Wo bleibt Österreich?

Die Asylpolitik der österreichischen Bundesregierung ist menschenunwürdig!

Die größten Menschen sind jene, die anderen Hoffnung geben können.
Jean Jaures

Wien (OTS) - #moria#karatepe#lesbos#courage

20.12.2020 Internationaler Tag der menschlichen Solidarität

Einmal mehr müssen wir fragen, „Wo bleibt Österreich“?

Darf Abschreckung oder die Vermeidung des Pull Effekts - wie unsere unsolidarische Haltung seitens der Bundesregierung erklärt wird - Menschen quälen und Leben gefährden?

Wir dürfen nicht zulassen, dass die asoziale Kleingeistigkeit der aktuellen österreichischen Asyl- und Migrationspolitik gesellschaftsfähig wird.

Die größten Menschen sind jene, die anderen Hoffnung geben können. (Jean Jaures)

Wir dürfen nicht aufgeben, gemeinsam mit vielen anderen engagierten Menschen und Organisationen daran zu erinnern, dass einfach wegzuschauen keine Lösung ist. Unsere gemeinsame Pflicht wäre es, gegen das Elend der schutzlos ausgelieferten Flüchtlinge zur Tat zu schreiten und das für uns mögliche und verträgliche auch zu tun.

Stattdessen liefern wir Materialien an, die nicht zu gebrauchen sind, um das schlechte Gewissen einer Bundesregierung und die entsetzten Protest-Stimmen der Menschenrechtsbefürworter zu beruhigen.

Vermehrt werden Flüchtlinge zur stärkeren Abschreckung an den Grenzen wieder zurückgesetzt, die sogenannten „Push Backs“ werden häufiger und kreativer, sie bedrohen wahllos Leib und Leben von Männern, Kindern, Frauen und Familien. Die sozialen Medien dokumentieren dieses barbarische und unmenschliche Vorgehen der Grenzbehörden eindrücklich.

Unser Vorstandsvorsitzender Dr. Klaus Elsbacher bringt in seinem aktuellen Schreiben an die Initiative Courage – Mut zur Menschlichkeit zum wiederholten Male Unverständnis für das unsolidarische Verhalten unserer Bundesregierung und seine Bereitschaft zu helfen zum Ausdruck:

„Sehr geehrte Frau Stemberger,

ich danke Ihnen für Ihre öffentlichen Auftritte zum Thema Flüchtlingslager auf Lesbos. Ihre Schilderungen über die derzeitigen Zustände machen mich weiter betroffen und ich finde es als große Schande, dass die offiziellen Stellen in Österreich, insbesondere die Bundesregierung keine Empathie für diese schutzlosen Menschen zeigt. Gerade in der Vorweihnachtszeit wäre ein Akt der Solidarität angemessen. Ich habe im Oktober zu diesem Thema eine persönliche Initiative gestartet und in einem Mail an den Herrn Bürgermeister Ludwig meine Bereitschaft zur Übernahme von Kosten für 10 unbegleitete Kinder erklärt. Leider ist dieses Mail bis heute unbeantwortet geblieben.

Wenn Sie mit Ihrer Initiative Erfolg haben, steht mein Angebot selbstverständlich jederzeit zur Verfügung. Ich wünsche Ihnen mit Ihrem Team Erfolg und es wäre mein größtes Weihnachtsgeschenk, wenn wir einigen Menschen aus Lesbos menschenwürdige Weihnachten in Österreich ermöglichen können.“

Wir wünschen uns einen neuen Weg, ein Eintreten für mehr Menschlichkeit in der österreichischen Asylpolitik, eine Beteiligung an dem Notfallplan der EU und die Aufnahme von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und Familien aus den Lagern in Griechenland und Bosnien. #sosindwirnicht #WirHabenPlatz

Es wäre katastrophal, wenn die aktuelle türkis-grüne Regierung bloß weiterführt, was die türkis-blaue Regierung als richtigen Weg in der österreichischen Asylpolitik definiert hat!"

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Eva Schröder
e.schroeder@uki.or.at
0660/7171993

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