Ernst-Dziedzic fordert aktiven Einsatz für Freilassung österreichischer Geiselhäftlinge

Grüne zu Verhandlungen USA-Iran über Atomabkommen in Wien

Wien (OTS) - „Dass der Iran österreichische Staatsbürger unter fadenscheinigen Gründen im berüchtigten Evin-Foltergefängnis gefangen hält, ist nicht nur eine menschliche Katastrophe, sondern auch eine diplomatische Provokation. Die heute in Wien stattfindenden Verhandlungen über die Rettung des Atomabkommens mit dem Mullah-Regime sind daher eine gute Gelegenheit, um auf die Freilassung von Dr. Massud Mossaheb und Kamran Ghaderi zu bestehen“, sagt die Grüne Außenpolitik- und Menschenrechtssprecherin Ewa Ernst-Dziedzic im Vorfeld des Treffens: „Ich unterstütze die in Wien lebenden Familien der politischen Geiseln in ihrer Forderung, dass das Außenministerium sich offensiv und unmissverständlich für die Freilassung seiner österreichischen Staatsbürger einsetzen muss. Die beiden Inhaftierten werden seit Jahren zu Unrecht im Iran festgehalten.“ Es zeichne sich schon länger ab, dass hier die „Stille Diplomatie“ versagt habe, so Ernst-Dziedzic. Jetzt hätten wir die Pflicht, klare Bedingungen an den Iran zu stellen und die Freilassung der beiden Österreicher als Priorität zu forcieren.

Der Iran missachte permanent internationale Spielregeln, so die Abgeordnete weiter. Dabei habe das Regime mehr als einmal deutlich gemacht, dass es kein verlässlicher Partner sei, wenn es um Menschenrechte geht. „Es kann nicht sein, dass österreichische Staatsbürger im Iran in einem unfairen Prozess verurteilt und unter folterähnlichen Bedingungen festgehalten werden, ohne dass dies Auswirkungen auf die diplomatischen Beziehungen hätte. Aus Grüner Sicht müssen wirtschaftliche Beziehungen mit dem Iran konsequent an die Achtung menschenrechtlicher Standards geknüpft werden“, fordert Ernst-Dziedzic.

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