DIE ÖSTERREICHISCHEN KINDERSCHUTZZENTREN: Kinder und Jugendliche in der Krise nicht vergessen und für ihren Schutz sorgen!

Die Österreichischen Kinderschutzzentren appellieren an die neue Bundesministerin, das Regierungsvorhaben „Ausbau und Absicherung von Kinderschutzzentren“ rasch in Angriff nehmen!

  • Denn mit jeder Verlängerung des Lockdowns steigt der Druck auf und die Belastung für die Familien, sind Kinder und Jugendliche mehr und mehr gefährdet. Für viele Kinder und Jugendliche sind die Folgen der Pandemie fatal
    Martina Wolf, Geschäftsführerin im Bundesverband Österreichischer Kinderschutzzentren
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  • Eine bessere finanzielle Ausgestaltung und Absicherung in allen Bundesländern und eine Aufstockung der Personalressourcen, sowie ein regionaler Ausbau von Kinderschutzzentren sind dringend notwendig und brauchen eine rasche Umsetzung
    Martina Wolf, Geschäftsführerin im Bundesverband Österreichischer Kinderschutzzentren
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Wien (OTS) - Der Kinderschutz hat es nicht einfach in Österreich. Erst wurden die Kompetenzen aus der Bundesverantwortung, entgegen der Meinung der breiten Fachwelt und entgegen den Empfehlungen des UN-Kinderrechte-Ausschusses aus der Bundesverantwortung gelöst, dann kam mit dem 3. Gewaltschutzgesetz eine Anzeigepflicht für Gesundheitsberufe, die nicht mit der Kinderschutzarbeit vereinbar ist. Mit der neuen Regierung kam das Ende eines eigenen Familien- und Jugendministeriums – kein gutes Signal für eine Gruppe, die immerhin 25% der österreichischen Bevölkerung ausmacht. Von der Co-Situation mit dem Thema Arbeit, wandern die Agenden nun weiter zu den Frauen und während der neue Arbeitsminister auch medial breit präsentiert und gelobt wird, ist diese neue Verbindung in aller Stille über die Bühne gegangen. Kinder und Jugendliche erfahren einfach deutlich weniger Interesse seitens der Regierung.

Aber immerhin findet sich im Regierungsprogramm ua ein Passus bei dem Hoffnung für den Kinderschutz aufkommen könnte: „Ausbau und Absicherung von Kinderschutzzentren“.

Eine rasche Umsetzung dieses Vorhabens ist heute dringender denn je.

"Denn mit jeder Verlängerung des Lockdowns steigt der Druck auf und die Belastung für die Familien, sind Kinder und Jugendliche mehr und mehr gefährdet. Für viele Kinder und Jugendliche sind die Folgen der Pandemie fatal", erklärt Martina Wolf, Geschäftsführerin im Bundesverband Österreichischer Kinderschutzzentren. In den über 30 Kinderschutzzentren in Österreich wird mit aller Kraft versucht, dem steigenden Bedarf an Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Kinder, Jugendliche und ihre Familien gerecht zu werden. Und das mit oft extrem knappen Ressourcen. Kinder und Jugendliche von heute bilden unsere Gesellschaft von morgen – jene, die durch die aktuelle Situation besonders belastet und gefährdet sind, brauchen professionelle Begleitung, wie sie in Kinderschutzzentren kostenlos angeboten wird.

"Eine bessere finanzielle Ausgestaltung und Absicherung in allen Bundesländern und eine Aufstockung der Personalressourcen, sowie ein regionaler Ausbau von Kinderschutzzentren sind dringend notwendig und brauchen eine rasche Umsetzung", betont Wolf.

Seit der sogenannten „Verländerung“ haben die Österreichischen Kinderschutzzentren keine verantwortlichen Ansprechpartner*innen auf Bundesebene – wer kann und will sich für den Kinderschutz in Österreich einsetzen? Ob das im Frauenressort möglich sein wird, wird diese Legislaturperiode zeigen. Es müsste sichergestellt werden, dass der Kinderschutz mit seiner gewachsenen Expertise, der in der Kinder- und Jugendhilfe verankert ist, im Bund eine eigenständige Lobby hat. Bislang sind hier keine Ansätze in Sicht. Aus diesem Grund verweisen die Österreichischen Kinderschutzzentren auf die von der Liga für Kinder- und Jugendgesundheit (deren Mitglied sie sind) erhobene Forderung nach einem Kinderministerium. Eine eigene Staatssekretärin im Frauenministerium wäre aber das Mindeste, um die Rechte und Interessen einer Gruppe zu vertreten, die nur allzu leicht vergessen wird und nicht für sich selbst sprechen kann, wie andere.

DIE ÖSTERREICHISCHEN KINDERSCHUTZZENTREN appellieren an die neue Bundesministerin, Susanne Raab, Kinder und Jugendliche und ihre Bedürfnisse wirklich zu sehen und die dringend notwenigen Vorhaben zu ihrem Schutz in Angriff zu nehmen.

Rückfragen & Kontakt:

Martina Wolf
DIE ÖSTERREICHISCHEN KINDERSCHUTZZENTREN
Bundesverband Österreichischer Kinderschutzzentren
+43 660 181 78 41
martina.wolf@oe-kinderschutzzentren.at
www.oe-kinderschutzzentren.at

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