Brustgesundheitszentrum des Hanusch-Krankenhauses erhält Qualitätssiegel „Doc-Cert“

Betreuung von Brustpatientinnen auch während der Covid-19-Krise gesichert

Wien (OTS) - Mitten in der Covid-19- Pandemie konnte sich das Brustgesundheitszentrum des Hanusch-Krankenhauses erfolgreich nach dem etablierten Standard Doc-Cert zertifizieren. Gleichzeitig war und ist die Versorgung der Patientinnen und Patienten (Brustkrebs betrifft zum überwiegenden Teil Frauen, aber auch Männer werden im Brustgesundheitszentrum betreut) während der Pandemie unverändert aufrecht. Alle Verdachtsfälle auf Brustkrebs können rasch abgeklärt werden. Operationen und Chemotherapien finden ohne Verzögerung statt. Jährlich werden rund 2300 Patientinnen und Patienten im Brustgesundheitszentrum betreut. Geleitet wird das Zentrum vom Gynäkologen OA Dr. Arik Galid und der Chirurgin OÄ Dr.in Ursula Wieder. Das Zentrum ist bereits seit 2013 nach der internationalen Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001 zertifiziert.

Die Ärztliche Direktorin des Hanusch-Krankenhauses Dr.in Elisabeth Zwettler freut sich: „Mit dem Doc-Cert-Siegel wird die Leistung des Teams des Brustgesundheitszentrums im Hanusch-Krankenhaus gewürdigt. Für die Patientinnen und Patienten stellt das Siegel eine wichtige Orientierungshilfe dar – sie können sicher sein, hier – gerade auch während der Pandemie - bestmöglich versorgt zu werden.

Doc-Cert-Siegel nach Audit

Mit dem Doc-Cert-Siegel reiht sich das Brustgesundheitszentrum im Schwerpunktkrankenhaus der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) in die Spitzenzentren für die Früherkennung, Behandlung und Nachsorge von Brusterkrankungen in Österreich ein. Die Zertifizierung erfolgte durch die Österreichische Zertifizierungskommission (ÖZK) nach einem anspruchsvollen Audit, bei dem Qualitätsmanagement, Struktur und Prozesse sowie die medizinischen Ergebnisse des Zentrums geprüft wurden. Der Anforderungskatalog sowie die relevanten Kennzahlen entsprechen den nationalen und internationalen Vorgaben an eine hervorragende Versorgung. Er wurde von Österreichischen Fachgesellschaften erstellt, die mit der Versorgung von Brustkrebs-Patientinnen und -Patienten befasst sind.

Sowohl die medizinische Leistungsfähigkeit mit den Bereichen Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachbetreuung als auch die technische Ausstattung des Zentrums im Hanusch-Krankenhaus entspricht demnach den internationalen Standards eines modernen Brustzentrums. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit wird als „sehr gut“ bewertet. Die Leistungsfähigkeit des Zentrums wird von der ÖZK-Gutachterin insgesamt als „sehr positiv“ bewertet. Die Zertifizierung wurde für drei Jahre erteilt, danach erfolgt eine Rezertifizierung.

Zentrum als Knotenpunkt der multidisziplinären Versorgung

„Das Zentrum bietet eine hochqualitative und interdisziplinäre Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Brusterkrankungen sowie eine entsprechende, ausgezeichnete Ausstattung. Durch eine schnelle Terminvergabe können wir rasch für Klarheit bei auffälligen Mammographien sorgen und wenn nötig ein individuelles Behandlungskonzept erstellen und die Therapie einleiten. Die umfassende, menschliche Begleitung oft über viele Jahre ist dem ganzen Team dabei ein besonderes Anliegen“, beschreiben OA Dr. Arik Galid und OÄ Dr.in Ursula Wieder die Arbeit des Brustgesundheitszentrums.

In die Früherkennung und Behandlung von Brusterkrankungen und v.a. Brustkrebserkrankungen sind heute viele verschiedene Fachrichtungen involviert. Alle involvierten Fächer und Berufsgruppen werden im Hanusch-Krankenhaus innerhalb des Brustgesundheitszentrum koordiniert. Es bildet damit den Knotenpunkt der Vernetzung. Direkt im Hanusch-Krankenhaus stehen Expertinnen und Experten der Gynäkologie, Chirurgie, Onkologie, Radiologie, Nuklearmedizin, Pathologie, Psychoonkologie, Psychotherapie, Physiotherapie, Humangenetik und Seelsorge zur Verfügung. Für die Rekonstruktive Chirurgie besteht eine Kooperation mit der Klinik Ottakring und für die Radioonkologie mit der Klinik Favoriten. Jede Woche finden interdisziplinäre Tumorboards statt, um individuelle Behandlungskonzepte zu erstellen und Verläufe zu diskutieren.

Breast Care Nurses als wichtige Ansprechpartnerinnen

Besondere Bedeutung kommt den Breast Care Nurses des Brustgesundheitszentrums zu. Die derzeit drei Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen haben eine Spezialausbildung und stehen den Patientinnen und Patienten in allen pflegerischen und organisatorischen Fragen zur Seite.

Psychosoziale Begleitung und humangenetische Beratung

Im Audit besonders hervorgehoben wurde das sehr gute und niederschwellige Angebot durch die Psychoonkologie, den Sozialdienst bzw. das Entlassungsmanagement sowie die Physiotherapie. Der hauseigene Psychosoziale Dienst unterstützt mit Fachärztinnen und Fachärzten der Psychiatrie, Psychologinnen und Therapeutinnen Patientinnen und Patienten sowie deren Familien ab der Diagnosestellung. Diese Begleitung geht oft über viele Jahre und umfasst – so nötig - auch Sterbebegleitung.

Ein besonders Asset des Zentrums ist das im Hanusch-Krankenhaus angesiedelte Institut für Medizinische Genetik – was nicht nur eine besondere Expertise mit sich bringt, sondern auch einfache und kurze Wege ermöglicht. Das Institut ist eines von nur sechs in ganz Österreich. Der Humangenetik kommt gemeinsam mit der Pathologie eine besondere Rolle in der Therapie-Planung zu. Das Team der Humangenetik klärt aber auch auf Wunsch Betroffene und deren Familien über erblich bedingten Brustkrebs auf und führt entsprechende Analysen durch.

Zusammenarbeit mit Wiener Gesundheitszentren der ÖGK

Sowohl in der Erstdiagnostik als auch in der Nachsorge arbeitet das Hanusch-Krankenhaus eng mit den Ambulanzen der vier Gesundheitszentren der ÖGK in Wien und den zuweisenden Ärztinnen und Ärzten zusammen. Im Jahr werden an allen Standorten insgesamt rund 6500 Mammographien durchgeführt.


Patientenkontakt:

Brustgesundheitszentrum Hanusch-Krankenhaus

Heinrich-Collin-Straße 30

1140 Wien

Tel.: +43 1 910 21-84853 (Terminvereinbarung Mo – Fr von 12.00 bis 15.00 Uhr

Rückfragen & Kontakt:

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