• 15.03.2021, 10:59:13
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Finale des „Universum“-Dreiteilers „Brahmaputra – Der große Fluss vom Himalaya“: „Bangladesch – Von der Tiefebene zum Ozean“

Am 16. März um 20.15 Uhr in ORF 2

Utl.: Am 16. März um 20.15 Uhr in ORF 2 =

Wien (OTS) - Der dritte, von Heinz Leger gestaltete Teil des
spektakulären „Universum“-Dreiteilers „Brahmaputra – Der große Fluss
vom Himalaya“ führt am Dienstag, dem 16. März 2021, um 20.15 Uhr in
ORF 2 von Indiens magischem Kaziranga-Nationalpark nach „Bangladesch
– Von der Tiefebene zum Ozean“. Mit dem bildgewaltigen Dreiteiler von
Klaus Feichtenberger, Jeremy Hogarth und Heinz Leger über den „Großen
Fluss vom Himalaya“ – einer gemeinsamen Produktion des ORF mit dem
chinesischen Staatssender CCTV – begibt sich „Universum“ auf eine
faszinierende Reise nach Tibet, Indien und Bangladesch – von
gefrorenen Wüsten zu tropisch heißen Regenwäldern, vom Dach der Welt
bis zu den ausgedehnten Sümpfen der Sundarbans. Der
Brahmaputra-Dreiteiler entstand als Koproduktion von ORF, CCTV10,
CITVC, ARTE France, ZDF, ORF-Enterprise, pre tv, dreiD.at und EOS
Film.

In der Tiefebene von Assam nährt der Brahmaputra ein Gebiet von
stiller Schönheit und schier unerschöpflichem Reichtum: Indiens
magischen Kaziranga-Nationalpark. Hier erinnert die Natur in ihrer
Ursprünglichkeit und Vielfalt an längst vergangene Zeiten. Es ist
eine Welt, die den Intervallen des Monsuns unterworfen ist – und das
betrifft auch den mächtigen Brahmaputra. In den trockenen Perioden
bildet der Fluss Inseln, die kleinen Flussläufe verlieren sich in den
Weiten der Landschaft. Zu Regenzeiten ist alles anders: Ganze
Regionen verschwinden für mehrere Wochen im Wasser. Ständig ändert
der Fluss seinen Lauf. Die Menschen leben vom Reisanbau. Doch die
Arbeit in den Reisfeldern ist nicht ungefährlich: Giftige Kobras und
malariaverseuchte Moskitos bevölkern die feuchten Böden, aber auch
Nützlinge wie die winzigen Reiskärpflinge und die stattlichen
Apfelschnecken. Sie ernähren die seltenen Klaffschnäbel. Die
kräftigen Schnäbel dieser Storchenart knacken die Gehäuse der großen
Süßwasserschnecken aus den Reisfeldern mit Leichtigkeit.

Bangladesch: Das Land ist auf Sand gebaut. Sand, den der Brahmaputra,
der hier Jamuna heißt, aus dem Himalaya gebracht hat. Mehr als 100
Kilometer dringt das Salzwasser bei Flut ins Schwemmland vor. Im
Schlick aus dem Himalaya jagen einander hier Krokodile und
Bindenwarane, während Winkerkrabben wertvolle Nährstoffe aus dem Sand
sieben: Die Sundarbans sind die größten Mangrovenwälder der Erde und
bieten auch seltenen Schildkrötenarten einen sicheren Lebensraum. Das
gigantische Mündungsdelta des Brahmaputra sucht weltweit
seinesgleichen. Der große Fluss aus dem Himalaya hat sich längst mit
dem Ganges und dem Meghna vereint und entlädt die nährstoffreichen
Gaben vom Dach der Welt in die Tiefen des Indischen Ozeans.
Lebensspender auch hier, mehr als 3.000 Kilometer von seinem Ursprung
entfernt.

Regisseur Heinz Leger über einen ganz besonderen „Universum“-Tag

„Vor Sonnenaufgang in den Nationalpark, hoffen, dass sich die Sonne
an diesem Morgen durch den zähen Nebel kämpfen wird, wir am richtigen
Ort stehen und die Tiere sich von unserer Anwesenheit nicht
abschrecken lassen. Am nächsten Tag wieder und wieder … Eines Morgens
dann aber dieser magische Moment: Wir sind zur richtigen Zeit am
richtigen Ort, wie ein goldener Schleier liegt das Morgenlicht über
dem Fluss, eine Herde wilder Wasserbüffel zieht gemächlich vorbei und
trotz aller Repellents machen sich die Moskitos über uns her. Stoisch
schwenkt Kameramann Harald Mittermüller mit dem Panzernashorn, das
majestätisch den in der Sonne glänzenden Altarm durchschreitet. Ich
stehe daneben. Mein Herz schlägt schneller, ich weiß, wir drehen in
Zeitlupe, das goldene Licht und der weiße Kuhreiher auf dem Rücken
des Nashorns, das sind genau die Bilder, mit denen wir unser Publikum
verzaubern. Doch dann schlägt mein Herz noch viel schneller, Harald
blickt durch den Sucher und ist in einer völlig anderen Welt, doch
ich habe bemerkt, dass das Panzernashorn auch uns bemerkt hat.
Plötzlich setzen sich dreieineinhalb Tonnen schlechter Laune in
Bewegung. Unser Guide ruft ,Move, move, move!‘ und feuert einen
Warnschuss in die Luft. Harald reißt die Kamera vom Stativ, Assistent
Ingemar wirft es in den Laderaum des Jeeps, wir springen in die Autos
und schlittern über den morastigen Fahrweg davon.“

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