Josefstadt-Direktor Föttinger zu Corona-Tests: „Bin nicht der Blockwart der Regierung“

„Durch die Öffnung der Kultur will man eine Testpflicht erzwingen“

Wien (OTS) - Der Direktor des Theaters in der Josefstadt, Herbert Föttinger, lässt in einem KURIER-Interview mit heftiger Kritik an den geplanten Corona-Maßnahmen im Kulturbereich aufhorchen. Er werde keine Besucher kontrollieren, sagte er. „Ich bin nicht der Blockwart der Bundesregierung. Ich bin der festen Überzeugung, dass ich das Publikum nicht selektieren darf und vor allem will ich es nicht selektieren.“ Er sei als Direktor angetreten um zu sagen: „Kommt alle rein, nicht um eine Auswahl zu treffen, wer dieses Theaters würdig ist und wer nicht. Wir werden ganz sicher niemanden nach einem Testbeleg fragen, geschweige denn nach einem Impfpass." Föttinger weiter: "Stellen Sie sich vor, vor der Vorstellung kommen zehn Polizisten und fragen die Menschen nach dem Impfpass! Bei dieser Vorstellung wird mir übel!"

Föttinger verwehrt sich dagegen, vom Theaterpublikum einen negativen Coronatest für den Vorstellungsbesuch verlangen zu müssen. Durch die Öffnung der Kultur wolle man eine Testpflicht der Bevölkerung erzwingen und benutze die Theater als unfreiwillige Komplizen. "Es ist einerseits sehr durchschaubar, dass es sich um einen Probelauf für eine indirekte Impfpflicht handelt. Andererseits ist es eine Form der Nötigung, deren Umsetzung aus Angst um den Imageverlust an die Theaterdirektoren weitergegeben wird.“

Das Interview mit Herbert Föttinger ist auf kurier.at und in der Mittwoch-Ausgabe des KURIER zu lesen.

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