- 24.02.2021, 10:31:41
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Bayr anlässlich der #parlaandsex Solidaritätsaktion mit den Protesten in Polen: „Stoppen wir die ultrakonservative Welle!“
„Alle ungewollt Schwangeren sollen die Möglichkeit haben, sicher abzutreiben!“
Utl.: „Alle ungewollt Schwangeren sollen die Möglichkeit haben,
sicher abzutreiben!“ =
Wien (OTS/SK) - Tausende Menschen demonstrieren seit Monaten in Polen
gegen das rigide Abtreibungsgesetz, das am 27. Jänner 2021 endgültig
in Kraft getreten ist. Schwangere werden – laut der neunen
Gesetzeslage – nun dazu gezwungen, Schwangerschaften auszutragen,
selbst wenn der Fötus schwere Fehlbildungen aufweist und es sicher
ist, dass die Säuglinge nur kurze Zeit nach der Geburt überleben. Die
Antwort der polnischen Regierung auf die Proteste ist, in Kliniken
„Crying Rooms“ für trauernde Mütter einzurichten. ****
„Diese Frauen brauchen keine Crying Rooms, sondern ein vernünftiges
Abtreibungsgesetz. Die Entscheidung über die Abtreibung eines nicht
lebensfähigen Fötus liegt alleine bei der Schwangeren selbst“, so
Petra Bayr, Nationalratsabgeordnete und Vorsitzende des Europäischen
Parlamentarischen Forums für sexuelle und reproduktive Rechte.
Die neue Gesetzeslage folgt einer klaren politischen Agenda. Ordo
Iuris, ein fundamentalistischer christlicher Think Tank, steht in
Polen hinter diversen Gesetzesinitiativen, wie dem neuen
Abtreibungsgesetz, den „LGBT-free zones“ und dem Verbot einer
umfassende Sexualpädagogik. Ordo Iuris versucht in ganz Europa Fuß zu
fassen. In Kroatien, Estland und Litauen wurden bereits Aktionen
gegen Frauenrechte, LGBT-Rechte und Abtreibung lanciert. Am 29.
Jänner 2021 hat die Regierung Polens den Gründer von Ordo luris,
Aleksander Stępkowski, als Kandidaten für den Europäischen
Gerichtshof für Menschenrechte nominiert. Der Einfluss von Ordo Iuris
geht somit weit über Polen hinaus.
„Wenn Europa hier nicht entschiedene Schritte setzt, wird eine
finanziell gut ausgestattete und international vernetzte
ultrakonservative Vereinigung Meinungsmache in ganz Europa betreiben
und Demokratie, Menschen- und Frauenrechte um Jahrzehnte
zurückwerfen“, ruft Bayr zur Wachsamkeit auf. „Vergessen wir nicht:
Frauenrechte sind Menschenrechte, das Selbstbestimmungsrecht über den
eigenen Körper inklusive!“, schließt Bayr.
Die überparteiliche Österreichische Parlamentarische Gruppe für
Sexuelle und Reproduktive Gesundheit und Rechte (#parlaandsex)
engagiert sich für die Verbesserung der reproduktiven und sexuellen
Gesundheit und Rechte im nationalen und internationalen Kontext.
Weitere Informationen:
https://oegf.at/ueber-uns/parlamentarische-gruppe
Fotos der Solidaritätsaktion finden Sie hier:
https://tinyurl.com/2pzfjwj8
(Schluss) sc/mp
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