Fleischkonsum – Czernohorszky: „Weniger Fleisch reduziert Tierleid und schützt unser Klima!“

Mengen reduzieren und auf Qualität achten – neue Auflage des Ratgebers "Augen auf beim Schweinefleischkauf"

Wien (OTS) - „Der heute präsentierte aktuelle Fleischatlas von GLOBAL 2000 und VIER PFOTEN für Österreich zeigt ganz deutlich: der Fleischkonsum muss dringend reduziert werden. Das vermindert Tierleid und schützt unser Klima“, betonte heute Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. „Die Menge und die Qualität in der Fleischproduktion spielen dabei eine wichtige Rolle: Hier muss es klare und vor allem einheitliche Standards für ganz Österreich geben!“

Jeder Mensch in Österreich konsumiert rund 63 Kilogramm Fleisch pro Kopf. Am beliebtesten ist Schweinefleisch: 36 Kilogramm Stelze, Schnitzel und Co. isst eine Person hierzulande im Schnitt jährlich – das sind insgesamt 323.542 Tonnen. „In Österreich werden dafür jedes Jahr über fünf Millionen Schweine geschlachtet“, so Czernohorszky. „Aber wie leben die Schweine, die als Braten, Kotelett oder Schnitzel am Teller landen? Wird auf die Bedürfnisse dieser sozialen und hochintelligenten Tiere Rücksicht genommen?“

Wien unterstützt das Tierschutzvolksbegehren

„Auch wenn ein Tier am Teller landet, sollte es bis dahin ein gutes Leben gehabt haben und nicht leiden müssen“, so Czernohorszky. „Deshalb unterstützt Wien auch die Anliegen des Tierschutzvolksbegehrens – ich habe es selbst heute unterschrieben.“

Für tierwohlgerecht produzierte Lebensmittel hat die Tierschutzombudsstelle Wien mehrere Broschüren aufgelegt – erst vor kurzem ist eine neue, überarbeitete Auflage des Ratgebers "Augen auf beim Schweinefleischkauf" erschienen (Broschuere_Augen-auf-beim-Schweinefleischkauf.pdf (tieranwalt.at). Hierfür wurden gängige Marken und Gütezeichen nach zwölf Tierschutz- und Umweltkriterien bewertet, wie etwa gentechnikfreie Fütterung oder Zugang zu Auslauf. Das erschütternde Ergebnis: 90 Prozent des Schweinefleischs in Österreich erfüllen keines der zwölf Tierschutz- und Umweltkriterien – auch nicht jenes mit dem rot-weiß-roten AMA-Gütesiegel. „Das zeigt deutlich, dass die Standards in der österreichischen Tierhaltung dringend verbessert werden müssen“, so die Wiener Tierschutzombudsfrau Eva Persy. Hier sei der Gesetzgeber am Zug, der die Mindestvorgaben auf Bundesebene festlegt.

Die Stadt Wien geht hier bereits mit gutem Beispiel voran: Mit ihrem Projekt „Gutes Gewissen, guter Geschmack“ ist sie auch in der öffentlichen Beschaffung seit Jahren eine Vorreiterin in Sachen Tierwohl und Klimaschutz. „Wir wollen als Stadt nicht nur intensiv aufklären, sondern auch selbst handeln!“ so Czernohorszky abschließend.

Pressebilder zu dieser Aussendung sind in Kürze unter www.wien.gv.at/pressebilder abrufbar. (Schluss)

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