Anschober: Die Wochen bis Ostern werden die schwierigste Phase der Pandemie

Dem Risiko starker Steigerungen der Neuinfektionszahlen aufgrund der Ausbreitung der Mutationen muss mit Österreich-Strategie der umfassenden Testungen begegnet werden

Wien (OTS/BMSGPK) - Die Infektionslage in Österreich ist weiterhin stabil: Österreichweit wurden in den vergangenen 24 Stunden von den Bundesländern 1.427 Neuinfektionen eingemeldet - dem stehen 1.451 Neugenesene gegenüber. Die Zahl der aktiven Fälle ist damit auf 13.971 gesunken. Die Situation in den Intensivstationen bleibt mit 258 schwer an Covid erkrankten Personen ebenfalls stabil. Auch die Zahl der Todesfälle ist deutlich gesunken und derzeit mit jeweils deutlich unter 50 stabil (aktuell in den vergangenen 24 Stunden 39 Todesfälle).****

Erfreulich ist die Entwicklung in den Alten- und Pflegeheimen, in denen wir ein weiteres starkes Absinken der Infektionsfälle auf mittlerweile 553 erleben. Im November waren wir bei einem Höchstwert von 4.300 Aktiven Fällen in APH in Österreich.

Gleichzeitig nimmt die Anzahl der Mutationen stark zu - bei der britischen Variante mit einem starken Ost-West-Gefälle, bei der Südafrika-Variante mit einer starken Konzentration in Tirol.

“Sobald die Mutationen mit ihrem erhöhten Ansteckungsrisiko eine Dominanz erreichen - das werden wir in den ersten Regionen im Osten Österreichs in den kommenden zwei Wochen erleben -, wird dies zu einer Erhöhung der Neuinfektionszahlen führen. Daher ist es richtig, jetzt keine weiteren Öffnungsschritte zu ermöglichen und gleichzeitig dieser drohenden Zunahme aktiv durch eine große Anzahl an Testungen in allen Bevölkerungsschichten entgegen zu wirken. Dies funktioniert derzeit großartig - auch in den vergangenen 24 Stunden wurde wieder ein Rekordwert von 291.000 Testungen eingemeldet - die Gesamtzahl der in Österreich durchgeführten Testungen liegt damit bereits bei 12,2 Millionen”, freut sich Gesundheitsminister Rudi Anschober über diese in Europa einzigartige Dichte und Intensität der Testungen.

Anschober: „Die umfassende Verwendung der FFP2-Masken und der erhöhte Mindestabstand sind gute Antworten auf das höhere Ansteckungsrisiko der beiden Mutationen, die umfassenden Testungen, die nun erstmals wirklich alle Bevölkerungsteile erreichen, sind die wirksamste Gegenstrategie gegen ein Ansteigen der Neuinfektionen aufgrund der Mutationen. Die kommenden zwei Wochen werden uns zeigen, ob diese Gegenstrategie ausreichend wirksam ist. Daher werden wir zu diesem Zeitpunkt über die Möglichkeit und den Inhalt von Öffnungsschritte auf Basis gesicherter Grundlagen entscheiden können.”

“Diese Phase bis Ostern wird daher eine sehr schwierige und unsichere sein. Schaffen wir diese Phase gut und mit stabilen Zahlen, können weitere Öffnungsschritte erfolgen, und die Lage in der Pandemie wird sich besser kontrollieren lassen. Denn es ist unser Ziel, bis Ostern rund eine Million Menschen zu impfen und mit steigenden Temperaturen sollte auch das Risiko der Pandemie schrittweise leicht sinken.” (schluss)

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