Petition für Maturareform im Corona-Jahr 2021

Die Petition "Matura Futura" fordert von Bundesregierung und Bildungsminister eine sofortige Matura-Reform als Reaktion auf die Corona-Krise

  • Die Zukunft Österreichs hängt davon ab, dass junge Menschen ihre ganz unterschiedlichen Talente und Fähigkeiten zur Geltung bringen können! Gerade jetzt sollte die Schule sie dabei unterstützen. Neben den enormen Belastungen, welche die Schulschließungen auf Grund der Corona-Pandemie für die SchülerInnen mit sich gebracht haben, müssen alle unnötigen Hürde vermieden werden
    Univ.-Prof. Dr. Susanne Greber-Platzer, Leiterin der Uniklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, MUW
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  • Monatelange Lockdowns und Homeschooling-Phasen haben bei vielen SchülerInnen deutliche Spuren hinterlassen. Jetzt geht es darum, ihnen im Schulsystem Sicherheit zu geben und soziale Kontakte und Skills zu fördern.
    Univ.- Doz. Dr. Sabine Völkl-Kernstock, Psychologische Leiterin der Uniklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, MUW
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  • Gerade jetzt geht es darum, die Kinder in ihren Stärken zu unterstützen und beim Übergang ins Studium und Berufsleben zu fördern. Sie haben bereits 8 Jahre ihre Prüfungen bestanden. Auch beim Studium, hat man am Ende nicht noch einmal eine Überprüfung aller Lehrinhalte. Wir vertrauen da auf die LehrerInnen, dass sie die Lehrziele vermittelt und im Lauf der Schuljahre überprüft haben.
    Dr. Maria Kletecka-Pulker, Direktorin LBI Digital Health and Patient Safety, Geschäftsführerin des Instituts für Ethik und Recht in der Medizin und Mitglied der Bioethikkommission
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  • Als Lehrende auf der Universität wissen wir, dass die Noten im Maturazeugnis keinesfalls allein für den Erfolg im Studium ausschlagend sind. Viel wichtiger sind Selbstvertrauen, soziale Skills und kritisches Denken. Gerade in diesen Disziplinen müssen wir MaturantInnen optimal fördern.
    Univ.-Prof. Dr João Alves PhD, Institut für Astrophysik, Universität Wien
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Wien (OTS) - Heute Montag, hat die Plattform "Matura Futura" eine Onlinepetition für eine sofortigen Matura-Reform als Reaktion auf die Corona-Krise gestartet. Unter www.matura-futura.at wird das Konzept dazu vorgestellt und zur Unterzeichnung einer Petition zur raschen Umsetzung eingeladen.

Mit dem Konzept „Matura Futura“ werden MaturantInnen in ihren Begabungen gestärkt und können ihr Wissen gemeinsam mit wichtigen Skills wie Präsentationstechnik und Selbstorganisation unter Beweis stellen. Schon heute berechtigt die Matura alleine oft nicht mehr zur Aufnahme von Studien. Längst ist die Aufnahmeprüfung an den Universitäten zur größeren Prüfung geworden, für die SchülerInnen häufig schon ein Jahr vor der Matura zu lernen beginnen.

Junge Menschen brauchen in diesen besonders herausfordernden Zeiten Sicherheit, Planbarkeit und Unterstützung. Aufgabe der Matura muss es sein, auf Studium und Berufsleben vorzubereiten, nicht aber der „Corona-Generation“ weitere Steine in den Weg zu legen.

Matura Futura sieht im Kern folgende Maßnahmen vor:

  1. Vorwissenschaftlichen Arbeit
  2. Mündliche Prüfung in zwei Fächern nach freier Wahl
  3. Entfall der schriftlichen Matura

Die Matura Futura soll nur mehr aus zwei Säulen bestehen. Die vorwissenschaftliche Arbeit hat sich in den letzten Jahren sehr bewährt und gibt den MaturantInnen die Möglichkeit, in ihrem Interessengebiet eine schriftliche Abhandlung zu verfassen. Eine darüberhinausgehende schriftliche Matura ist entbehrlich und soll deshalb entfallen. Die Fähigkeit, sich schriftlich ausdrücken zu können, können die SchülerInnen im Rahmen der vorwissenschaftlichen Arbeit unter Beweis stellen. Das neuerlichen Abfragen des Lernstoffs der letzten Jahre ist pädagogisch nicht sinnvoll. Dazu liegen ja bereits gut dokumentierte Leistungsbeurteilungen der LehrerInnen vor. Die zweite Säule ist die mündliche Prüfung bei der Matura Futura, wo die SchülerInnen die Möglichkeit geboten wird, entsprechend ihrer Interessen, ihre Stärken und Talente bei der Abschlussprüfung zur Geltung zu bringen.

Die Plattform "Matura Futura" tritt für rasches Handeln ein, um dem "Corona-Jahrgang" bei der Matura 2021 angemessene Rahmenbedingungen zu ermöglichen. "Die Zukunft Österreichs hängt davon ab, dass junge Menschen ihre ganz unterschiedlichen Talente und Fähigkeiten zur Geltung bringen können! Gerade jetzt sollte die Schule sie dabei unterstützen. Neben den enormen Belastungen, welche die Schulschließungen auf Grund der Corona-Pandemie für die SchülerInnen mit sich gebracht haben, müssen alle unnötigen Hürde vermieden werden", sagt Univ.-Prof. Dr. Susanne Greber-Platzer (Leiterin der Uniklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, MUW)und Gründungsmitglied der Plattform Matura Futura.

Univ.- Doz. Dr. Sabine Völkl-Kernstock (Psychologische Leiterin der Uniklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, MUW) sieht dringenden Handlungsbedarf: „Monatelange Lockdowns und Homeschooling-Phasen haben bei vielen SchülerInnen deutliche Spuren hinterlassen. Jetzt geht es darum, ihnen im Schulsystem Sicherheit zu geben und soziale Kontakte und Skills zu fördern.

Dr. Maria Kletecka-Pulker (Direktorin LBI Digital Health and Patient Safety, Geschäftsführerin des Instituts für Ethik und Recht in der Medizin und Mitglied der Bioethikkommission, Sprecherin der Plattform Matura Futura betont: „Gerade jetzt geht es darum, die Kinder in ihren Stärken zu unterstützen und beim Übergang ins Studium und Berufsleben zu fördern. Sie haben bereits 8 Jahre ihre Prüfungen bestanden. Auch beim Studium, hat man am Ende nicht noch einmal eine Überprüfung aller Lehrinhalte. Wir vertrauen da auf die LehrerInnen, dass sie die Lehrziele vermittelt und im Lauf der Schuljahre überprüft haben.

Univ.-Prof. Dr João Alves PhD, Institut für Astrophysik, Universität Wien berichtet aus seiner Erfahrung: "Als Lehrende auf der Universität wissen wir, dass die Noten im Maturazeugnis keinesfalls allein für den Erfolg im Studium ausschlagend sind. Viel wichtiger sind Selbstvertrauen, soziale Skills und kritisches Denken. Gerade in diesen Disziplinen müssen wir MaturantInnen optimal fördern."

Weitere Gründungsmitglieder von "Matura Futura" sind:

Univ. Prof. Dr. Andreas Kletecka, Professor für Bürgerliches Recht an der Universität Salzburg

Dr. Martina Kronberger-Vollnhofer, MSc, FÄ f. Kinder- und Jugendheilkunde, Geschäftsführerin, Wiener Kinderhospiz GmbH

Dr. Thomas Wochele-Thoma, ärztlicher Leiter der Caritas der Erzdiözese Wien

Univ.-Prof. Mag. Dr. Dr.h.c. Paul Oberhammer, Institut für Zivilverfahrenrecht, Universität Wien, 2014-2020 Dekan der juristischen Fakultät Wien

Univ.-Prof. Dr Paul Plener, MHBA, Leiter Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Medizinische Universität Wien

Ass.-Prof. Priv.Doz.- Mag. Dr. Peter Klimek, Section for Science of Complex Systems, Medical University of Vienna

Hon.- Prof. Dr Gerhard Aigner, Sektionschef a.d. Gesundheitsministerium, Institut für Ethik und Recht in der Medizin

Mag. Kathrin Sobotka, Business Consulting & Training, Business Coaching

Univ.-Prof. Dr Harald Willschke, Direktor LBI Digital Health and Patient Safety, Intensivmediziner Medizinische Universität Wien

Univ.-Prof. Dr Gabriele Fischer, Leiterin der Drogenambulanz, Suchtforschung und – therapie, Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Medizinische Universität Wien

Dr. Brigitte Ettl, Ärztliche Direktorin Krankenhaus Hietzing, Präsidentin der Österreichischen Plattform Patientensicherheit

Ao. Univ.-Prof. Dr Andrea Berzlanovich, Department für Gerichtsmedizin Wien, Medizinische Universität Wien

Rückfragen & Kontakt:

Matura Futura:
Dr. Maria Kletecka-Pulker
Mail: maria.kletecka@univie.ac.at
Tel: 0664/6027722202
Web: www.matura-futura.at

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