- 06.02.2021, 09:05:18
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Verlängerung der Aktion „Energie-Spar-Gemeinde“ und neuer Anreiz bei intelligenter Straßenbeleuchtung
LH Mikl-Leitner: Gemeinden sind wichtiger Partner, wenn es um die Umsetzung klimaschutzpolitischer Maßnahmen geht
Utl.: LH Mikl-Leitner: Gemeinden sind wichtiger Partner, wenn es um
die Umsetzung klimaschutzpolitischer Maßnahmen geht =
St. Pölten (OTS/NLK) - Im Rahmen der Aktion „Energie-Spar-Gemeinde“
unterstützt das Land Niederösterreich seine 573 Gemeinden einerseits
mit intensiver Beratung zu den Themen Energieeffizienz, Energiesparen
und der Nutzung von Alternativ-Energien. Andererseits gibt es auch
eine finanzielle Unterstützung wie die Bedarfszuweisungen für
energiesparende Maßnahmen.
„Mit Niederösterreichs Gemeinden haben wir kongeniale Partner, die
Vorreiter und Vorbilder zugleich sind, wenn es um den Einsatz von
erneuerbaren Energien und das Einsparen von Energie geht. So sind
etwa die „Energie-Spar-Gemeinden“ eine besondere Erfolgsgeschichte.
Durch die Umrüstung auf LED-Technik sind bereits 186.000 Lichtpunkte
ersetzt worden. Das entspricht der Strecke von St. Pölten bis New
Delhi in Indien“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Das
Land Niederösterreich wird auch heuer bis zu drei Millionen Euro im
Rahmen der Aktion bereitstellen.
Neu aufgenommen in das Förderprogramm werden intelligente
Straßenbeleuchtungen. Dabei sind die einzelnen Lichtpunkte mit einem
Bewegungssensor ausgestattet. Wenn die Sensoren Verkehrsteilnehmer
erkennen, wird das Beleuchtungsniveau kurzfristig hochgefahren.
Ansonsten bleibt die Beleuchtung auf einem niedrigen Niveau (z.B. 20
Prozent). „Neben der hohen Energieeinsparung wird die
Lichtverschmutzung reduziert, ohne dabei die Verkehrssicherheit zu
verringern“, verweist Mikl-Leitner auf den Mehrwert der „smarten“
Beleuchtung. Hinkünftig unterstützt das Land Niederösterreich die
Gemeinden mit bis zu 150 Euro je getauschtem Lichtpunkt für die
Installation einer intelligenten Straßenbeleuchtung.
Die finanzielle Einsparung für die Gemeinden beträgt dadurch rund
6,45 Millionen Euro pro Jahr. Darüber hinaus sind im Rahmen der
Aktion 280 Photovoltaik-Anlagen installiert und rund 100 Gebäude an
Biomasse-Nahwärmeanlagen angeschlossen worden. LH-Stellvertreter
Stephan Pernkopf betont: „Seit 2012 sind im Zuge der
Energie-Spar-Gemeinden 1.100 Energieprojekte umgesetzt und 130
Millionen Euro investiert worden. Das bringt eine Win-Win-Situation
für alle Beteiligten: Denn damit wird Energie gespart, es werden
Impulse für die Wirtschaft gesetzt und es entstehen Arbeitsplätze.“
„Sehr erfreulich entwickelten sich auch die
Photovoltaik-Bürgerbeteiligungen“, so Pernkopf. Allein 2020 wurden 51
Gemeindedächer mit PV-Anlagen mit insgesamt 1.319 kWp in Begleitung
mit der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich umgesetzt. Und
das Land Niederösterreich steht dem um nichts hinterher: „Mit dem
Sonnenkraftwerk Niederösterreich möchten wir bis 2024 auf über 150
landeseigenen Gebäuden PV-Anlagen mittels Bürgerbeteiligung
errichten. Damit entsteht in Niederösterreich Europas größtes
Bürgerkraftwerk“, so Mikl-Leitner und Pernkopf.
Neben Investitionsförderungen können die Gemeinden in
Niederösterreich auf eine umfassende Unterstützung zählen: „Mit dem
Umwelt-Gemeinde-Service der Energie- und Umweltagentur steht den
blau-gelben Gemeinden ein One-Stop-Shop zur Verfügung, wo von der
Energie-Beratung über das Beschaffungsservice bis hin zur
Förderberatung und dem Spitzenprogramm e5 alles abgedeckt wird.“ Im
vergangenen Jahr hat die Förderberatung NÖ über 1.000
Gemeindeprojekte begleitet, wodurch 10 Millionen Euro für die
Gemeinden gesichert werden konnten. Gemeindebund-Präsident Alfred
Riedl dazu: „Dieses Service ist ein echter Wettbewerbsvorteil für
unsere Gemeinden und ermöglicht die Umsetzung von mehr ökologischen
Projekten im Vergleich zu anderen Regionen.“
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