- 25.03.2021, 10:00:31
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„Akte Wiederaufbau – Das Drama um St. Stephan“: ORF-III-Dokupremiere am Ostermontag
Fortsetzung der bisher siebenteiligen TV-Reihe über das Wiener Wahrzeichen
Utl.: Fortsetzung der bisher siebenteiligen TV-Reihe über das Wiener
Wahrzeichen =
Wien (OTS) - Heute gilt der Wiener Stephansdom ganz
selbstverständlich als eines der bedeutendsten Wahrzeichen
Österreichs. Doch wie leicht hätte es anders kommen können? Damit
befasst sich ein neuer, bereits achter Teil der
ORF-III-Dokumentarreihe rund um den „Steffl“, der am Ostermontag, dem
5. April 2021, um 20.15 Uhr Premiere feiert. Der Film zeigt, dass der
Wiederaufbau nach der Zerstörung im April 1945 keineswegs eine
Selbstverständlichkeit war: Die gotische Statik war durch das Fehlen
des abgebrannten Dachstuhls schwer aus dem Gleichgewicht. Ein halbes
Jahr lang kämpfte der Bautrupp gegen den fortschreitenden Einsturz
des Doms: Die beschädigten Innenpfeiler hielten dem Druck kaum mehr
Stand und der Bauschutt im Kirchenschiff drohte in die Katakomben
durchzubrechen. Beides hätte den Dom irreparabel beschädigen können.
Außerdem hielt man es zunächst für ungebührlich, angesichts der
vielen ausgebombten Wohnhäuser, ausgerechnet eine Kirche neu
aufzubauen. Und zuletzt ging dem Dom das Geld aus. Nicht viel hätte
gefehlt, und der Stephansdom wäre nicht wieder aufgebaut worden.
Hätte der Dom so geendet wie die Dresdner Frauenkirche, die ein
halbes Jahrhundert lang als Ruine ein Mahnmal gegen den Krieg
darstellte? In der ORF-III-Neuproduktion „Akte Wiederaufbau – Das
Drama um St. Stephan“ begibt sich Dombaumeister Wolfgang Zehetner auf
die Spuren der Ereignisse. Mit ihm gemeinsam zeigen die beiden
Regisseure Manfred Corrine und Wolfgang Niedermair, wie steinig der
Weg zum neu errichteten Stephansdom wirklich war. Der Film ist eine
Koproduktion von ORF III Kultur und Information und embfilm,
gefördert von Filmfonds Wien, VAM und dem Land Tirol in
Zusammenarbeit mit „Unser Stephansdom“ – Verein zur Erhaltung des
Stephansdoms.
Ludwig: „‘Steffl‘ als Symbol für die Geschichte und Identität Wiens“
Bürgermeister Dr. Michael Ludwig: „Der Stephansdom ist ein
Wahrzeichen unserer Stadt und ganz Österreichs. Für die Wienerinnen
und Wiener markiert er freilich nicht nur den historischen
Mittelpunkt der Stadt, sondern ‚der Steffl‘ ist auch ein besonderes
Symbol für die Geschichte und Identität Wiens. Für Generationen von
Gläubigen ist und war der Stephansdom Ort der spirituellen Einkehr
und Besinnung, in seinen Mauern haben sie Glaube und Hoffnung, Trost
und Ruhe gefunden. Unsere Aufgabe ist es, auch den kommenden
Generationen dies zu ermöglichen. Darum treten wir gemeinsam mit
vollem Engagement für den Erhalt unseres ,Steffls‘ ein.“
Wrabetz: Doku „ein weiteres wichtiges Stück österreichischer
Zeitgeschichte“
ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: „Zum bereits achten Mal
erkundet ORF III in seiner Dokureihe über den Wiener ‚Steffl‘ neue
Aspekte des Wahrzeichens und rückt so dessen Bedeutung als
identitätsstiftendes Kulturgut in den Mittelpunkt. Nach den ersten
sieben Filmen – über Geschichte und Symbolik des Stephansdoms, seine
berühmte Glocke: die Pummerin, über die zahlreichen Mysterien des
Bauwerks, seine Bedeutung für die Habsburger, die Anfänge des
Gotteshauses in der Zeit der Babenberger, über die Brandkatastrophe
im April 1945 und die Instandsetzung der Riesenorgel – widmet sich
die jüngste Produktion einem weiteren bedeutenden Kapitel des
Wiederaufbaus“, sagt ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz. „Seit
Beginn der Corona-Krise hat der ORF sein mediales Religionsangebot
verstärkt, um dem gesteigerten Bedürfnis der Menschen nach religiöser
Erbauung und Ermutigung gerecht zu werden. Dazu zählen neben
wöchentlichen Übertragungen von Gottesdiensten auch
Programmschwerpunkte wie jener zu Ostern, der u. a. Neuproduktionen
wie diesen Stephansdom-Film präsentiert. Ein weiteres wichtiges Stück
österreichischer Zeitgeschichte“, so Wrabetz.
Geyer: „Faszinierende Geschichte des Wiederaufbaus“
Obmann des Vereins „Unser Stephansdom“, Dr. Günter Geyer: „Die
Zerstörung des Stephansdoms in den letzten Tagen des Zweiten
Weltkriegs hat Österreich wortwörtlich mitten ins Herz getroffen.
Aber nicht nur die Brandkatastrophe an sich, sondern vielmehr die
faszinierende Geschichte seines Wiederaufbaus hat den Stephansdom
schließlich zum identitätsstiftenden Symbol eines ganzen Landes
gemacht. Vor diesem Hintergrund freue ich mich besonders auf die neue
ORF-III-Dokumentation, die den vorangegangenen großartigen
Produktionen um nichts nachstehen wird – davon bin ich überzeugt.“
Der sechsteilige Themenabend im Detail
Die TV-Premiere der Neuproduktion „Akte Wiederaufbau – Das Drama um
St. Stephan“ erfolgt am Ostermontag, dem 5. April, im Rahmen eines
Themenabends rund um Mythen und sakrale Bauten und ist Teil eines
umfassenden ORF-III-Osterschwerpunkts. Den Themenabend am Ostermontag
eröffnen bereits um 20.05 Uhr „Gedanken zum Stephansdom“ prominenter
Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft, die ihre Eindrücke zum
Wiener Wahrzeichnen schildern. Anschließend an die TV-Premiere von
„Akte Wiederaufbau – Das Drama um St. Stephan“ (20.15 Uhr) blickt der
„ORF III Themenmontag“ ein weiteres Mal auf die bewegte Historie des
Doms zurück. In der Produktion „Brandakte Stephansdom –
Rekonstruktion einer Katastrophe“ (21.05 Uhr) dokumentiert Regisseur
Manfred Corrine die Verkettung jener widrigen Umstände, die in der
Nacht vom 11. auf den 12. April 1945 zur beinahe völligen Zerstörung
des Bauwerks beitrugen. Die anschließenden Dokus „Die Geheimnisse des
Alten Rom“ (21.55 Uhr) und „Wo Löwen Aufzug fahren: Das Kolosseum in
Rom“ (22.55 Uhr) befassen sich mit der Geschichte des alten Rom.
Abschließend widmet sich der Film „Die heilige Lanze –
Schicksalsspeer der Mächtigen“ (0.20 Uhr) dem bis heute andauernden
Mythos, der das älteste Stück der Reichskleinodien der Könige und
Kaiser des Heiligen Römischen Reiches umgibt.
Nähere Details zum ORF-III-Osterprogramm sind unter presse.ORF.at
abrufbar.
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