• 24.03.2021, 20:00:01
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Technologie-Offenheit statt Enddatum für Verbrennungsmotoren

Offener Brief von Leit-Unternehmen, Kammern, Wissenschaft und Mobilitätsclubs an Bundeskanzler Kurz

Utl.: Offener Brief von Leit-Unternehmen, Kammern, Wissenschaft und
Mobilitätsclubs an Bundeskanzler Kurz =

Wien (OTS) - In einem offenen Brief fordern namhafte Unternehmen,
Organisationen sowie Einzelpersonen von Bundeskanzler Sebastian Kurz,
dem von Klimaministerin Leonore Gewessler auf EU-Ebene forcierten
Zulassungsverbot für Verbrennungsmotoren entschieden
entgegenzutreten. Der Bundeskanzler wird weiters dazu aufgerufen,
sich in Brüssel für nachhaltig erzeugte erneuerbare Kraftstoffe und
die Beurteilung der Klimafreundlichkeit anhand einer umfassenden
Lebenszyklus-Analyse einzusetzen.

Technologie-Verbot gefährdet Erreichen der Klimaziele

Die Unterzeichner argumentieren, dass ein Verbrennungsmotor, der mit
nachhaltig erzeugten biogenen Kraftstoffen oder sogenannten e-Fuels
betrieben wird, ebenso CO2-neutral ist wie ein Elektromotor. Ein
Technologie-Verbot würde hingegen ein Erreichen der ambitionierten
CO2-Ziele gefährden, weil diese allein durch den Austausch der
Bestandsflotte durch E-Fahrzeuge nicht zu erreichen sind. Darüber
hinaus würde ein solches Verbot Innovationen und wirtschaftliche
Entwicklungen hemmen und somit massiv Arbeitsplätze sowie heimische
Wertschöpfung gefährden. Außerdem würde ein Verbrenner-Verbot bei
fast fünf Millionen Autobesitzern zu frühzeitigen Wertverlusten
führen, soziale Ungleichheit verstärken und zu Mobilitätsarmut
führen.

Klima-Ziele nur durch Ausschöpfen aller Möglichkeiten
erreichbar

Die unterzeichnenden Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen
bekennen sich klar zum Ziel der CO2-Neutralität. Sie sind jedoch der
Überzeugung, dass sich die herausfordernden Klima-Ziele im Bereich
der Mobilität nur durch Ausschöpfen aller Möglichkeiten erreichen
lassen. Dazu zählen erneuerbare Kraftstoffe ebenso wie die
Elektromobilität – aber auch ein attraktiverer öffentlicher Verkehr
und aktive Mobilität wie Gehen und Radfahren.

Große Breite an Unterzeichnern

Der offene Brief an den Bundeskanzler wurde von Agrana, dem ARBÖ,
AVL, Bosch, KTM, der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, Magna,
Miba, Münzer Bioindustrie, dem ÖAMTC, dem Arbeitskreis der
Österreichischen Automobilimporteure, Rotax sowie KR Ing. Siegfried
Wolf, Univ.-Prof. Dr. DI Bernhard Geringer, Univ.-Prof. Dr. DI Helmut
Eichlseder, Univ.-Prof. Dr. Christian Helmenstein sowie den Obleuten
der Bundessparten Transport und Verkehr sowie Handel der
Wirtschaftskammer Österreich unterzeichnet und ist im vollen Wortlaut
auf www.oeamtc.at/offenerbrief nachzulesen.

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