Pornografiekonsum und psychische Gesundheit

Wissenschaftliche Panel-Diskussion an der Sigmund Freud PrivatUniversität am 16. März. 2021, 09:00 (über Zoom)

Pornokosum und dessen Folgen bleiben meinst im Verborgenen. Wir möchten Wünsche, Bedürfnisse, aber auch Leidenszustände, Überforderungen und Ängste in den Blick nehmen. Ohne zu moralisieren, möchten wir genau hinschauen: Was macht der Konsum von Pornographie mit Menschen, mit Partnerschaften, mit Kindern- und Jugendlichen?
Dr. Dominik Batthyány, Leiter des Instituts für Verhaltenssüchte an der Sigmund Freud PrivatUniversität

Wien (OTS) - Gemeinsam mit dem Verein Safersurfing und dem Österreichischen Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) lädt das Institut für Verhaltenssüchte der Sigmund Freud PrivatUniversität zum wissenschaftlichen Panel „Pornografiekonsum und psychische Gesundheit“ ein. Es diskutieren:

  • Dr. med. Heike Melzer, Neurologin und Psychotherapeutin mit dem Schwerpunkt Verhaltenssüchte. Autorin des Buches „Scharfstellung – die neue sexuelle Revolution“.
  • Univ.-Prof. Prim. Dr. Michael Musalek, Ärztlicher Direktor des Anton-Proksch Instituts in Wien
  • Dr. Peter Stippl, Präsident des Österreichischen Bundesverbandes für Psychotherapie
  • Dr. Dominik Batthyány, Leiter des Instituts für Verhaltenssüchte an der Sigmund Freud PrivatUniversität
  • Dr. med. Kornelius Roth-Schaeff, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Suchtmedizin

Moderation: Dr. Maria Harmer

Pornografie ist für viele Menschen ein attraktives Genussmittel, der der sexuellen Erregung dient und einen intensiven Belohnungsreiz in unserem Gehirn bewirkt. Doch auch hier gilt: die Dosis macht das Gift! Ähnlich stoffgebundener Süchte wandelt sich ein initial angenehmes Gefühl von Freiheit über die Zeit hinweg durch Toleranzentwicklung und Dosissteigerung hin zu dem engen Gefühl von Zwang oder gar Sucht. Am Ende kann der vollständige Kontrollverlust mit fatalen Folgen für das Leben und die Gesundheit der Betroffenen und deren Umfeld stehen. Der Leidensweg Betroffener verläuft durch Unwissenheit und Scham häufig lange Zeit im Verborgenen.

Dazu meint Dr. Dominik Batthyány, Leiter des Instituts für Verhaltenssüchte an der Sigmund Freud PrivatUniversität: „Pornokosum und dessen Folgen bleiben meinst im Verborgenen. Wir möchten Wünsche, Bedürfnisse, aber auch Leidenszustände, Überforderungen und Ängste in den Blick nehmen. Ohne zu moralisieren, möchten wir genau hinschauen: Was macht der Konsum von Pornographie mit Menschen, mit Partnerschaften, mit Kindern- und Jugendlichen?“

Die Thematik hat nicht nur einen individuellen Aspekt, sondern wächst zunehmend zu einem gesellschaftsrelevanten Thema, das besser verstanden werden sollte, um präventiv zu handeln und Leid zu vermeiden.

Weitere Informationen und Anmeldung

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Dominik Batthyány, dominik.batthyany@sfu.ac.at

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