- 11.03.2021, 09:31:56
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AK: Achtung, Falle – Investieren in kryptisches Geld! 1
Kryptogeld wie Bitcoins & Co: KonsumentInnen berichten in AK KonsumentInnenberatung von unerwünschten Anrufen vermeintlicher FinanzberaterInnen und übertriebenen Gewinnversprechen
Utl.: Kryptogeld wie Bitcoins & Co: KonsumentInnen berichten in AK
KonsumentInnenberatung von unerwünschten Anrufen
vermeintlicher FinanzberaterInnen und übertriebenen
Gewinnversprechen =
Wien (OTS) - Bitcoin ist die bekannteste Kryptowährung und derzeit
hoch im Kurs. Vorsicht, warnt die AK. Immer wieder beschweren sich
KonsumentInnen in der AK Beratung über unerwünschte Anrufe und
besonders über übertriebene Gewinnversprechen von
Investmentplattformen – das sind Zeichen für nicht astreine
Plattformen. AK Konsumentenschützer Christian Prantner betont:
„Kryptoplattformen sind unseriös, wenn sie KonsumentInnen mit
unerwünschten Werbeanrufen – also ohne vorherige Einwilligung –
belästigen. Dieses Cold Calling ist in Österreich verboten.“
Kryptogeld, etwa Bitcoins, Ripple, Ethereum, ist ein rein
digitales Zahlungssystem für bargeldlose Transaktionen. In der AK
Wien KonsumentInnenberatung melden sich immer wieder KonsumentInnen
und beklagen sich über unerwünschte Anrufe von Investmentplattformen
– und das täglich. So auch Herr S.: Die vermeintlichen
MitarbeiterInnen der Investmentplattformen geben sich als
FinanzberaterInnen aus. Sie melden sich etwa als "Angelika Müller" –
auffallend war ihr starker Akzent und das offensichtliche schlechte
Deutsch. Sie behaupten, Herr S. hätte sich dort "angemeldet" und sie
würden ihn jetzt beraten wollen. Es geht um Fonds, aber auch um
Kryptowährungen. Herr S. hat diese Plattformen nie kontaktiert. Er
berichtete auch, dass die Anrufe immer von unterschiedlichen Nummern
kommen – einmal ist es eine österreichische Handynummer, einmal eine
deutsche Festnetznummer. Herr S. zählte insgesamt 13 unterschiedliche
Rufnummern.
Prantner: „Es ist ein Merkmal unseriöser Plattformen,
KonsumentInnen auf der Basis unerwünschter Telefonwerbung – also
Werbeanrufe ohne vorherige Einwilligung – kontaktieren. „Dieses Cold
Calling ist in Österreich laut Telekommunikationsgesetz verboten und
sieht hohe Geldstrafen vor.“
Die Betrugsmaschen werden immer ausgefeilter. So wird
beispielsweise in sozialen Medien wie Facebook oder Twitter mit
angeblichen Interviews von namhaften Unternehmern geworben, etwa mit
Elon Musk vom Autobauunternehmen Tesla, der – angeblich aus
Werbezwecken für seine Produkte – die Kryptowährung Ethereum
verschenken will.
Unseriöse Plattfomen sind vor allem an übertriebenen
Gewinnversprechen zu erkennen. Frau K. berichtet, dass sie auch einen
unerbetenen Anruf erhalten hat. „Ich sollte 85 Euro mit einer
Kreditkartenzahlung auf einer Plattform einzahlen. Die Firma würde
das Geld mit einem Algorithmus gewinnbringend anlegen. Es wurde mit
einem Gewinn von 100 Prozent pro Jahr geworben. Woher die Firma meine
Kontaktdaten hat, konnte mir auch der Supervisor nicht mitteilen.“
Prantner rät: „Erkundigen Sie sich, ob es Warnungen zu bestimmten
AnbieterInnen gibt.“
Wo Sie sich über Investment-AnbieterInnen informieren können:
+ Die österreichische Finanzmarktaufsicht FMA gibt regelmäßig
Investorenwarnungen – zum Beispiel zu Bitcoincode – heraus.
+ Die Internet Ombudsstelle www.ombudsstelle.at/aktuelles informiert
über Betrugsmaschen und bietet Unterstützung an.
+ KonsumentInnen können verdächtige Rufnummern an die RTR melden:
www.rtr.at/rtr/Kontakt/Amtstafel.de.html
(Forts.)
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