Leon Zelman-Preis für Dialog und Verständigung 2021 geht an Projekt „Likrat“ und Republikanischer Club - Neues Österreich

Wien (OTS) - Anlässlich „40 Jahre Jewish Welcome Service“ werden heuer zwei Preise vergeben. Die Auszeichnungen gehen an das Dialogprojekt „Likrat“ und den Republikanischen Club - Neues Österreich.

Der Preis wird seit 2013 in Erinnerung an Leon Zelman (1928-2007), dem langjährigen Leiter des Jewish Welcome Service und Chefredakteur der Zeitschrift „Das Jüdische Echo“ verliehen. Es werden Personen, Projekte und Organisationen, die sich im Sinne Zelmans aktiv für die Erinnerung an die Shoah, deren Erforschung sowie den „Kampf gegen das Vergessen und für den Dialog zwischen dem heutigen Österreich und den Überlebenden der NS-Verfolgung und insbesondere ihren Nachkommen als Basis für eine gemeinsame Zukunft einsetzen“, ausgezeichnet. Dies beinhaltet auch zivilgesellschaftliches Engagement, Eintreten gegen Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, Bildungs –und Jugendarbeit wie Projekte, die den interkulturellen Dialog fördern.

Das Projekt „Likrat“ (hebr. für „auf jemanden zugehen“) mit Jugendlichen der Jüdischen Gemeinde kommt ursprünglich aus der Schweiz. Seit 2015 gibt es Likrat in Wien und ist mittlerweile zu einem europäischen Projekt geworden. Unter den Motto „Lass uns Reden“ besuchen die „Likratinos“ im Alter von 14-18 gleichaltrige nichtjüdische Jugendliche vor allem in Schulen, um über ihr Judentum Auskunft zu geben und über die Vielfalt jüdischen Lebens in Wien zu berichten. Durch Information und Dialog trägt Likrat proaktiv zum Abbau von Vorurteilen bei, um gemeinsam - ganz im Sinne des Namensgebers des Preises – an einer Welt zu bauen, in der Hass, Antisemitismus und Rassismus keinen Platz mehr haben.

Der zweite Preisträger 2021 ist Republikanischer Club - Neues Österreich. Entstanden 1986 als überparteiliche Initiative im Zuge des Präsidentschaftswahlkampfs und der „Waldheimaffäre“ als Symbol für die Geschichtsvergessenheit eines Landes und Österreichs späte Auseinandersetzung mit seiner NS-Vergangenheit. Seit 35 Jahren stehen der Republikanische Club und seine Mitglieder für ein „neues Österreich und eine neue Generation“, für eine aktive Zivilgesellschaft im Engagement und unermüdlichen Einsatz gegen Xenophobie, Antisemitismus, Rassismus wie soziale Ungerechtigkeit. Mit seinem umfangreichen Veranstaltungsprogramm zu sozial- wie menschenrechtlichen Themen ist der Republikanische Club seit vielen Jahren auch ein wichtiger Veranstaltungsort und trägt wesentlich zu Bildung, Dialog und Verständigung im Sinne Leon Zelmans bei.

Jewish Welcome Service

Im Dezember 1980 wurde die Organisation auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Leopold Gratz und des Stadtrates Heinz Nittel gemeinsam mit dem 2007 verstorbenen Leon Zelman gegründet. Präsident ist der jeweilige Bürgermeister der Stadt Wien. Hauptaufgaben sind Besuchsprogramme für vertriebene Wiener Jüdinnen und Juden sowie deren Nachkommen und Studienreisen für die jüngere Generation, die Unterstützung von Gedenk -und Erinnerungsinitiativen sowie Information und Service für jüdische Wien-BesucherInnen. Seit dem Jahr 2018 unterstützt auch die Wien Holding die Arbeit des Jewish Welcome Service.

Weiterführende Information zum Zelman-Preis und zur Jury: https://jewish-welcome.at/de/zelman-preis/

Rückfragen & Kontakt:

Jewish Welcome Service
Mag.a Susanne Trauneck
Generalsekretärin
0664 503 46 56
susanne.trauneck@jewish-welcome.at
www.jewish-welcome.at
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