Neuer Sparkassen-Kollektivvertrag setzt im Aus- und Weiterbildungsbereich Maßstäbe für die Zukunft

Angebote unabhängig von Geschlecht, Alter, Aufgabenbereich und Arbeitszeitausmaß

Wien (OTS) - Im Jänner haben der Österreichische Sparkassenverband und die Gewerkschaft GPA einen wegweisenden Kollektivvertrag für rund 15.000 Beschäftigte der Erste Bank und Sparkassen zum Thema Bildung abgeschlossen. Mit dem Thema Mitarbeiterinnenausbildung wird den Herausforderungen der fortschreitenden Digitalisierung und den sich dadurch rasch ändernden Rahmenbedingungen Rechnung getragen. ++++

Dem neuen Bildungs-KV wurde das Modell einer Pyramide zu Grunde gelegt. Da gibt es zunächst die Basisinformationen, die allen neuen Mitarbeiterinnen zur Verfügung gestellt und geläufig sein müssen. Dabei handelt es sich zum Beispiel um die Strategie des Unternehmens, um Sicherheitsfragen, um Compliance, Marktpositionierung oder Datenschutzfragen. Auf der zweiten Stufe finden sich Lerninhalte, die den Beschäftigten helfen, ihre aktuellen Aufgaben gut erfüllen zu können. Die dritte Stufe der Pyramide ist schließlich in die Zukunft gerichtet. Das neue Regelwerk ordnet auch die Verantwortung für Aus- und Weiterbildung in der Sparkassengruppe neu. Dabei geht es nicht darum, dass Mitarbeiterinnen zur Qualifizierung verpflichtet werden, sondern sowohl Arbeitgeberinnen als auch Mitarbeiterinnen selbst Verantwortung übernehmen. Mitarbeiterinnen sollen in Zukunft ihre Qualifizierung selbst gestalten können. Das bietet auch erhöhte Chancen für eine Neuausrichtung.

Klares Bekenntnis zur Zukunft

„In diesem Kollektivvertrag spiegelt sich auch der Gründungsgedanke der Sparkassengruppe wider und ist ein Versprechen zur Chancengleichheit, Diversität, Zugänglichkeit und Zukunftsfitness. Es ist ein immens wichtiger Schritt, dass wir hier gemeinsam mit der Gewerkschaft GPA einen Kollektivvertrag entwickelt haben, der im Sinne aller Beteiligten ein zukunftsweisendes Ergebnis liefert. Uns ist auch wichtig zu signalisieren, dass die Zukunft auch deutlich weiblicher sein kann. Daher haben wir uns auch als erste Bankengruppe dazu entschieden, einen rechtlichen Text einmal in der weiblichen Form zu formulieren. Natürlich mit dem üblichen Beisatz, dass damit beide Geschlechter gemeint sind. Es lohnt sich auch bei Texten einmal die Perspektive zu verändern,” betont Sabine Mlnarsky, Head of HR der Erste Bank.

Christian Trixner, Betriebsratsvorsitzender der Sparkasse Oberösterreich und Vorsitzender Bundesausschuss Sparkassen in der Gewerkschaft GPA, betont, dass es hier eben auch um die Themen individuelle Karriereentwicklung und berufliche Zukunft geht. „Chancengleichheit im Bildungs-KV bedeutet nicht nur gleichen Zugang zu Fortbildungsmöglichkeiten für Männer und Frauen. Es bedeutet auch, dass sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitbeschäftigten ein vollumfänglicher Zugang zu Weiterbildungsangeboten, unabhängig von ihrer Rolle und Funktion, garantiert wird. Das zentrale Thema Employability soll nicht nur gewährleisten, dass alle Mitarbeiterinnen die aktuell besten Kompetenzen für ihren Job im Unternehmen erwerben, sondern darüber hinaus wertvolle zukunftssichernde und über den Tellerrand reichende Ausbildung erhalten“, so Trixner.

„Wir unterstützen alle unsere Mitarbeiterinnen darin, ein möglichst breites und persönlich zugeschnittenes Ausbildungsangebot für ihren Karriereweg zu erhalten“, erklärt Franz Portisch, Generalsekretär des Österreichischen Sparkassenverbandes. „Unabhängig von Geschlecht, Alter, Aufgabenbereich und Arbeitszeitausmaß, setzen wir uns für einen freien Zugang unserer Qualifizierungsprogramme und die Gleichstellung von Frauen und Männern ein. Die berufliche Entwicklung in den Sparkassen soll allen Mitarbeiterinnen in gleicher Weise offenstehen. Besonderes Augenmerk liegt darauf, Frauen zur Teilnahme an allen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen aktiv zu ermutigen, ganz egal, in welchem Umfang sie in der Sparkasse beschäftigt sind.“

Aus- und Weiterbildung im Wandel

„Aus- und Weiterbildung trägt nicht nur dem Wandel des Bankenbereichs, sondern auch der Bedeutung des lebenslangen Lernens Rechnung, zumal sie heute nicht mehr nur in Seminarräumen und in mehrtägigen Fortbildungskursen stattfindet. Zu 70 Prozent werden neues Wissen und neue Skills direkt am Arbeitsplatz, oft in Form von Training on the Job erlernt”, schildert Ilse Fetik, Betriebsratsvorsitzende der Erste Bank. Nur mehr 30 Prozent der Weiterbildung erfolgen in Seminaren, davon wiederum nur ein Teil in Form von Präsenzunterricht, der andere Teil über webbasiertes Training. „Gerade jetzt in Corona-Zeiten hat sich eine Kombination unterschiedlicher Lehr- und Lernmethoden bewährt“, so Fetik.

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