- 29.01.2021, 10:01:02
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„Vorrang für den grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehr“
St. Galler Regierungsrat Beat Tinner zu Besuch bei Landesrat Johannes Rauch
Utl.: St. Galler Regierungsrat Beat Tinner zu Besuch bei Landesrat
Johannes Rauch =
Bregenz (OTS) - Beat Tinner, seit 1. Juni 2020 Regierungsrat und
Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartementes im Kanton St. Gallen, hat
heute, Freitag, seinen Vorarlberger Amtskollegen, Mobilitätslandesrat
Johannes Rauch, zu einem ersten Gedankenaustausch über die Zukunft
des grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehrs zwischen der Schweiz
und Österreich getroffen.
„Die Herausforderungen, die vor uns liegen, sind vielfältig“,
betonen Tinner und Rauch. „Gerade in der Grenzregion zwischen
Vorarlberg und dem Kanton St. Gallen ist Mobilität von entscheidender
Bedeutung: Tausende Pendlerinnen und Pendler überqueren Tag für Tag
nationale Grenzen; hier ist schon längst eine gemeinsame Region, eine
gemeinsame Agglomeration entstanden.“ Die Politik habe die Aufgabe,
Rahmenbedingungen zu schaffen, die das Grundbedürfnis Mobilität
berücksichtigen.
„Dabei stehen insbesondere drei Punkte im Zentrum unserer
Überlegungen“, erklären Tinner und Rauch übereinstimmend. „Zum einen
liegt uns sehr viel daran, entsprechende (Schienen-)Infrastruktur zu
schaffen, um die Kapazitäten im Nah-, aber auch im Fernverkehr zu
erhöhen. Ein zweites Thema, das uns in nächster Zeit beschäftigen
wird, sind die unterschiedlichen Tarifstrukturen in den Ländern, die
ein ganz pragmatisches Hindernis für den grenzüberschreitenden
öffentlichen Verkehr darstellen, das wir überspringen müssen. Und
schließlich wollen wir uns vor allem darum bemühen, eine möglichst
kundenfreundliche Taktung und Verzahnung der Fahrpläne zu
gewährleisten.“
Auf Expert:innenebene befinden sich die Länder durch
Lenkungsausschüsse ohnehin in ständigem Austausch, auf politischer
Ebene soll es nun darum gehen, gemeinsame verkehrspolitische
Zielsetzungen zu formulieren und auf bi- bzw. trilateraler Ebene das
weitere politische Vorgehen zu klären.
„Denn eines ist klar“, sind sich Tinner und Rauch einig: „Nicht
zuletzt aus klimapolitischen Überlegungen brauchen wir Vorrang für
den grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehr.“
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