Stellungnahme der NOVOMATIC AG zur aktuellen Medienanfrage der Recherchekooperation von „profil“, „Der Standard“ und ORF-ZiB2.

Gumpoldskirchen (OTS) - Die Recherchekooperation von „profil“, „Der Standard“ und ORF-ZiB2 hat eine umfangreiche Anfrage übermittelt, die dokumentiert, dass diese Medien über eine Liste verfügen, welche angebliche unternehmensinterne Informationen enthält, die NOVOMATIC als betroffenes Unternehmen nicht vorliegt.

Die Verwendung von Informationen, die wohl nur unter Verletzung rechtlicher Bestimmungen erlangt werden konnten, ist jedenfalls klar abzulehnen. NOVOMATIC verwehrt sich daher entschieden gegen die laufende Verletzung von Geheimhaltungsvorschriften, die eine Berichterstattung über diese angeblichen Inhalte erst möglich macht.

NOVOMATIC weist die in der Anfrage konstruierten Vorwürfe und völlig falschen Unterstellungen auf das Schärfste zurück. Da das Unternehmen um größtmögliche Transparenz bemüht ist, hat sich NOVOMATIC dazu entschlossen, die Fragen der Recherchekooperation sowie die Antworten des Unternehmens darauf der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wende mich an Sie im Rahmen einer Recherchekooperation von „profil“, „Der Standard“ und ORF-ZiB2. Wir stellen diese Anfrage ausdrücklich im Namen aller Recherchepartner.
Uns liegt eine Sponsoring- und Spenden-Übersicht der Novomatic AG (NAG) und der Novomatic Gaming Industries GmbH (NGI) für die Jahre 2016 bis 2018 vor (…) Viele der Sponsoringpartner bzw. Spendenbezieher wiesen einen Nahebezug zur Politik bzw. zu politischen Parteien auf.

Frage 1: Ist der dargestellte Sachverhalt korrekt? Falls nicht: Was stimmt nicht?

Antwort: Wir verweisen zunächst darauf, dass uns die von Ihnen angesprochene „Übersicht“ oder „Auflistung“ nicht bekannt ist; sie ist zumindest derzeit nicht Teil des im Übrigen nicht öffentlichen Ermittlungsaktes der WKStA. Daher können wir zu dieser angeblichen Urkunde – aus welcher Quelle sie auch immer stammt, dies wird noch zu klären sein – keine konkrete Stellungnahme abgeben; dazu wäre erforderlich gewesen, dass Sie uns diese angebliche Unterlage übermitteln und uns die Gelegenheit geben, diese selbst zu überprüfen. Ihre Fragen zeigen aber, dass diese „Übersicht“ oder „Auflistung“ weder vollständig noch korrekt sein kann.

Frage 2: Welche grundsätzliche Sponsoring- und Spendenstrategie verfolgte die Novomatic-Gruppe in den vergangenen Jahren?

Antwort: Zunächst hält NOVOMATIC fest, dass sie von verschiedensten Vereinen, Institutionen und Hilfsorganisationen laufend Anfragen zu Sponsorings und Unterstützungen bekommt. NOVOMATIC nimmt ihre gesellschaftliche Verantwortung insofern wahr, indem sie ohne politischen Hintergrund die für sie sinnvollen Projekte und Sponsorings nach objektiven Kriterien auswählt. Dies insbesondere auch, um den Wert ihrer Kernmarken NOVOMATIC und ADMIRAL zu stärken. Die Sponsoring- und Spendenstrategie ist – für jedermann zugänglich – im Geschäftsbericht nachzulesen. Bei NOVOMATIC werden langfristige Partnerschaften sowie Transparenz bei der Umsetzung angestrebt. Diese sind die wichtigsten Kriterien für ein Sponsoring. Denn nur so kann eine positive Wirkung nachhaltig sichergestellt werden. NOVOMATIC unterstützt im Rahmen ihres gesellschaftlichen Engagements auch gemeinnützige Organisationen. Bei allen Kooperationsbeiträgen oder Spenden wird stets darauf geachtet, dass diese Förderungen zweckgewidmet verwendet werden und die größtmögliche Wirkung der Mittel gewährleistet wird.

Darüber hinaus ist NOVOMATIC unter der Marke ADMIRAL in Österreich operativ tätig und gilt als einer der größten und wichtigsten Sport-Sponsoren. Insbesondere im Sportbereich gibt es daher zahlreiche Kooperationen, durch welche die Marke ADMIRAL prominent im Inland beworben und damit auch ihr Markenwert gestärkt wird.

Frage 3: Alleine von 2016 bis 2018 zahlte die Novomatic-Gruppe insgesamt mehr als 1,7 Millionen Euro an Vereine, Unternehmen und Organisationen mit Verbindungen zu Politikern bzw. politischen Parteien. Welche Strategie wurde damit verfolgt? Ging es darum, bei politischen Entscheidungsträgern ein günstiges Klima für Novomatic zu schaffen bzw. die Politiker zugunsten von Novomatic zu beeinflussen?

Antwort: NOVOMATIC schließt ausdrücklich aus und verwehrt sich gegen die Unterstellung, dass die von Ihnen genannten Kooperationen, Sponsorings oder Unterstützungsleistungen mit irgendwelchen etwaigen politischen Gegenleistungen in Verbindung gestanden sind oder stehen. Dies ist schon aufgrund der internen Compliance-Richtlinien ausgeschlossen. Der Sponsoring- bzw. Kooperationsbeitrag kommt auch nicht einem Vereinsobmann/frau oder Schirmherrn/frau zugute, sondern ausschließlich den jeweiligen Vereinen bzw. den durch den Verein unterstützten Betroffenen. Deshalb sind Ihre Unterstellungen wie „günstiges Klima für Novomatic zu schaffen bzw. die Politiker zugunsten von Novomatic zu beeinflussen“, völlig tatsachenwidrig und auf das Schärfste zurückzuweisen.

Dass (auch) politisch tätige Personen in einzelnen Gremien in einzelnen Vereinen oder Institutionen repräsentiert sind, entspricht wohl auch der österreichischen Vereinskultur und hat für unsere Werbe- und Sponsoring-Aktivitäten keinerlei Bedeutung.

Auffällig ist, dass Sie zahlreiche Institutionen, mit welchen NOVOMATIC im von Ihnen genannten Zeitraum kooperiert hat – wie beispielsweise das Österreichische Rote Kreuz, Licht ins Dunkel, SOS-Kinderdorf, St. Anna Kinderkrebsforschung, Vier Pfoten, Rote Nasen Clowndoctors, Licht für die Welt, Menschen für Menschen uvm. – nicht erwähnen. Wenn über die Sponsoring- und Spendentätigkeiten von NOVOMATIC berichtet wird, dann legt NOVOMATIC darauf Wert, dass nicht nur einzelne dieser Aktivitäten herausgegriffen werden, um gezielt ein falsches und negatives Bild über das Unternehmen in der Öffentlichkeit zu zeichnen.

Im Übrigen ist NOVOMATIC bei allen von Ihnen genannten Vereinen mit einem angeblichen Nahebezug zur Politik nur einer von vielen Kooperationspartnern. Warum Sie hier immer nur NOVOMATIC herausgreifen, ist für uns nicht nachvollziehbar.

Frage 4: Weshalb scheinen als „Auftraggeber“ mehrerer Sponsorings Politiker bzw. parteinahe Personen in der Liste auf? Haben diese Personen bei Novomatic das jeweilige Sponsoring bestellt bzw. veranlasst?

Antwort: Wie bereits eingangs festgehalten, haben Sie uns Ihr angebliches Dokument nicht übermittelt. Wir wissen daher auch nicht, woher dieses Dokument stammt und was mit „Auftraggeber“ gemeint sein könnte. Es kann jedenfalls ausgeschlossen werden, dass es „externe Auftraggeber“ für Sponsorings oder Spenden gibt, sondern selbstverständlich das Unternehmen nach den internen Richtlinien und Sponsoring- und Spendenkriterien eine Entscheidung darüber trifft, ob eine Kooperation erfolgt oder nicht. Fakt ist, dass Spenden und Sponsorings weder für oder an eine politische Partei noch für oder an einen Politiker als Person getätigt wurden, sondern entweder im Fall einer Spende für eine gemeinnützige Organisation geleistet oder im Falle eines Sponsorings für eine entsprechende (werbliche) Gegenleistung erbracht wurde oder wird.

Frage 5: Von 2016 bis 2018 finden sich Sponsorings von mehr als 350.000 Euro, die dem Auftraggeber „NÖ Sponsoring“ zugeordnet sind. Bei den Empfängern handelt es sich Großteils um Unternehmen, Vereine und Organisationen mit Nahebeziehung zur ÖVP. Flankiert wurden die Sponsorings mitunter auch durch korrespondierende, ebenfalls gesponserte Veranstaltungen im Novomatic Forum. Wie kamen diese Sponsorings zustande? Was ist mit der Auftraggeberbezeichnung „NÖ Sponsoring“ gemeint? Handelt es sich hierbei um Sponsorings, die über eine zentralen Stelle des Landes NÖ organisiert werden? Wie genau funktioniert dieses System der Zuteilung von Sponsorgeldern?

Antwort: NOVOMATIC hat ihr internationales Headquarter in Niederösterreich und beschäftigt allein in Niederösterreich weit mehr als 1.000 Mitarbeiter. Aus diesem Grund ist die Außenwahrnehmung in und bezugnehmend auf Niederösterreich für NOVOMATIC besonders wichtig und werthaltig – insbesondere, weil wir hier auch als wichtiger und verlässlicher Arbeitgeber wahrgenommen werden wollen, der sich gesellschaftspolitisch und kulturell engagiert. Wie bereits ausgeführt, kann jedenfalls ausgeschlossen werden, dass es „externe Auftraggeber“ für Sponsorings oder Spenden gibt. NOVOMATIC trifft nach internen Richtlinien und Sponsoring- bzw. Spendenkriterien eine Entscheidung darüber, ob eine Kooperation erfolgt oder nicht. Offenbar handelt es sich bei Ihrer Frage um Sponsorings mit Niederösterreich-Bezug; mangels Übermittlung Ihrer angeblichen Übersicht können wir zu Details leider nicht Stellung nehmen.

Frage 6: In der Liste finden sich mehrere Sponsorings, die dem Auftraggeber „PG“ zugeordnet sind. „PG“ steht bei Novomatic bekanntermaßen für Eigentümer Johann Graf („Professor Graf“). Unter diesen Sponsorings finden sich mehrere an den Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband NÖ, aber zum Beispiel auch eine Zahlung von 1000 Euro im Jahr 2017 für einen Messkelch für ein Priesterjubiläum eines bestimmten Paters. Johann Graf bekleidet keine Organfunktion bei der NAG bzw. bei der NGI. Weshalb hat er dennoch Zugriff auf den Sponsoring-Etat?

Antwort: Zunächst weisen wir Ihre Unterstellung, dass der wirtschaftliche Eigentümer von NOVOMATIC „auf das Sponsoring-Etat Zugriff hätte“, als unwahr zurück. Festhalten möchten wir an dieser Stelle noch einmal, dass sämtliche Sponsoring- oder Spenden-Anfragen gemäß interner Vorgaben und nach klaren Kriterien, – die Sie etwa in unserem Geschäftsbericht nachlesen können, – bewertet werden und dann eine Entscheidung des operativen Managements getroffen wird, ob eine Kooperation erfolgt. Es kann jedenfalls ausgeschlossen werden, dass Herr Prof. Graf solche operativen Entscheidungen trifft. Im Übrigen gilt aber auch hier, dass uns Ihre angebliche „Liste“ nicht vorliegt. Daher können wir diese auch hier nicht näher kommentieren.

Frage 7: Wir haben bisher keinen veröffentlichten Hinweis darauf gefunden, dass Novomatic den FK Austria Wien gesponsert hat – noch dazu in einer derartigen Höhe. Weshalb wurde dieses Sponsoring nicht bekannt gegeben?

Antwort: Offenbar ist Ihnen entgangen, dass die NOVOMATIC-Tochter ADMIRAL ein wesentlicher Sponsor des Österreichischen Fußballs, so auch der Austria Wien, ist. Zwischen dem FK Austria Wien und NOVOMATIC besteht daher eine mehrjährige Kooperation im Bereich des Sportsponsorings, wie sie international marktüblich ist. Wie in derartigen Verträgen üblich, erhält der Sponsoring-Partner zahlreiche Gegenleistungen, wie beispielsweise Logopräsenz auf den Trikots und Trainingsanzügen der Spieler und Betreuer sowie auf dem Revers/Sakko des Vorstands bei Meisterschaftsspielen oder sonstigen offiziellen Auftritten, Transparente, Bandenwerbung, Einblendung in den Pausen im Stadion des Klubs etc. Derartige Gegenleistungen sind auch in der von Ihnen angesprochenen Kooperation vereinbart. Ihre Behauptung, dass das Sponsoring nicht bekannt gegeben wurde, können wir daher nicht nachvollziehen. Den Nachweis, dass ADMIRAL zu den Premium-Sponsoren zählt, finden Sie unter https://www.fk-austria.at/de/business/sponsoren/. Das ist also bei einer einfachen Recherche im Web leicht feststellbar.

Frage 8: Wie genau kam die Spende an Karlheinz Kopf/Lebenshilfe Vorarlberg von 300 Euro im Jahr 2017 zustande?

Antwort: NOVOMATIC arbeitet immer wieder mit der Lebenshilfe zusammen, weil wir davon überzeugt sind, dass es sich dabei um eine enorm wichtige Einrichtung handelt, die Unterstützung verdient. Festzuhalten ist, dass wir in vielen Bundesländern die Lebenshilfe unterstützen. Die Spende an die Lebenshilfe Vorarlberg ist jedenfalls mit Sicherheit nicht Herrn Karlheinz Kopf zugekommen, sondern dem Verein.

Frage 9: Welche Rolle spielte Hans Niessl in Bezug auf die jährliche Spende von 1.500 Euro für die Licht ins Dunkel Gala Burgenland? Hat Novomatic bei Hans Niessl den Wunsch deponiert, er möge sich für die Ausschreibung einer Casinolizenz – etwa für den Standort Parndorf – starkmachen?

Antwort: NOVOMATIC hat an Licht ins Dunkel über viele Jahre hinweg gespendet, alleine in den letzten Jahren mehr als eine halbe Million Euro. Die von Ihnen herbeikonstruierte Unterstellung weisen wir auf das Schärfste zurück. Im Übrigen sind Spielbankenkonzessionen nicht Landes-, sondern Bundesangelegenheit. NOVOMATIC kann jedenfalls ausschließen, diesbezüglich an LH a.D. Hans Niessl herangetreten zu sein.

Frage 10: Im Jahr 2016 bezahlte die Novomatic AG 57.500 Euro an den ASV Drasburg (Präsident: Christian Illedits). Illedits war bekanntlich 2011/12 aufseiten der SPÖ an der Gestaltung des Burgenländischen Veranstaltungsgesetzes mitbeteiligt, auf dessen Grundlage Admiral Casinos 2013 eine Lizenz zur Aufstellung von 110 Automaten erhielt. Welchen Zweck hatte diese Zahlung? Ging es darum, bei Illedits positive Stimmung für Novomatic zu machen bzw. ihn zu beeinflussen? Gab es darüber hinaus auch Sponsorings der Admiral-Gruppe an den ASV Draßburg? Wenn ja, in welcher Höhe?

Antwort: Auch hier weisen wir die von Ihnen konstruierten Vorwürfe und Zusammenhänge aufs Schärfste zurück – wir haben Ihnen im Übrigen diesbezüglich schon mehrmals detaillierte Antwort gegeben. Der journalistischen Sorgfalt entsprechend sollten Sie die Aussagen von Herrn Illedits im Commerzialbank-Untersuchungsausschuss im Burgenland nachlesen, aus denen hervorgeht, dass diese Unterstellungen falsch sind. Das Sportsponsoring des ASV Draßburg besteht bereits seit 2007. Es gibt im Burgenland zwei bekannte Fußballvereine, von denen einer der ASV Draßburg ist. Aus diesem Grund war und ist dieser Verein für ein Sponsoring mit der im Sportwettbereich bekannten Marke ADMIRAL wesentlich. Dass ADMIRAL in Österreich einer der wesentlichsten und wichtigsten Sportsponsoren ist, haben wir oben bereits ausgeführt.

Frage 11: In der Sponsoring-Liste finden sich von 2016 bis 2018 Zahlungen bzw. Veranstaltungssponsorings von insgesamt mehr als 250.000 Euro zugunsten von Unternehmen bzw. Organisationen im Eigentum bzw. im Nahebereich von Gerhard H. (maX iconvienna GmbH – nunmehr EBI Brand Services GmbH, European Brand Institute GmbH, Rotary Club Klosterneuburg). Für 2019 sind weitere Zahlungen bzw. Veranstaltungssponsorings von mehr als 30.000 Euro vermerkt. Als „Auftraggeber“ ist in der vorliegenden Liste in den meisten Fällen „KR Gerhard H.“ angeführt. Gerhard H. gibt über das European Brand Institute (EBI) Markenwertstudien heraus. Auffallenderweise schneidet Novomatic in diesen Studien besonders gut ab (Rang zwei hinter Red Bull). Demzufolge hätte Novomatic nach dem Ibiza-Skandal im Markenwert sogar zugelegt. In der Presseaussendung des EBI vom 1. Juli 2020 steht wörtlich: „Europas größter Hightech Gaming-Technologiekonzern NOVOMATIC besticht mit kontinuierlichem Markenwertwachstum, einzigartiger Innovationskraft mit 4.700 registrierten IP-Schutzrechten und rückt erstmals auf Platz 2 vor.“ Hat Novomatic Zahlungen an Unternehmen von Gerhard H. geleistet bzw. seinen Rotary Club gesponsert, um – entgegen den Tatsachen – bei seinen Markenwertstudien besonders gut abzuschneiden? Falls nicht: Weshalb wurden dennoch derart hohe Zahlungen geleistet? Weshalb scheint Gerhard H. gar als „Auftraggeber“ der meisten dieser Zahlungen in der Liste auf?

Antwort: NOVOMATIC weist die von Ihnen in diesem Zusammenhang konstruierten Vorwürfe auf das Schärfste zurück. NOVOMATIC kooperierte – wie viele andere Unternehmen auch – insbesondere im Veranstaltungsbereich mit der maX iconvienna GmbH; diese stehen in keinerlei Zusammenhang mit der von unabhängigen Experten für Marken- und Patentbewertung durchgeführten Markenwertstudie. Das GLOBAL TOP 100 BRAND CORPORATIONS RANKING des European Brand Institutes – durchgeführt von Europas unabhängigen Experten für Marken- und Patentbewertung – analysiert jährlich mehr als 3.000 Markenunternehmen und deren Marken in 16 Branchen im Vergleich Europa, Amerika und Asien, basierend auf aktuellsten ISO-Standards. Der große Markenwert von NOVOMATIC ergibt sich insbesondere auch daraus, dass die Marke NOVOMATIC in über 70 Ländern weltweit als Technologie-Markenunternehmen auftritt und wahrgenommen wird. Davon profitiert im Übrigen auch die Republik Österreich, die insbesondere auch aufgrund der internationalen Tätigkeit von NOVOMATIC umfangreiche Steuern und Abgaben lukriert und durch die hohe Markenbekanntheit von NOVOMATIC auch als Land der Innovation wahrgenommen wird. Ein erfolgreiches Unternehmen wie NOVOMATIC hat es nicht nötig, sich seinen Markenwert „zu erkaufen“.

Frage 12: In der Liste finden sich lediglich zwei Einträge zu Sponsorings/Spenden im Bereich Spielsucht (60.000 Euro für eine Forschungskooperation mit der Med Uni Wien sowie insgesamt 65.000 Euro für den Verein ASÖ – Anonyme Spieler Österreich). Gemessen an den Summen, die Spielsüchtige verlieren, wirkt dies sehr gering. Weshalb spendet Novomatic in diesem Bereich keine höheren Beträge bzw. an weitere Organisationen, die in diesem Bereich tätig sind? Aus welchem Grund wurde gerade der Verein ASÖ ausgewählt?

Antwort: Es ist uns leider in keiner Weise nachvollziehbar, wie Sie zu dieser völlig unrichtigen Annahme kommen. Diese Annahme belegt ein weiteres Mal, dass Ihre „Aufstellung“ oder „Auflistung“ weder korrekt, noch vollständig sein kann. Tatsächlich gibt NOVOMATIC allein in Österreich jährlich mehr als 2 Millionen Euro für den Bereich Responsible Gaming aus, darunter fallen neben der Ausbildung von Präventionsbeauftragten, umfassenden Mitarbeiterschulungen im Bereich Spieler- und Jugendschutz, Zertifizierungen im Präventionsbereich und technologischen Spielerschutzmaßnahmen auch die Kooperationen mit Einrichtungen der Suchtprävention wie etwa dem Anton Proksch Institut, pro mente, ASÖ, MedUni Wien, Tirol BIN, Diakonie de La Tour, Institut Glücksspiel & Abhängigkeit, Fachstelle für Glücksspielsucht. Alleine in Österreich hat NOVOMATIC in den letzten 3 Jahren mehr als 6 Millionen Euro für den Bereich Responsible Gaming ausgegeben.

Frage 13: Hat sich Novomatic in den genannten Zusammenhängen irgendetwas vorzuwerfen?

Antwort: Nein. NOVOMATIC schließt ausdrücklich aus und verwehrt sich gegen die Unterstellung, dass die genannten Kooperationen, Sponsorings und/oder Unterstützungsleistungen mit irgendwelchen etwaigen politischen Gegenleistungen in Verbindung gestanden sind oder stehen.

Abschließend halten wir fest, dass wir die Verwendung von Informationen, die unter offenkundiger Verletzung rechtlicher Bestimmungen erlangt wurden, klar zurückweisen. Das gilt ganz besonders in diesem Kontext, wo Sie uns Ihre angebliche „Übersicht“ oder „Auflistung“ erst gar nicht zur Prüfung und Stellungnahme zur Verfügung stellen, sondern bloß auszugsweise irgendwelche angeblichen Einzelheiten dieses Dokuments wiedergeben, ohne uns einen Blick auf den einzig relevanten Gesamtkontext zu ermöglichen. Dass Sie mit dieser Vorgangsweise nicht in Ansätzen die journalistische Sorgfalt wahren, ist Ihnen wohl selbst bewusst.

Zum Schutze der Reputation unseres Unternehmens und der mehr als 22.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden wir prüfen, welche rechtliche Schritte wir aufgrund Ihrer Vorgangsweise einleiten werden.

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Dr. Peter Zöchbauer
Rechtsanwalt
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