- 01.03.2021, 16:01:55
- /
- OTS0146
Vierertreffen: Virtuelles Treffen der deutschsprachigen Wirtschaftsminister
Berlin/Wien (OTS/BMDW) - Das traditionelle sogenannte Vierertreffen
der Wirtschaftsminister/innen von Österreich, der Schweiz,
Liechtenstein und Deutschland fand heute im virtuellen Rahmen statt.
Auf Einladung von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier nahmen die
österreichische Bundesministerin Dr. Margarete Schramböck, der
Schweizer Bundespräsident und Bundesrat Guy Parmelin und der
liechtensteinische Regierungschef-Stellvertreter Dr. Daniel Risch an
der Videokonferenz teil. Im Mittelpunkt des Austausches standen die
Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die nationale und
internationale Wirtschaftslage sowie Entwicklungen in der globalen
Handelspolitik. Zudem ging es auch um Fragen des digitalen
Binnenmarkts und der europäischen Digitalpolitik.
Deutschland
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Die regelmäßigen
Begegnungen mit meinen deutschsprachigen Amtskolleginnen und
Amtskollegen sind stets ein Gewinn – auch wenn es diesmal nur in
virtueller Form erfolgen konnte. Die aktuelle Corona-Krise stellt uns
alle vor besondere Herausforderungen. Umso wichtiger sind ein enger
Austausch und eine enge Zusammenarbeit. Wir haben neben der aktuellen
Krisenbewältigung auch zentrale Zukunftsfragen erörtert, wie die
Stärkung des Binnenmarktes und der multilateralen Handelsordnung
sowie die grüne und digitale Transformation.“
Österreich
„Die Corona-Krise zeigt uns, wie wichtig Digitalisierung ist, um
unser wirtschaftliches und staatliches System aufrechtzuerhalten und
noch leistungsfähiger zu machen. Die digitale Transformation ist ein
entscheidender Hebel für Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Wohlstand
in ganz Europa. Wir wollen und müssen Digitalisierung daher bewusst
und ressortübergreifend nutzen. Deshalb begrüßen wir die
Weiterführung der digitalen Binnenmarktstrategie und nutzen dieses
Treffen, um gemeinsame Vorhaben weiter und nachdrücklich
voranzutreiben“, so Digital- und Wirtschaftsministerin Margarete
Schramböck.
Schweiz
Bundespräsident Parmelin: „In der aktuellen Zeit, die unsere vier
Länder vor große Herausforderungen stellt, brauchen wir einander
gegenseitig mehr denn je. Durch Pragmatismus, Flexibilität und Mut
können wir diese außergewöhnliche Situation meistern. Dazu helfen uns
sicher auch unsere ausgezeichneten bilateralen
Wirtschaftsbeziehungen: Vergangenes Jahr entfiel ein Viertel des
globalen Handelsvolumens der Schweizer Wirtschaft auf Deutschland und
Österreich. Auch mit Liechtenstein sind die wirtschaftlichen
Beziehungen eng. Vor diesem Hintergrund sind mir regelmäßige Treffen
mit meiner Amtskollegin und meinen Amtskollegen aus den
deutschsprachigen Nachbarstaaten sehr wichtig."
Liechtenstein
Regierungschef-Stellvertreter Dr. Risch: „Eine wirkungsvolle
Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie und das
Angebot angemessener, ausgewogener Unterstützungsleistungen steht für
uns alle nach wie vor im Zentrum. Der offene Austausch über
gemeinsame Fragestellungen und verschiedene Modelle war für mich
äußerst informativ. Trotz der andauernden Unsicherheiten im
Zusammenhang mit der Pandemie dürfen wir aber die Zukunft nicht aus
den Augen verlieren. Wir haben deshalb einen ebenso wichtigen Teil
unserer Diskussion auf die Innovation, Zukunftstechnologien und die
fortschreitende Digitalisierung im gesamten europäischen Binnenmarkt
gerichtet."
Das traditionelle Vierertreffen ist die wichtigste Plattform für die
Wirtschaftsminister/innen der vier wirtschaftlich eng verbundenen
Länder, um sich über aktuelle Wirtschaftsfragen auszutauschen. Es
findet seit 45 Jahren statt, zunächst im Dreierformat Schweiz,
Österreich, Deutschland. Liechtenstein kam 2013 hinzu. Die
Teilnehmenden laden im jährlichen Wechsel ein; das nächste Treffen
wird von Österreich ausgerichtet.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MWA






