- 28.12.2020, 14:05:32
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Sternsingeraktion mit Besuch bei Kardinal Schönborn eröffnet
Segenswünsche der Sternsinger kommen Corona-bedingt heuer auch via Video und Postkasten - Strenges Hygienekonzept für Vor-Ort-Besuche - Spenden an Dreikönigsaktion finanzieren jährlich Hilfe für eine Million Menschen in Armutsregionen
Utl.: Segenswünsche der Sternsinger kommen Corona-bedingt heuer auch
via Video und Postkasten - Strenges Hygienekonzept für
Vor-Ort-Besuche - Spenden an Dreikönigsaktion finanzieren
jährlich Hilfe für eine Million Menschen in Armutsregionen =
Wien/Salzburg (KAP) - Kinder aus der Pfarre Strasshof (NÖ.) haben mit
einem Besuch bei Kardinal Christoph Schönborn die diesjährige
Sternsingeraktion eröffnet. Stellvertretend für die vielen "Heiligen
Drei Könige" in ganz Österreich segnete der Kardinal am Montag im
Wiener Erzbischöflichen Palais die als Caspar, Melchior und Balthasar
verkleideten Mädchen und Buben.
Bis 6. Jänner sammelt die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar
für Not leidende Menschen in Entwicklungsländern. Ihre
Neujahrswünsche überbringen die Sternsinger heuer Corona-bedingt ohne
Gesang, mit Abstand und Mund-Nasen-Schutz und in manchen Gemeinden
ausschließlich per Post. Wer möchte, kann aber als "Vierte/r
König/in" mitmachen, Online-Sternsingergrüße an Familie und Freunde
schicken und um Spenden für die "Hilfe unter gutem Stern" bitten.
Schönborn: Auch heuer großherzig sein
Die Sternsinger stünden heuer ganz besonders für die anhaltende
Solidarität in Österreich auch in schwierigen Zeiten, sagte Kardinal
Schönborn bei der Begegnung mit den Königinnen und Königen.
Normalerweise seien mehr als 80.000 Kinder in diesen Tagen in
Österreich unterwegs. "Sie tun das mit Begeisterung und für
ausgesprochen gute Zwecke; nämlich um Kindern in der ganzen Welt in
Notsituationen zu helfen. Ich kann nur bitten, dass die Menschen in
unserem Land den Kindern gegenüber so großherzig sind, wie sie es in
den vergangenen Jahren immer waren."
"Es gibt kaum etwas, das mehr Hoffnung stiften kann, als Kinder, die
sich in ihrer Freizeit für andere Menschen auf dieser Welt
einsetzen", sagte Martin Hohl, Vorsitzender der Katholischen
Jungschar Österreichs, bei dem Besuch im Palais. "Gerade in Zeiten,
in denen viele Menschen alleine wohnen und darunter auch sehr leiden,
dass soziale Kontakte eingeschränkt werden müssen, ist es ein
besonderes Zeichen, wenn Kinder die Menschen besuchen und den
weihnachtlichen Segen bringen - natürlich unter Einhaltung der
Corona-Sicherheitsbestimmungen."
Lackner: "In eigener Not nicht auf andere vergessen"
Trotz Coronapandemie machen sich etliche Kinder, Jugendliche und
Erwachsene auch in der Erzdiözese Salzburg als Sternsinger auf den
Weg. Wo keine Gruppen von Haus zu Haus gehen können, gelange der
Segen auf vielfältige andere Weise zu den Menschen, verwies die
Erzdiözese am Montag auf den sorgsam eingehaltenen Abstand und
Mund-Nasen-Schutz, auf Videogrüße und Segenswünsche im Postkasten.
Die Botschaft der Heiligen Drei Könige werde trotz der Pandemie auch
heuer weitergetragen und zugleich um Spenden für Hilfsprojekte
gebeten, die Familien in Südindien eine lebenswertere Zukunft
ermöglichen.
"Gott ist uns nahe - gerade in diesen schwierigen Zeiten", sagte der
Salzburger Erzbischof Franz Lackner zum Auftakt der heurigen
Sternsingeraktion unter besonderen Vorzeichen. "Wenn sich in
Österreich Mädchen und Buben auf den Weg machen, um Spenden für
Menschen in Not zu sammeln, dann ist dies Ausdruck eines christlichen
Selbstverständnisses: In der eigenen Ohnmacht, in der eigenen Not,
nicht auf die Not anderer vergessen", sagt Lackner. Der Vorsitzende
der Österreichischen Bischofskonferenz bedankte sich mit einem
herzlichen "Vergelt's Gott" bei allen, die die Sternsingeraktion
unterstützen.
Spezielles Sternsinger-Hygienekonzept
Spendensammeln dürfen die Sternsinger unter Einhaltung spezieller
Abstands- und Hygieneregeln auch im aktuellen Lockdown. Die
traditionelle Hilfsaktion gilt als unaufschiebbare ehrenamtliche
Tätigkeit, die unter die berufliche Tätigkeit im Sinne der
Covid-19-Schutzmaßnahmenverordnung fällt. Den Gesundheitsbehörden
haben die Verantwortlichen zudem ein mit Experten abgestimmtes
Sternsinger-Hygienekonzept vorgelegt. Für die Pfarren gibt es den
Leitfaden "Sternsingeraktion 2021 - aber sicher!" mit Tipps und allen
Richtlinien.
Demnach dürfen die Sternsingergruppen heuer keine Wohnräume betreten.
Weil auch auf das Singen verzichtet werden muss, können die "Heiligen
Könige" Segen und Neujahrswünsche nur in Form der traditionellen
Sternsingersprüche übermitteln. Auf einen Abstand von mindestens
einem Meter soll auch beim Anbringen des Segens "C + M + B"
(abgekürzt für lateinisch: Christus mansionem benedicat; übersetzt:
Christus segne dieses Haus) an Türen geachtet werden.
Auch virtueller Besuch
Ob die Sternsinger von Haus zu Haus ziehen oder auf alternative
Möglichkeiten für Segen und Spendensammeln umsteigen, entscheidet in
ganz Österreich die jeweilige Pfarre. Wo keine Besuche möglich sind,
wird die "Sternsingerpost" verteilt, die vielerorts auch einen eigens
gestalteten Segensbrief enthält.
Online-Highlight der heurigen Sternsingeraktion ist der virtuelle
Sternsingergruß. Unter www.sternsingen.at/virtuellerbesuch kann jeder
Sternsinger-Videos mit Segenswünschen für das Neue Jahr samt
persönlicher Widmung an Familie und Freunde verschicken und um eine
Spende für die Dreikönigsaktion bitten.
Hilfe für eine Million Menschen
Gemessen an der Spendensumme ist die Sternsingeraktion die größte
Sammlung Österreichs. "Es profitieren jährlich eine Million Menschen
von den Projekten, die durch die Dreikönigskation unterstützt
werden", erklärt Veronika Schippani, Vorsitzende der Katholischen
Jungschar in der Erzdiözese Wien. Die Spenden an die Sternsinger
ermöglichen jährlich rund 500 Hilfsprojekte in 20 Ländern in Afrika,
Asien und Lateinamerika. Vor einem Jahr sammelten die Kinder
österreichweit rund 18,4 Millionen Euro.
Die Gelder fließen in Projekte wie etwa zur Unterstützung von
Bauernfamilien im Süden Indiens, dem diesjährigen Beispielland der
Aktion. Dort gefährdet der Klimawandel die Lebensgrundlage der
Bauern. Extreme Dürrephasen führen zu Missernten und Hunger, Stürme
und Starkregen vernichten die Felder. Spenden an die Sternsinger
helfen bei der Errichtung kleiner Speichern für Regenwasser oder der
Umstellung auf andere Getreidesorten, die besser mit der Trockenheit
zurechtkommen.
(Spendenkonto IBAN: AT23 6000 0000 9300 0330, Kontoinhaber:
Dreikönigsaktion oder online auf www.sternsingen.at/spenden)
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