- 17.02.2021, 13:52:28
- /
- OTS0116
„matinee“ am 21. Februar: „Magie der Museen“ auf Munchs Spuren in Oslo, Cerha-Porträt zum 95. Geburtstag
Außerdem: „Die Kulturwoche“
Utl.: Außerdem: „Die Kulturwoche“ =
Wien (OTS) - In Corona-Zeiten bietet die „matinee“ den
ORF-Zuseherinnen und -Zusehern kunstvolle Reisen in die prächtigsten
europäischen Sammlungen und Museen. So geht es am Sonntag, dem 21.
Februar 2021, um 9.05 Uhr in ORF 2 in einer weiteren Ausgabe der
Hochglanzreihe „Magie der Museen“ in das Munch Museum in Oslo. Danach
würdigt der von Teresa Vogl präsentierte ORF-Kulturvormittag einen
der bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten zum 95. Geburtstag:
Das Filmporträt: „Friedrich Cerha – So möchte ich auch fliegen
können“ (10.00 Uhr) begleitet den österreichischen Doyen u. a. bei
der Komposition und Uraufführung seines Violinkonzerts. Zum Abschluss
der „matinee“ steht „Die Kulturwoche“ (10.45 Uhr) mit Berichten und
Tipps zum aktuellen Kulturgeschehen auf dem Programm.
„Magie der Museen – Das Munch Museum, Oslo“ (9.05 Uhr)
Museen sind bezaubernde Orte der tausend Gesichter und Geschichten,
deren Faszination die internationale, von der ORF-TV-Kultur
koproduzierte achtteilige Hochglanzreihe „Magie der Museen“ enthüllt.
Jeder Film stellt eine Institution von Weltrang aus der Perspektive
von Künstlerinnen und Künstlern sowie weiteren prominenten Gästen und
Querdenkern vor. Die aktuelle Folge taucht ein in „Das Munch Museum,
Oslo“ – eines der wenigen Museen, die nur einem Künstler gewidmet
sind: Edvard Munch, Wegbereiter des Expressionismus und Maler eines
der berühmtesten und teuersten Gemälde der Welt: „Der Schrei“. Munch
vermachte seinen Nachlass der Stadt Oslo, die in den 1960er Jahren
aus Geldnot ein eher bescheidenes Museum errichtete. Als bekanntester
Künstler Norwegens wurden Munch und seine Werke bald zu einem
wichtigen Teil der norwegischen Identität. Das Museum beherbergt
neben seinen Gemälden fast 8.000 Zeichnungen, 500 Druckplatten sowie
Tagebücher und Briefe.
Für den von Sylvie Kürsten gestalteten Film begibt sich der
preisgekrönte norwegische Bestseller-Autor und Dokumentarist Karl Ove
Knausgård auf biografische Spurensuche durch das berühmte Haus, für
das er einmal eine Sonderausstellung kuratiert hat. Er betritt im
Hochsicherheitstrakt des Museums ein geheimes Depot, in dem „Der
Schrei“ aufbewahrt ist. Völlig nackt – ohne Rahmen, ohne Glas – rührt
ihn das Bild zu Tränen; vor den Werken Munchs sinniert der
Schriftsteller des literarischen Selfie-Genres über die
skandinavische Seele, über die Angst des modernen Menschen, über
Melancholie und Hoffnung und auch den Tod seines eigenen Vaters.
Ergänzt werden seine Erzählungen durch detaillierte
Hintergrundinformationen und Anekdoten von Matt Lodder, englischer
Kunsthistoriker und Dozent an der University of Essex, der die
gesamte „Magie der Museen“-Reihe mit seinem beeindruckenden
Expertenwissen bereichert.
„Friedrich Cerha – So möchte ich auch fliegen können“ (10.00 Uhr)
Friedrich Cerha ist der unbestrittene Altmeister der österreichischen
Neuen Musik. Lange als „Monsieur Troisième Acte“ belächelt, weil er
durch die Vollendung des dritten Aktes der Oper „Lulu“ von Alban Berg
größere Bekanntheit erlangt hatte, komponierte er bald eigene
Opernwerke wie „Baal“, „Der Rattenfänger“ oder „Der Riese vom
Steinfeld“. Er schuf unzählige Orchesterkompositionen, Kammermusik
und visionäre Arbeiten wie das Monumentalwerk „Spiegel“, in dem er
grundlegenden Phänomenen der musikalischen Gestaltung nachspürt.
Cerha hört in seinem Inneren Klänge und Tonfolgen, die „wie von
selbst aus dem Unterbewusstsein ins Bewusstsein steigen“. Die
Redlichkeit, Kompromisslosigkeit und Konsequenz, mit der er diese
Töne zu Papier bringt, hat ihn zum Außenseiter und zum Rebellen
gemacht.
Doch nicht nur auf musikalischem Gebiet ist Friedrich Cerha
konsequent. Als 19-Jähriger desertierte er und floh vor den Nazis in
die Tiroler Berge. Zurück im „erzkonservativen Wien der 1950er Jahre“
stieß er mit seiner Vorstellung von Musik auf Unverständnis und
Ablehnung. Erst in den vergangenen Jahrzehnten wird seine Musik auch
von breiteren Publikumsschichten und jüngeren Zuhörerinnen und
Zuhörern angenommen und zusehends verstanden. Welche Sehnsüchte und
Träume den Komponisten heute bewegen, versucht der Film von Robert
Neumüller zu ergründen.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRF






