ORF-Generaldirektor Wrabetz: “Müssen Plattformlogiken neu interpretieren, und zwar öffentlich-rechtlich“

ORF-DialogForum „TransFORM“ startete den fünfmonatigen Public-Value-Prozess zum digitalen Wandel

Wien (OTS) - Heute, am Dienstag, dem 9. Februar 2021, setzten zwei ORF-DialogForen unter dem Titel „TransFORM“ den Startschuss zum fünfmonatigen Public-Value-Prozess zum digitalen Wandel: Die digitale Transformation wird auch den ORF verändern. Die Frage ist: Wie? Welche Reformen, Adaptionen und Innovationen sind notwendig? Was erwarten sich Publikum und Stakeholder/innen des ORF? Diese Fragen diskutierte in der ersten Gesprächsrunde um 13.00 Uhr ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz mit Ingrid Brodnig, profil, und Caroline Pavitsits, Bundesjugendvertretung. Die Moderation übernahm Klaus Unterberger, ORF Public Value. Die Diskussionsrunden werden am 17. Februar um 0.10 Uhr in ORF III ausgestrahlt (Wiederholung am 20. Februar um 8.50 Uhr in ORF III).

„Mit dem Siegeszug globaler Streaming-Plattformen erleben wir die größten Veränderungen der Medienwelt seit Jahrzehnten. Wie der ORF auf diese ‚Plattform-Challenge‘ und die damit verbundenen Herausforderungen reagiert, ist daher entscheidend für seine Zukunftsfähigkeit“, betonte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. „Wir müssen also die Plattformlogiken neu interpretieren, und zwar öffentlich-rechtlich. In vielen Bereichen ist der ORF in der digitalen Transformation schon sehr weit. Nun muss er sich vom klassischen Broadcaster zur multimedialen Public Service Plattform weiterentwickeln, nur so haben wir eine Zukunft. Der ORF PLAYER ist unser zentrales Projekt für diese Zukunft. Es müssen aber auch die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit diese Transformation gelingen und der ORF auch weiterhin seinen Auftrag erfüllen kann!“

Ingrid Brodnig sieht die „Sehnsucht nach Öffentlich-Rechtlichem mehr denn je“, es brauche einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der „leisten kann, was der Konsument wo anders nicht findet.“ Daher sollten die digitalen Schranken für den ORF gelockert werden, so Brodnig, die als Konsumentin nicht verstehe, „warum die durch meine Beiträge finanzierten Programme nur sieben Tage online abrufbar sind.“

„Junge Menschen konsumieren Medieninhalte anders, meist schnell und zwischendurch“, sagte Caroline Pavitsits. Das bedeute auch eine Änderung in der Form der Gestaltung. Inhalte müssen dementsprechend „von, mit und für junge Menschen“ gestaltet sein, so Pavitsits.

„DialogForen“ sind Start des „TransFORM“-Prozesses der Public-Value-Abteilung des ORF

Die beiden „DialogForum“-Sendungen sind der Start für den fünfmonatigen „TransFORM“-Prozess der Public-Value-Abteilung des ORF, der sich mit der Herausforderung des digitalen Wandels befasst. Dazu werden in den folgenden Monaten junge Menschen in ganz Österreich zu ihren Erwartungen befragt, eine Studie unter Mitwirkung der European Broadcasting Union, dem Dachverband aller öffentlich-rechtlichen Medien Europas, wird die Expertise österreichischer und internationaler Wissenschafter/innen beitragen, im „TransFORM“-Studio der ORF-Website zukunft.ORF.at kommen in einer von Isabelle Richter und Viktoria Tatschl gestalteten Videoreihe junge Medieninnovatoren des ORF zu Wort, die Erwartungen der Stakeholder des ORF aus den Bereichen Information, Kultur, Bildung, Wissenschaft, Sport und Zivilgesellschaft werden in sechs weiteren „DialogForum“-Debatten (jeweils zweimal im Monat) behandelt.

Der gesamte „TransFORM“-Prozess wird Mitte Mai im neuen Public-Value-Bericht zusammengefasst und präsentiert.

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