„WELTjournal / WELTjournal +“: „Myanmar – eine Frau gegen das Militär“ und „Reisetagebuch 2010 – geheimnisvolles Burma“

Am 3. März ab 22.30 Uhr in ORF 2, danach: Inge Sargents verfilmte Autobiografie „Dämmerung über Burma“

Wien (OTS) - Am Wochenende kam es in Myanmar zu den blutigsten Protesten seit dem Militärputsch Anfang Februar: 18 Menschen wurden getötet, Dutzende verletzt. Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi wurde von den Militärs unter Hausarrest gestellt – so wie davor schon 15 Jahre lang. Nach einer zaghaften Demokratisierung 2010 war sie freigekommen und gewann im November des Vorjahres zum zweiten Mal in Folge mit ihrer Nationalen Liga für Demokratie die Parlamentswahlen – bis das Militär vor Kurzem die Herrschaft wieder an sich riss. Seither gehen die Menschen in Myanmar zu Zigtausenden auf die Straße. Das „WELTjournal“ – präsentiert von Patricia Pawlicki – zeigt dazu am Mittwoch, dem 3. März 2021, um 22.30 Uhr in ORF 2 die Reportage „Myanmar – eine Frau gegen das Militär“. Im „WELTjournal +“ folgt um 23.05 Uhr die Dokumentation „Reisetagebuch 2010 – geheimnisvolles Burma“. Mit „Dämmerung über Burma“ steht um 23.55 Uhr Sabine Derflingers Verfilmung der gleichnamigen Autobiografie der Kärntner Menschenrechtsaktivistin Inge Sargent auf dem Programm von ORF 2.

WELTjournal: „Myanmar – eine Frau gegen das Militär“

Das „WELTjournal“ zeigt, wie beliebt die 75-jährige frühere Freiheitsikone Aung San Suu Kyi in ihrer Heimat ist und was sie in den Augen der Militärs so gefährlich macht. Fast ihr gesamtes politisches Leben hat Aung San Suu Kyi der Militärdiktatur in ihrem Land die Stirn geboten und für den Demokratisierungsprozess gekämpft. Zuletzt war sie unter Gnaden der Militärs de-facto Regierungschefin und hat gelernt, mit den übermächtigen Generälen Kompromisse zu schließen und sich zu arrangieren. International ist sie deshalb umstritten, vor allem wegen ihres Schweigens zur Gewalt gegen die muslimische Minderheit der Rohingya.

WELTjournal +: „Reisetagebuch 2010 – geheimnisvolles Burma“

Fast ein halbes Jahrhundert Isolation und brutaler Militärdiktatur liegen hinter Myanmar, dem damaligen Burma, als der amerikanische Bestsellerautor und Filmemacher Robert H. Lieberman dorthin eingeladen wird. Lieberman soll Werbespots zur Tuberkulosebekämpfung produzieren. Doch nebenbei filmt er heimlich das Alltagsleben in Myanmar. Das Resultat ist ein einzigartiges Zeitdokument über Myanmars Bevölkerung und Lebensweisen. Die 52 Millionen Einwohner/innen teilen sich in sieben große, sehr unterschiedliche Volksgruppen und sprechen mehr als 130 Sprachen. Die uralte buddhistische Kultur durchdringt die meisten Lebensbereiche. Der Alltag vieler Menschen, vor allem auf dem Land, ist auch heute noch geprägt von Entbehrung und Hunger. Kinderarbeit ist völlig selbstverständlich, ein Gesundheits- und Schulwesen gibt es damals bestenfalls ansatzweise.
Im „WELTjournal +“ kommen intime Kenner/innen Myanmars zu Wort. Zu deren Sicherheit hört man nur ihre Stimmen, ihre Gesichter sieht man nicht. Die Angst vor den Mächtigen hat die Menschen in Myanmar tief geprägt. Doch eine neue Generation hat mittlerweile schon zu viel von der Welt erfahren, als dass sie sich noch länger abschotten ließe. Die Jungen wollen künftig auch so leben können wie ihre Altersgenossen in Thailand, Malaysia oder Vietnam.

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