- 18.12.2020, 09:00:05
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ÖAMTC: Das ändert sich für Reisende im Jahr 2021
Was im nächsten Jahr hinsichtlich Visa, Brexit, Umweltzonen und Mitführpflichten zu erwarten ist
Utl.: Was im nächsten Jahr hinsichtlich Visa, Brexit, Umweltzonen
und Mitführpflichten zu erwarten ist =
Wien (OTS) - Die Covid19-Pandemie hat dem heurigen Reisejahr stark
zugesetzt. Wie sich das kommende Jahr entwickelt und welche
Reisemöglichkeiten es geben wird, bleibt abzuwarten. Einige
Änderungen stehen jedoch an – ÖAMTC-Touristikerin Maria Renner kennt
die Neuerungen für Reisende im kommenden Jahr. So gibt es
beispielsweise für Reisen nach Russland ab 1. Jänner 2021 ein
einheitliches elektronisches Visum (eVisum), das bis zu 16 Tage
gültig ist und die einmalige Einreise in das gesamte russische
Staatsgebiet zulässt. "Die Kosten für den Antrag betragen rund 40
US-Dollar – es werden dafür keine Einladungen, Hotelreservierungen
oder andere Dokumente, die den Zweck der Reise bestätigen, mehr
benötigt", erklärt die Expertin.
Für Reisen in die Türkei benötigen österreichische Reisende schon
seit März 2020 hingegen kein Visum mehr. Es ist ein touristischer
Aufenthalt von durchgehend maximal 90 Tagen möglich. Wer länger
bleiben möchte, muss eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen. Die
Mitführpflicht in Fahrzeugen wird dort außerdem erweitert um einen
Reservereifen.
Brexit – Personalausweis genügt bald nicht mehr, eventuelle
Roamingkosten steigen
Der Brexit wird Realität: Ab 1. Jänner 2021 ist das Vereinigte
Königreich ein Drittstaat. "Bis auf Weiteres werden EU-Bürger aber
kein Visum für die Einreise für einen Aufenthalt von bis zu sechs
Monaten benötigen. Der Reisepass wird für die Einreise jedenfalls
akzeptiert", erklärt die Expertin des Mobilitätsclubs. "Die Einreise
mit dem Personalausweis ist nur noch bis 30. September 2021
gestattet." Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte, also der
Rückseite der e-card, wird es nicht mehr den gleichen umfassenden
grenzüberschreitenden Schutz im Krankheitsfall geben. Der Abschluss
eines zusätzlichen Reiseschutzes wird daher dringend empfohlen.
Ab Jänner 2021 sind auch die derzeit geltenden
EU-Roaming-Vorschriften nicht mehr anwendbar. Das bedeutet, die
Garantie für kostenloses Roaming endet. "Touristen in Großbritannien
könnten somit von erhöhten Roamingkosten betroffen sein. Am besten
informiert man sich bei seinem Mobilfunkanbieter über etwaige
Gebühren", rät ÖAMTC-Expertin Renner.
Italien – verschärfte Umweltzone in Bozen, Eintrittsgebühr für
Venedigbesuch, Tschechien ab 2021 mit E-Vignette
Die Umweltzone in Bozen wird ab Juli 2021 verschärft – es gilt dann
ein Fahrverbot von Dieselfahrzeugen der Abgasnormen Euro 0 bis 4
(statt bisher 0 bis 3). Für Benzinfahrzeuge bleibt das Fahrverbot für
die Abgasnormen 0 und 1 unverändert. Die Zone im Stadtgebiet Bozens
ist Montag bis Freitag zwischen 7 und 10 Uhr sowie zwischen 16 und 19
Uhr aktiv.
"Die Stadtregierung von Venedig wollte bereits 2019 eine
Eintrittsgebühr von Tagestouristen verlangen. Nach mehrmaliger
Verschiebung, auch aufgrund der Corona-Pandemie, ist der Start für
die Gebühreneinhebung nun für Juli 2021 geplant", weiß
ÖAMTC-Touristikerin Renner. "Die Gebühr soll an stark frequentierten
Tagen sechs bis acht Euro betragen, an weniger frequentierten drei
Euro." Wie genau diese Gebühr eingehoben werden soll, ist allerdings
noch nicht klar.
Das Nachbarland Tschechien stellt von der Klebevignette auf die
E-Vignette um. Diese kann auch online in einem offiziellen E-Shop
bzw. an Selbstbedienungsautomaten an den Grenzübergängen gekauft
werden.
Verschärfte Umweltzone in Amsterdam, Rettungsgasse in Belgien,
geänderte Richtmengen für Einfuhr von Tabakwaren in Frankreich
Bereits seit 1. November 2020 dürfen in der Amsterdamer Umweltzone
keine Diesel-Fahrzeuge mit den Abgasnormen Euro 0 bis 3 mehr fahren.
Außerdem wurde die Fläche der Umweltzone auf das gesamte Gebiet
innerhalb des Autobahnrings A10 ausgeweitet.
In Belgien wurde bereits am 1. Oktober 2020 die Rettungsgasse
eingeführt.
Frankreich hat bereits mit Anfang August 2020 die Richtmengen für die
Einfuhr von Tabakwaren aus EU-Ländern reduziert. Die neuen Richtwerte
sind wie bei der Einfuhr aus Nicht-EU-Ländern 200 Zigaretten, 100
Zigarillos, 50 Zigarren und 250 g Rauchtabak.
Eine Übersicht aller Neuerungen, auch im österreichischen
Straßenverkehr, findet man unter www.oeamtc.at/neuerungen2021.
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