„Thema“ am 22. Februar: „Inside Demo“ – Die Welt der Corona-Leugner

Außerdem um 21.10 Uhr in ORF 2: Pandemie hinter Gittern und „Notizen an Tobias“ – Wie Eltern mit dem Suizid ihres Kindes umgehen

Wien (OTS) -

Diese Meldung wurde korrigiert. Neufassung in Meldung OTS0136 vom 19.02.2021

Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag,
dem 22. Februar 2021, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

„Inside Demo“ – Die Welt der Corona-Leugner

„Kurz muss weg!“ skandieren Corona-Skeptiker/innen und -Leugner/innen auf wöchentlichen Demonstrationen, die eigentlich verboten sind. Die Polizei ist mit Hundertschaften an Beamten im Einsatz. Alexander Ehrlich, Busunternehmer und Demo-Organisator, hat daher zum „Gebet für die Freiheit“ aufgerufen. „Wenn der Staat unsere Grundrechte mit Füßen tritt, können wir Hilfe nur noch von dem erbitten, der über der Regierung steht und über dem Gesetz“, sagt er. Die Kundgebungen in ganz Österreich bestehen aus einer Mischung von besorgten Bürgerinnen und Bürgern, Verschwörungstheoretikern, Esoterikern und Rechtsextremen. Erzählt wird auf den Demos vieles – dass die Pandemie eine stärkere Grippewelle ist, eine gewollte Weltverschwörung, dass Masken nichts nützen. Der Preis ist hoch: eine aktuelle Studie aus Deutschland zeigt, dass die Infektionszahlen nach den Großdemonstrationen in Berlin und Stuttgart vergangenes Jahr deutlich gestiegen sind. Wer sind die Menschen, die an den Demonstrationen teilnehmen? „Thema“ hat einige zum persönlichen Gespräch getroffen – und mit dem Internisten Wolfgang Hagen zusammengebracht, der eine Covid-Station leitet. Ein Bericht von Christoph Bendas, Christoph Feurstein und Vanessa Böttcher.

Pandemie hinter Gittern

Reimund Josef Jöchl ist Taxiunternehmer in Wien – bis Corona das Geschäft einbrechen lässt. Als er die Strafverfügungen fürs Schnellfahren nicht mehr bezahlen kann, tritt er im Jänner 2021 die Ersatzfreiheitsstrafe im Wiener Polizeianhaltezentrum Roßauer Lände an. Gemeinsam mit fünf anderen Häftlingen ist er tagelang in einer Sammelzelle eingesperrt – ohne Mundschutz, ohne Möglichkeit, den Mindestabstand einzuhalten. „Draußen herrscht eine Pandemie, aber drinnen merkt man nichts davon“, sagt der 68-Jährige. Weder er noch die anderen Häftlinge werden auf das Coronavirus getestet. Das sei nicht vorgesehen, heißt es bei der Landespolizeidirektion Wien. In den Justizanstalten des Bundes hingegen wird ein hoher Aufwand betrieben, um Insassen vor einer Corona-Ansteckung zu schützen, berichtet Sonja Hochecker.

„Notizen an Tobias“ – Wie Eltern mit dem Suizid ihres Kindes umgehen

Vor zwei Jahren hat Golli Marboe seinen Sohn durch Suizid verloren. „Notizen an Tobias“ heißt das neue Buch, das der Familienvater im Zuge der Aufarbeitung geschrieben hat. „Danach ist nichts mehr so, wie es einmal war“, sagt der 55-Jährige. Auch der Sohn von Nina Szekulics hat sich das Leben genommen. Sie engagiert sich heute in einem Selbsthilfeverein. „Nicht die Trauernden müssen die Umgebung schonen, sondern die Umgebung muss die Trauernden schonen“, sagt sie und rät allen Betroffenen, sich Möglichkeiten zu suchen, um darüber sprechen zu können. Wie Menschen mit dem Tabuthema Suizid umgehen und was zur Prävention getan werden kann, berichtet Eva Kordesch.

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