Geschlechtergerechtigkeit und Inklusion: Filmwirtschaft unterstützt Petition „No Change without Change“

WKÖ-Dumreicher-Ivanceanu und Wohlgenannt: Initiative zur Einführung einer Geschlechterquote in der Bundesfilmförderung rasch umsetzen

Wien (OTS) - Das Bundesministerium Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport und das Österreichische Filminstitut können mit der Einführung einer Geschlechterquote in der Filmförderung des Bundes in Zukunft bedeutend zu Geschlechtergerechtigkeit und Transparenz in der Arbeitskultur und in den Beschäftigungsbedingungen der Filmbranche beitragen. Die von Filmschaffenden gestartete Initiative „No Change without Change“ wird vom Fachverband der Film- und Musikwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) ausdrücklich begrüßt.

„Gleichstellung und Diversität sind uns allen ein Anliegen. Bei der Umsetzung ist es wichtig, die Inhalte der Gleichstellungsinitiative, die Prioritäten der Kunstpolitik und die berechtigten Forderungen nach fairen und wirtschaftsorientierten Rahmenbedingungen miteinander zu verknüpfen“, betont Alexander Dumreicher-Ivanceanu, Obmann des Fachverbands der Film- und Musikwirtschaft: „Wir haben Aufholbedarf bei Gendergerechtigkeit und Inklusion. Die Politik, die Filmwirtschaft und die Filmförderung auf Bundesebene können mit einem innovativen und fortschrittlichen Paket entscheidend zu Gleichstellung und Chancengleichheit beitragen. In der von Filmschaffenden gestarteten Petition ‚No Change without Change‘ sind dazu zukunftsweisende Maßnahmen und nachhaltige Kriterien enthalten."

Fachverband der Film- und Musikwirtschaft tritt der Petition bei

„Wir setzen uns als moderne gesetzliche Interessenvertretung das Ziel, Gleichstellung und Diversität auf allen Ebenen der Branche und in den eigenen Gremien intern zu fördern. Als erste Maßnahme hat der Bundesverband, der österreichweit rund 6.000 Unternehmerinnen und Unternehmer mit mehr als 15.000 Beschäftigten vertritt, beschlossen, der Petition ‚No Change without Change‘ beizutreten. Mit diesem Schritt setzen wir ein klares Zeichen für Geschlechtergerechtigkeit in der österreichischen Filmlandschaft“, so Claudia Wohlgenannt, Vorsitzende der Berufsgruppe Geschlechtergerechtigkeit und Inklusion im Fachverband der Film- und Musikwirtschaft.

Konkrete und flankierende Maßnahmen notwendig

„Es braucht begleitend dazu ein flankierendes Paket von Gleichstellungsmaßnahmen und zusätzliche konkrete Maßnahmen mit klaren Richtlinien und Vorgaben, damit die Umsetzung auch in der Praxis erfolgreich sein kann. Die Erhöhung des Anteils weiblicher Filmschaffender in der Branche ist unumstritten. Entscheidend ist, dass sich die entsprechende Richtlinienänderung in der Filmförderung des Bundes auf eine einwandfreie Rechtsgrundlage stützen kann“, so Dumreicher-Ivanceanu.

„Wir unterstützen auch die in der Petition enthaltene Forderung nach einem solidarischen Arbeitsumfeld, die zu mehr Diversität führen wird. Die Vereinbarkeit von Beruf und Betreuungspflichten bei Filmschaffenden ist für uns ebenfalls ein vorrangiges Thema. Es geht mir darum, Schritte zu setzen, um die Verbesserung der Arbeits- und Lebensumstände von Frauen in allen Berufssparten der Filmbranche zu beschleunigen“, macht Wohlgenannt deutlich.

Petition als Zugpferd für Geschlechtergerechtigkeit

„Wir treten aktiv für Gleichstellung, Dialog und Transparenz in der Arbeitskultur und den Arbeitsbedingungen in der Filmbranche ein und sehen es als zentrale Aufgabe, diese Fragen und die damit verbundenen Herausforderungen in unserer Branche zu thematisieren und Strategien zur Verbesserung zu erarbeiten und zu unterstützen“, so Dumreicher-Ivanceanu und Wohlgenannt abschließend. (PWK149/HSP)

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