Schnabl/Hundsmüller: 100 Kindern aus griechischer Flüchtlingshölle sichere Unterkunft geben

Wer zusieht, macht sich am Leid mitschuldig

St. Pölten (OTS) - „Holen wir die Kinder raus“, richtet der niederösterreichische SPÖ-Vorsitzende, LHStv. Franz Schnabl, wenige Tag vor Weihnachten einen dramatischen Appell an die ÖVP Niederösterreich. Die schreckliche Lage in den Flüchtlingslagern auf der griechischen Insel Lesbos spitze sich immer mehr zu. Es sei eine humanitäre Katastrophe, was sich derzeit dort auf europäischem Boden abspiele, so Schnabl. „Niederösterreich darf nicht zusehen und sich mitschuldig machen. Setzen wir ‚gemeinsam‘ ein Zeichen der Menschlichkeit und geben wir zumindest 100 Kindern eine sichere und menschenwürdige Unterkunft in unserem Bundesland“, pocht Schnabl darauf, sich nicht der humanitären Verantwortung zu entziehen.

„Wir müssen sie aus dieser Hölle befreien. Die Zelte sind nicht winterfest und nach fürchterlichen Regenfällen liegen die Kinder am kalten, nassen Boden. Zudem berichteten vor Ort im Einsatz befindliche Ärzte, dass die am häufigsten zu versorgenden Verletzungen Rattenbisse seien, weil Kinder im Schlaf angebissen werden würden“, unterstreicht Franz Schnabl die Dringlichkeit, kurz vor dem „Fest der Nächstenliebe“ auch „Menschenliebe“ zu zeigen.

Jedes weitere Zuwarten verschlimmere das Leid der Kinder, meint SPNÖ-Klubobmann Reinhard Hundsmüller. „Die Lager machen krank und die Kinder durchleben derzeit ein Trauma, das sie ihr Leben lang begleiten wird“, ist der Klubobmann im Zusammenhang mit der Ablehnung einer sozialdemokratischen Aufnahme-Initiative in der dieswöchigen Sitzung des NÖ Landtages noch immer bestürzt. Vor allem ärgere ihn die Doppelmoral, die betrieben werde, so Hundsmüller: „Einerseits setzt die ÖVP für ihre Zwecke mit Vorliebe auf die Popularität bekannter Persönlichkeiten, andererseits stellt man sich taub, wenn diese Prominenten zur Rettung der Kinder aufrufen“, bezieht sich Hundsmüller auf den aktuellen, dramatischen Hilferuf der beliebten Schauspielerin Katharina Stemberger, die kürzlich die griechischen Flüchtlingslager besuchte.

„Das Land Niederösterreich hat genügend Kapazitäten, um zumindest 100 schutzbedürftige Kinder aus den Lagern aufzunehmen und zu versorgen. Es ist jetzt eine Frage des humanitären Verantwortungsbewusstseins, nicht zuzuschauen, sondern zu helfen“, so Hundsmüller abschließend.

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