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Nationalrat - Kucher: „Selbstlob der Regierung bringt uns nicht weiter“

Kucher fordert besseres Krisenmanagement

Wien (OTS/SK) - Als „blanken Hohn für die Menschen, die von dieser Krise schwer getroffen sind oder jetzt gerade im Krankenhaus arbeiten“, bezeichnet SPÖ-Gesundheitssprecher Philip Kucher die „gegenseitige Selbstbeweihräucherung“ von Kanzler und Vizekanzler im Nationalrat. „Bei jedem Einsatz im Rettungsdienst oder der Feuerwehr evaluiert man, was hätte man besser machen können. Im November sind die Corona-Infektionszahlen so hoch wie nirgendwo sonst auf der Welt und Sie erzählen uns hier, das sei eine ‚einmalige Erfolgsgeschichte‘“, so Kucher Richtung Kurz und Kogler. Kucher betont, dass es „hier nicht um einen Beliebtheitswettbewerb geht, wo man mit einem verkleideten Babyelefanten posiert. Das löst nichts in Österreich. Es muss das Krisenmanagement verbessert werden“. ****

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner habe seit Mai vorgeschlagen, dass die Screening-Programme ausgeweitet werden, dass die Teststrategie verbessert wird, sensible Berufsgruppen proaktiv getestet und die Schulen sicherer gemacht werden. „Andere Staaten haben auf Expertinnen und Experten gesetzt und diese an Bord geholt, Österreich nicht. Hier hat die Regierung gesagt, wir brauchen keinen Christian Drosten, wir haben Elli Köstinger, die macht das schon mit den Testungen“, wundert sich Kucher.

„Was soll sich denn die Mutter denken, die mich angerufen und mir erzählt hat, dass sie ihren Job verloren hat, und wie soll sie ihrer Tochter, die nicht in die Schule durfte, Hoffnung und Zuversicht geben? Selbstlob bringt uns hier nicht weiter. Davon hat kein Mensch etwas. Wir müssen schauen, wie wir besser werden“, fordert Kucher. (Schluss) sl/bj

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