53
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„Pocahontas – Die wahre Geschichte“ in „Universum History“

Am 9. April um 23.05 Uhr in ORF 2

Utl.: Am 9. April um 23.05 Uhr in ORF 2 =

Wien (OTS) - Als abenteuerlustige Häuptlingstochter, die mit ihrer
Liebe zu einem Weißen zwei völlig unterschiedliche Kulturen von einer
friedlichen Koexistenz überzeugt, eroberte sie Kino-Leinwände und
Kinderzimmer. Als mutige Vermittlerin zwischen den Ureinwohnern und
den ersten britischen Siedlern in Amerika ist sie fest im
Gründungsmythos der Vereinigten Staaten verankert. Doch wer war
Pocahontas wirklich? Welche Rolle spielte sie im beginnenden 17.
Jahrhundert, als die Briten mit der Errichtung ihrer Kolonien in der
sogenannten „Neuen Welt“ begannen? Die „Universum
History“-Dokumentation „Pocahontas – Die wahre Geschichte“ von Molly
Hermann (deutsche Bearbeitung: Andrea Lehner) gibt am Freitag, dem 9.
April 2021, um 23.05 Uhr in ORF 2 Antwort.

In den USA ist Pocahontas eine der prominentesten Frauen der
amerikanischen Geschichte. Seit vier Jahrhunderten wird ihre
sagenumwobene Funktion im Kampf zweier Kulturen lange vor der
Gründung der Vereinigten Staaten von Generation zu Generation
weitergegeben. Und doch wissen nur wenige, was sich tatsächlich
hinter diesem Mythos verbirgt. Eine Indianerprinzessin, die als Kind
zur Diplomatin wird und ihr Leben dem Völkerverständnis und
gegenseitiger Toleranz widmet – so lässt sich ihre Leistung in
wenigen Worten zusammenfassen. Maler, Filmemacher und Schriftsteller
schufen daraus eine romantische Liebesgeschichte, die Pocahontas
weltweit zur berühmtesten indigenen Amerikanerin werden ließen.

Von Romantik und Ruhm war im realen Leben von Pocahontas allerdings
nichts zu bemerken. Gewalt, Misstrauen und Vorurteile prägten ihren
Alltag, aber auch ein Leben in Freiheit und im Einklang mit der
Natur. Als sie etwa zehn Jahre alt war, landeten die ersten
britischen Siedler im Stammesgebiet der Powhatan in Virginia. Als
Tochter des mächtigen Ober-Häuptlings kam sie mit dem Anführer der
Kolonialisten John Smith in Kontakt. Seinen Aufzeichnungen zufolge
rettete sie ihm das Leben, als ihm „die Indianer die Hirnhäute
herausschlagen wollten“.

Was danach folgte, hat ein Team der US-Produktionsfirma The Biscuit
Factory penibel recherchiert. Herausgekommen ist eine spannende
Geschichte, die von den Ureinwohnern Amerikas über die Besiedelung
durch Europäer bis zur Gründung der Vereinigten Staaten und den
heutigen Nachfahren von Pocahontas’ Stamm Powhatan reicht.
Ureinwohner, die man für längst ausgestorben hielt, haben sich in
ihrem ursprünglichen Siedlungsgebiet in Virginia im Lauf der
Jahrhunderte den Erfordernissen der modernen Welt angepasst. Erst
2016 wurden die Pamunkey als tatsächliche Nachkommen der Powhatan
bundesstaatlich anerkannt.

Als Symbol für Freiheit und Demokratie zieren Abbildungen von
Pocahontas die Rotunde des Kapitols, direkt unter dem Gemälde von
George Washington. Gedreht wurde an Originalschauplätzen in Jamestown
(Virginia), in spannenden Interviews erzählen Expertinnen und
Experten sowie Nachfahren von Pocahontas, was sich damals wirklich
zugetragen hat und wie sich die Realität der Jahre 1607 bis 1617 von
der romantisierten Dramaturgie der Filme unterscheidet. Pocahontas
starb 1617 im Alter von nur etwa 22 Jahren südlich von London.

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