• 11.03.2021, 09:36:18
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AK 2: Dubiose Kryptoplattformen – das sollten Sie wissen!

Wien (OTS) - Immer wieder sitzen KonsumentInnen betrügerischen
Investmentplattformen auf – vor allem, wenn es um Krypto-Assts geht.
Sie versprechen Gewinne, tatsächlich werden KonsumentInnen nur
abgezockt. Die AK gibt Tipps, wann bei Investmentplattformen die
Alarmglocken läuten sollten.

Drei Warnsignale bei Investment-Plattformen – dann lassen Sie
besser die Finger davon:
+ Website mit Schwächen: Viele Webseiten schauen sehr professionell
und ansprechend aus. Nicht täuschen lassen und auf wichtige Punkte
achten: Gibt es ein Impressum oder bei fremdsprachigen Webseiten eine
„Legal Information“, also rechtliche Angaben zur Plattform? Gibt es
allgemeine Vertragsbedingungen? Eine Whois-Abfrage der Domain, etwa
auf https://www.whois.com/whois/, kann helfen, fragwürdige
AnbieterInnen zu entlarven. Das dann, wenn ein Anonymisierungsdienst,
der keine Rückschlüsse auf die Domain-InhaberInnen zulässt, die
Adresse registriert hat.

+ Achtung bei Sitz in Übersee oder unklarem Firmensitz: Schauen Sie
auf der Krypto-Website genau nach, ob es eine Aufsicht, also einen
Hinweis auf die Zuständigkeit einer Finanzaufsichtsbehörde gibt. Wo
ist der Gerichtsstand und welches Recht gilt? Gibt es
Firmenbuchnummern? Finden Sie keine Angaben dazu, dann Finger weg!

+ Niedrig einsteigen, hoch rausfliegen: Vorsicht, wenn Sie mit
kleinen Einstiegsbeträgen geködert werden, die sofort einen Gewinn
erzielen. Das ist ein gängiges Muster von dubiosen Plattformen. Es
gilt: Appetit auf „mehr“ machen – also höhere Beträge einzahlen.
Lassen Sie sich auch nicht auf Angebote ein, bei Verlusten mehr Geld
einzuzahlen, um dann ein Plus ausbezahlt zu bekommen. Das ist ein
weiterer Trick der BetrügerInnen.

Unseriöse Investmentplattformen – darauf sollten Sie auch
achten:
+ Informationen sammeln: Bevor Sie investieren, suchen Sie nach Infos
im Web über die Plattform (etwa nach Warnungen von Aufsichtsbehörden,
KonsumentInnenschutzeinrichtungen, enttäuschten KundInnen). So
informiert die Finanzmarktaufsicht über Investorenwarnungen:
https://www.fma.gv.at/category/news/?cat=42

+ Ausstiegwunsch bleibt Wunsch: Sie möchten Ihren Gewinn ausbezahlt
haben und aussteigen. Doch stattdessen gibt es nur Drohungen,
Einschüchterungen, Beschwichtigungen!

+ Wechselnde AnruferInnen: Eine Masche von dubiosen Firmen lautet,
dass die Ansprechpersonen ständig wechseln. Das täuscht
professionelle Arbeitsteilung vor.

+ Unzählige Anrufe und Nachrichten: Sie werden mit einer Flut von
Anrufen, E-Mails oder Messenger-Nachrichten überschwemmt – aus diesem
Druck heraus resultieren folgenschwere Aktionen wie die Einzahlung
von Geld oder die Autorisierung von Abbuchungen von Ihrem Konto.

+ Plattform und „KundenbetreuerInnen“ auf Tauchstation: Dubiose
AnbieterInnen rühren sich plötzlich einfach nicht mehr – Anrufe und
E-Mails bleiben unbeantwortet.

+ Reingefallen – was tun? Achten Sie zuerst darauf, dass keine
Abbuchungen mehr von Ihrem Konto stattfinden können. Erstatten Sie
Anzeige und informieren Sie die FMA und RTR, damit sie verdächtige
Nummern sperren können.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKW

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