„Vorrang für den grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehr“

St. Galler Regierungsrat Beat Tinner zu Besuch bei Landesrat Johannes Rauch

Bregenz (OTS) - Beat Tinner, seit 1. Juni 2020 Regierungsrat und Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartementes im Kanton St. Gallen, hat heute, Freitag, seinen Vorarlberger Amtskollegen, Mobilitätslandesrat Johannes Rauch, zu einem ersten Gedankenaustausch über die Zukunft des grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehrs zwischen der Schweiz und Österreich getroffen.

„Die Herausforderungen, die vor uns liegen, sind vielfältig“, betonen Tinner und Rauch. „Gerade in der Grenzregion zwischen Vorarlberg und dem Kanton St. Gallen ist Mobilität von entscheidender Bedeutung: Tausende Pendlerinnen und Pendler überqueren Tag für Tag nationale Grenzen; hier ist schon längst eine gemeinsame Region, eine gemeinsame Agglomeration entstanden.“ Die Politik habe die Aufgabe, Rahmenbedingungen zu schaffen, die das Grundbedürfnis Mobilität berücksichtigen.

„Dabei stehen insbesondere drei Punkte im Zentrum unserer Überlegungen“, erklären Tinner und Rauch übereinstimmend. „Zum einen liegt uns sehr viel daran, entsprechende (Schienen-)Infrastruktur zu schaffen, um die Kapazitäten im Nah-, aber auch im Fernverkehr zu erhöhen. Ein zweites Thema, das uns in nächster Zeit beschäftigen wird, sind die unterschiedlichen Tarifstrukturen in den Ländern, die ein ganz pragmatisches Hindernis für den grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehr darstellen, das wir überspringen müssen. Und schließlich wollen wir uns vor allem darum bemühen, eine möglichst kundenfreundliche Taktung und Verzahnung der Fahrpläne zu gewährleisten.“

Auf Expert:innenebene befinden sich die Länder durch Lenkungsausschüsse ohnehin in ständigem Austausch, auf politischer Ebene soll es nun darum gehen, gemeinsame verkehrspolitische Zielsetzungen zu formulieren und auf bi- bzw. trilateraler Ebene das weitere politische Vorgehen zu klären.

„Denn eines ist klar“, sind sich Tinner und Rauch einig: „Nicht zuletzt aus klimapolitischen Überlegungen brauchen wir Vorrang für den grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehr.“

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