- 09.02.2021, 17:55:39
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ORF-Generaldirektor Wrabetz: “Müssen Plattformlogiken neu interpretieren, und zwar öffentlich-rechtlich“
ORF-DialogForum „TransFORM“ startete den fünfmonatigen Public-Value-Prozess zum digitalen Wandel
Utl.: ORF-DialogForum „TransFORM“ startete den fünfmonatigen
Public-Value-Prozess zum digitalen Wandel =
Wien (OTS) - Heute, am Dienstag, dem 9. Februar 2021, setzten zwei
ORF-DialogForen unter dem Titel „TransFORM“ den Startschuss zum
fünfmonatigen Public-Value-Prozess zum digitalen Wandel: Die digitale
Transformation wird auch den ORF verändern. Die Frage ist: Wie?
Welche Reformen, Adaptionen und Innovationen sind notwendig? Was
erwarten sich Publikum und Stakeholder/innen des ORF? Diese Fragen
diskutierte in der ersten Gesprächsrunde um 13.00 Uhr
ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz mit Ingrid Brodnig, profil, und
Caroline Pavitsits, Bundesjugendvertretung. Die Moderation übernahm
Klaus Unterberger, ORF Public Value. Die Diskussionsrunden werden am
17. Februar um 0.10 Uhr in ORF III ausgestrahlt (Wiederholung am 20.
Februar um 8.50 Uhr in ORF III).
„Mit dem Siegeszug globaler Streaming-Plattformen erleben wir die
größten Veränderungen der Medienwelt seit Jahrzehnten. Wie der ORF
auf diese ‚Plattform-Challenge‘ und die damit verbundenen
Herausforderungen reagiert, ist daher entscheidend für seine
Zukunftsfähigkeit“, betonte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz.
„Wir müssen also die Plattformlogiken neu interpretieren, und zwar
öffentlich-rechtlich. In vielen Bereichen ist der ORF in der
digitalen Transformation schon sehr weit. Nun muss er sich vom
klassischen Broadcaster zur multimedialen Public Service Plattform
weiterentwickeln, nur so haben wir eine Zukunft. Der ORF PLAYER ist
unser zentrales Projekt für diese Zukunft. Es müssen aber auch die
entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit diese
Transformation gelingen und der ORF auch weiterhin seinen Auftrag
erfüllen kann!“
Ingrid Brodnig sieht die „Sehnsucht nach Öffentlich-Rechtlichem mehr
denn je“, es brauche einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der
„leisten kann, was der Konsument wo anders nicht findet.“ Daher
sollten die digitalen Schranken für den ORF gelockert werden, so
Brodnig, die als Konsumentin nicht verstehe, „warum die durch meine
Beiträge finanzierten Programme nur sieben Tage online abrufbar
sind.“
„Junge Menschen konsumieren Medieninhalte anders, meist schnell und
zwischendurch“, sagte Caroline Pavitsits. Das bedeute auch eine
Änderung in der Form der Gestaltung. Inhalte müssen dementsprechend
„von, mit und für junge Menschen“ gestaltet sein, so Pavitsits.
„DialogForen“ sind Start des „TransFORM“-Prozesses der
Public-Value-Abteilung des ORF
Die beiden „DialogForum“-Sendungen sind der Start für den
fünfmonatigen „TransFORM“-Prozess der Public-Value-Abteilung des ORF,
der sich mit der Herausforderung des digitalen Wandels befasst. Dazu
werden in den folgenden Monaten junge Menschen in ganz Österreich zu
ihren Erwartungen befragt, eine Studie unter Mitwirkung der European
Broadcasting Union, dem Dachverband aller öffentlich-rechtlichen
Medien Europas, wird die Expertise österreichischer und
internationaler Wissenschafter/innen beitragen, im „TransFORM“-Studio
der ORF-Website zukunft.ORF.at kommen in einer von Isabelle Richter
und Viktoria Tatschl gestalteten Videoreihe junge Medieninnovatoren
des ORF zu Wort, die Erwartungen der Stakeholder des ORF aus den
Bereichen Information, Kultur, Bildung, Wissenschaft, Sport und
Zivilgesellschaft werden in sechs weiteren „DialogForum“-Debatten
(jeweils zweimal im Monat) behandelt.
Der gesamte „TransFORM“-Prozess wird Mitte Mai im neuen
Public-Value-Bericht zusammengefasst und präsentiert.
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