• 23.03.2021, 11:43:48
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ÖAMTC-Osterreiseprognose: Kaum Reiseverkehr, begrenzte Routenauswahl, Vielzahl an Auflagen, Ausflugsverkehr

ÖAMTC-Appell: Miteinander im Osterverkehr gefragt

Utl.: ÖAMTC-Appell: Miteinander im Osterverkehr gefragt =

Wien (OTS) - „Der Reiseverkehr aus Bayern wird heuer ausfallen“,
prognostizieren die ÖAMTC-Mobilitätsinformationen. „Nach
Einschätzungen der Kollegen vom ADAC-Südbayern wird nur eine
überschaubare Anzahl bayerischer Urlauber die 14-tägigen Osterferien
im Ausland verbringen. Die Rückreisebestimmungen sind derzeit selbst
für einen Ausflug nach Österreich zu streng.“ Nur wenige Leute mit
familiären Wurzeln in den Balkanstaaten werden Richtung Süden
aufbrechen. Für sie ist die Routenauswahl aber durch strenge
Grenzregelungen, vor allem seitens Sloweniens, eingeschränkt. Es
stehen für den allgemeinen Verkehr nur fünf Grenzstellen zu Slowenien
offen. Wegen zeitraubender Grenzkontrollen ist dort trotz wenig
Verkehr mit Verzögerungen zu rechnen. „Der Transit durch Slowenien
selbst ist ohne Test-Auflagen erlaubt, darf aber höchstens sechs
Stunden dauern,“ so der ÖAMTC. Richtung Süden sind demzufolge am
Walserberg (A8/A1), vor Nickelsorf (A4), vor dem Karawankentunnel
(A11) und dem Loibltunnel (B91) und vor Spielfeld (A9) Staus
vorhersehbar. Auf der Tauern Autobahn (A10) ist vor dem Reittunnel,
der wegen Sanierungsarbeiten nur einspurig je Richtung befahrbar ist,
mit Blockabfertigung zu rechnen. Mit denselben Staupunkten kann man
dann an den folgenden Wochenenden in Richtung Norden rechnen. Das
untergeordnete Straßennetz wird vor allem rund um die Seengebiete
belastet sein.

Transit über das „Deutsche Eck“

„Fahrten nach Tirol, etwa Verwandtschaftsbesuche, sind über das
„Deutsche Eck“ ohne Auflagen möglich. Schwieriger wird es, aus Tirol
wieder heraus zu kommen,“ informieren die
ÖAMTC-Mobilitätsinformationen. Die Einstufung Tirols als
Virusvariantengebiet von Seiten Deutschlands wurde vorerst bis
Mittwoch, 31.März, verlängert. Die Durchfahrt aus Tirol kommend ist
also nicht gestattet. Ob diese Verordnung dann am Mittwoch vor dem
Osterwochenende wirklich fällt oder verlängert wird, ist nicht
vorhersehbar. Beim ADAC-Südbayern rechnet man eher mit einer
Verschärfung der Verordnungen, weil die Zahl der positiv Getesteten
vor allem in den bayrischen Grenzgebieten steigt. „Eine
innerösterreichische Alternative wäre über St.Johann in Tirol (B178)
- Saalfelden (B164) – Zell am See (B311) – St.Johann im Pongau
-Bischofshofen (A10) gegeben. Auf der Ausweichstrecke muss man mit
einer guten Stunde längerer Fahrzeit rechnen. Man sollte diese
Ausweichroute im Kopf behalten, schon um den Grenzstaus zu entgehen,
falls die Virusvarianten-Maßnahmen fallen,“ so der ÖAMTC.

Unsichere Lage im internationalen Reiseverkehr

„Nach wie vor gelten Reisewarnungen. Wer unbedingt fahren muss, soll
das nur unter aller gebotenen Vorsicht tun. Weil sich Regelungen im
Grenzverkehr sehr schnell ändern können und es außerdem immer wieder
zu regional begrenzten Verordnungen kommt, ist es wichtig, sich über
die aktuelle Lage zu informieren,“ vervollständigt Erika Dworak,
Leiterin der ÖAMTC-Touristik, die Verkehrsinformationen für Ostern.
Zwischenstaatliche Regelungen, die über Ostern halten sollten, sind
folgende.

In Italien gelten bis 6.April strenge Einreise- und Quarantäneregeln.
Auch wer einen negativen CoV-Test mitführt, muss sich in Italien
abermals testen lassen und muss in Quarantäne.

Sloweniens Grenzstellen sind in zwei Kategorien unterteilt. Nur fünf
davon (Karawankentunnel, Loibltunnel, Spielfeld, Bad Radkersburg und
Sicheldorf) sind überhaupt für jedermann passierbar. Bei der Einreise
nach Slowenien benötigt man einen negativen CoV-Test. Die Durchreise
ist gestattet, wenn sie nicht länger als sechs Stunden dauert.

Kroatien verlangt bei der Einreise einen negativen CoV-Test.

In sämtlichen Nachbarländern gelten vor Ort strenge Corona-Maßnahmen
und touristisches Reisen ist nicht möglich, in Tschechien und Ungarn
beispielsweise sogar verboten.

„Das sind nur die wichtigsten Eckpunkte. Die Informationen zu den
einzelnen Ländern sind wesentlich detaillierter und umfangreicher.
Darüber hinaus muss man die Einreisevorschriften beachten, die
gelten, wenn man wieder nach Österreich einreist. Konkret negativer
CoV-Test, Registrierung und Quarantäne. All diese Informationen
stehen in unserem Coronavirus-Urlaubsservice unter
www.oeamtc.at/urlaubsservice zur Verfügung,“ so Erika Dworak
abschließend.

ÖAMTC-Appell: Miteinander im Osterverkehr gefragt

Angesichts der guten Wetteraussichten für Ostern appelliert der ÖAMTC
für ein rücksichtsvolles Miteinander im Ausflugsverkehr. Wie die
Verkehrsunfallstatistik des Vorjahres zeigt, ist im Bereich des
zweirädrigen Verkehrs Handlungsbedarf. „Entgegen dem Trend der
(teilweise stark) fallenden Anzahl an Verkehrstoten sind im Bereich
der Moped- und Motorradfahrenden die Zahlen eher stagniert, die der
Radfahrenden sogar gestiegen. Letzteres vor allem durch die steigende
Nutzung von E-Bikes,“ erläutert ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nose.
Da infrastrukturelle Maßnahmen, wie die bauliche Trennung der
Verkehrsteilnehmer, nicht von heute auf morgen umgesetzt werden
können, gilt es jetzt besondere Rücksicht zu üben, besonders von
Seiten der Autofahrer.

AVISO an die Redaktionen: Eine Staugrafik finden Sie unter:
https://www.oeamtc.at/Ostern_2021.png/43.392.496

Alle Verkehrsinformationen unter www.oeamtc.at/verkehrsservice
Coronavirus-Reiseinfos unter https://www.oeamtc.at/urlaubsservice

(Schluss)
Alfred Obermayr

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