Litschauer/Grüne: Kernenergie darf nicht an die Fördertöpfe des Green Deals kommen

Studie zeigt: Kernenergie nicht einmal als Übergangstechnologie geeignet

Wien (OTS) - „Kernenergie kann nicht einmal als Übergangstechnologie einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten und sollte komplett vom Green Deal ausgeschlossen werden. Das ist heute einmal mehr durch eine beeindruckende Studie im Auftrag des Klimaministeriums bestätigt worden“, sagt der Anti-Atom-Sprecher der Grünen, Martin Litschauer, zu den Ergebnissen der heute veröffentlichten Studie zur Klimarelevanz von Atomenergie. Studienautorin Prof. Sigrid Stagl von der Wirtschaftsuniversität Wien wurde vom Bundesministerium für Klimaschutz mit der Fragestellung betraut, inwieweit Kernenergie anhand der Kriterien der EU-Taxonomie-Verordnung einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leistet.

„Atomenergie erfüllt nämlich kein Kriterium einer nachhaltigen Energieform. Es ist ein ökologischer Irrsinn, in Zeiten der Wasserknappheit auf Atomenergie zu setzen. Die europäischen AKWs alleine verdampfen jährlich vier Mal die Menge des Neusiedlersees. So kann keine umsichtige Klimaschutzstrategie ausschauen", hält Litschauer fest. Der Uranabbau führe durch schwer belastetes Prozesswasser zu Umweltproblemen auf der ganzen Welt. "Da sind noch viele Fragen offen. Für die europäische Energieversorgung ist Atomenergie sogar hinderlich: Jeder Euro der jetzt in den Neubau fließt, wird erst in Jahren oder Jahrzehnten Strom ernten. Dieser Euro wird dann nicht mehr in billige und sofort verfügbare Photovoltaik oder Windenergie investiert. Fossile Anlagen bleiben so weiterbestehen. Dazu kommt: Atomenergie wird immer hochriskant bleiben und niemand auf der ganzen Welt kann einen Super-GAU ausschließen. Die Nuklearindustrie schon gar nicht, denn sie ist nach wie vor nicht bereit, die volle Haftung für Unfälle zu übernehmen. Nach wie vor wissen wir nicht einmal in der EU wohin mit den tausenden Tonnen hochradioaktiven Mülls für die nächsten Jahrtausende“, betont der Anti-Atom-Sprecher.

„Die heute präsentierte Studie hilft, auch zukünftig die Atomlobby von den Fördertöpfen des europäischen Green Deals fernzuhalten. Sie liefert wichtige Erkenntnisse und faktenbasierte Argumente für den ungebrochenen Einsatz der Grünen und unserer Klimaministerin Leonore Gewessler gegen Atomenergie auf EU-Ebene“, erklärt Litschauer.

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