Korosec zum Welt-Adipositastag: „Gesundheitsprävention muss bereits im Kindesalter beginnen!“

Seniorenbund-Präsidentin fordert Aufklärung statt Stigmatisierung adipöser Menschen und den Ausbau von Präventionsleistungen für niedergelassene Ärzte.

Wien (OTS) - Anlässlich des morgigen Welt-Adipositastages macht Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosec auf die großen Gefahren von Übergewicht bei älteren Menschen aufmerksam. Jeder zweite Mann und jede dritte Frau zwischen 50 und 65 Jahren sind übergewichtig, jeweils 20 bzw. 13 Prozent sind adipös.

„Übergewicht und Adipositas sind Volkskrankheiten, die mit dem Alter zunehmen und besonders Über-50-Jährigen zu schaffen machen. Zu den schweren Folgen zählen Herzkreislauf-Erkrankungen, Diabetes und das Aussetzen der Atmung im Schlaf. Diese Folgen werden von Betroffenen leider oft unterschätzt. Noch dazu hat sich im Zuge der Coronavirus-Pandemie gezeigt, dass stark übergewichtige und adipöse Menschen ein höheres Risiko für schwere Krankheitsverläufe bei einer Infektion haben“, betont Korosec.

Die Seniorenbund-Präsidentin betont, dass Adipositas eine Krankheit und kein Ausdruck mangelnder Disziplin ist. Statt Stigmatisierung fordert sie umfassende Aufklärung und Gesundheitsprävention bereits von Kindesbeinen an. Denn schon im Alter von acht Jahren sind jeder dritte Bub und jedes vierte Mädchen übergewichtig oder adipös. „Das vorhandene oder eben fehlende Bewusstsein für gesunde Ernährung und einen aktiven Lebensstil entwickelt sich nicht erst im Alter. Umfassende Aufklärung und Prävention muss in den Schulen starten und bis ins hohe Alter fortgeführt werden. Dazu brauchen wir auch umfassende Schulungs- und Beratungsmöglichkeiten, um die Gesundheitskompetenz der Menschen zu stärken“, so Korosec.

Besonderes Augenmerk legt sie auch auf die Hausärztinnen und Hausärzte. „Leistungen zur Gesundheitsprävention, Bewegung und Patientenführung fehlen im Leistungskatalog der Krankenkassen derzeit noch zur Gänze. Das ist grob kurzsichtig! Flächendeckende Gesundheitsprävention würde Folgekosten im Gesundheitssystem verhindern“, so Korosec abschließend.

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